Integrationsscouts: Die Konzepte des 3. Jahrgangs

Integrationsscouts

Der dritte Jahrgang feiert Ideen und Projektabschluss

Viel Applaus, Stolz und ganz viel Lob bekamen unsere #Integrationsscouts zu spüren. Gemeinsam mit ihren Ausbilder*innen feierten sie digital ihren Projektabschluss, den das #NETZWERK organisiert hat.

Eine „E-Mail-Vorlage gegen Rassismus“, „Partners in Crime“, „Cleverlearning“, „Fachbegriffe lernen per App“ und einige weitere Ideen haben die Scouts vorgestellt, die für ihren jeweiligen Betrieb eine passgenaue Lösung darstellen, um die Sprachsensibilität, den interkulturellen Austausch oder die Betreuung auf Augenhöhe im Unternehmen zu fördern.

Die Scouts erhielten von ihren Ausbilder*innen viel Lob und Respekt für ihre eigenständige Arbeit im Projekt und parallel zu ihrer beruflichen Ausbildung. Genauso stolz ist #NUiF auf die Ergebnisse der Integrationsscouts.

Alle Ideen können hier angeschaut werden.

Auftakt der Integrationsscouts 2022

Auszubildende mit und ohne Flucht- oder Migrationsgeschichte entwerfen gemeinsam Ideen für ihre Ausbildungsbetriebe

Das Programm „Integrationsscouts“ geht in die dritte Runde

Wo funktioniert die Integration von geflüchteten MitarbeiterInnen im eigenen Betrieb bereits gut und welches Potenzial kann noch ausgeschöpft werden? In unserem Projekt „Integrationsscouts“ werfen Auszubildende einen frischen Blick auf diese Frage. Als Tandem oder kleine Gruppe, bestehend aus Auszubildenden mit und ohne Flucht- oder Migrationsgeschichte, entwerfen sie eine Idee für ihren Ausbildungsbetrieb, um dort Integration und Vielfalt zu stärken. Sechs Betriebe aus Berlin, NRW und Schleswig-Holstein machen am diesjährigen Programm mit. Im Projekt lernen die teilnehmenden Azubis:

  • Probleme im Berufsalltag zu erkennen und betriebsgerechte Lösungen zu entwickeln
  • das Anwenden von Methoden aus dem Bereich Design Thinking
  • die Perspektive von Auszubildenden und Kolleg*innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund besser zu verstehen
  • eigenständig im Team an einem Konzept zu arbeiten, ohne dass für die Ausbilder*innen viel Arbeit entsteht

Der KickOff-Workshop – Integrationsscouts identifizieren Herausforderungen und überlegen gemeinsam Ideen

Am 20. Mai trafen sich die teilnehmenden Azubis des dritten Jahrgangs in Berlin und starteten nach einer kurzen Kennenlernrunde direkt in das Projekt. Wie war dein erster Ausbildungstag? Welche Dinge sind dir in den ersten Wochen und Monaten schwergefallen oder hat dich etwas verunsichert? Im gegenseitigen Interview berichteten die Auszubildenden, wie sie das Ankommen im Betrieb erlebt haben. Dabei erarbeitete jedes Team für seinen Betrieb die bedeutendsten Herausforderungen und Probleme heraus, die sich dort für Azubis mit ausländischen Wurzeln ergeben. Diese wurden in Brainstorming-Fragen umformuliert, die als Grundlage dienten, um anschließend in großer Runde möglichst viele Ideen und Lösungsansätze für die Herausforderungen zu finden. Dadurch konnte jedes Team von der Kreativität der anderen profitieren und mit einem breiten Feld an Möglichkeiten weiterarbeiten. Die Fülle an Ideen erleichterte es den Azubis abzuwägen, welche Lösungsansätze mit den eigenen Betriebsstrukturen kompatibel sind und arbeiteten diese dann zu einer finalen Idee aus. Zum Schluss stellten sich die Teams ihre finalen Ideen gegenseitig vor.

Wie geht es weiter?

Ob eine Idee wirklich gut ist und Sinn macht für den Ausbildungsbetrieb, dafür braucht es Feedback von den Stakeholdern der Idee. Also von den Personen im Betrieb, die mit der Idee in Berührung kommen würden. Zum Beispiel könnten das die Azubis sein, die die Idee später nutzen würden oder Vorgesetzte, die Ressourcen bereit stellen, um die Idee umsetzen zu können. Als Vorbereitung auf die Feedback-Gespräche gibt NUiF den Integrationsscouts Methoden und Tipps an die Hand, um wertvolles Feedback zu sammeln.

Im weiteren Projektverlauf werden die Ideen auf Basis des innerbetrieblichen Feedbacks weiterentwickelt. Eventuell müssen sich manche Teams sogar eine neue Ideen überlegen, weil in den Feedback-Gesprächen die vorgestellte Idee keinen Zuspruch bekam. Es bleibt auf alle Fälle spannend und ein weiteres Treffen ist bereits in Planung, um die Integrationsscouts in ihrer Ideenentwicklung methodisch zu unterstützen und um den Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, sich über ihre Ideenentwicklung auszutauschen.

Neuerscheinung im Integrationskompass

Neues Konzept im Integrationskompass

Vorbereitungsleitfaden für Vorstellungsgespräche

Vielen Menschen mit Fluchterfahrung ist der oftmals formale Ablauf eines Vorstellungsgespräches nicht bekannt. Hinzu kommen sprachliche Unsicherheiten und Nervosität, die das Gespräch erschweren. Damit das persönliche Kennenlernen erfolgreich abläuft, können Betriebe ihre BewerberInnen mit einem Leitfaden für Vorstellungsgespräche unterstützen.

Was bewirkt das Konzept?

Mit einem Vorbereitungsleitfaden können Betriebe Ihren Kandidatinnen und Kandidaten ein Hilfsmittel an die Hand geben, um eine optimale und effiziente Vorbereitung auf das persönliche Vorstellungsgespräch im Unternehmen zu ermöglichen und damit das Kennenlerngespräch positiv beeinflussen.

Alle Infos zum Konzept und weitere Ideen und Ansätze aus der Praxis finden Sie in unserem Integrationskompass.

Unser Integrationskompass

Wir präsentieren unseren Integrationskompass

Unternehmenskonzepte und Ideen aus der Praxis

Vielfalt auch und vor allem in Krisenzeiten – wir sammeln die besten Ideen, wie Betriebe auch in Krisenzeiten auf eine interkulturelle Belegschaft setzen können. Wie wir das machen? Im Rahmen unserer Workshop-Reihe, der sogenannten Roadshow Vielfalt, entwickeln und sammeln wir gemeinsam mit Unternehmen deutschlandweit die erfolgversprechendsten Konzepte und geeigneten Werkzeuge der betrieblichen Integration von geflüchteten Menschen und stellen sie in einem übersichtlichen und interaktiven Format für andere Unternehmen bereit.

Mit wenigen Klicks finden Unternehmen in unserem Integrationskompass Konzepte entsprechend ihrer Größe, ihres Budgets und ihrer personellen Möglichkeiten. Betriebe können sich von den unterschiedlichen Ideen, wie Vielfalt gelebt und gepflegt werden kann, inspirieren lassen.

Die Betonung liegt hierbei auf interaktiv: Teilen Sie gern Ihre Erfahrungen mit bestehenden Konzepten oder stellen Sie Ihre eigenen Ideen und Erfolgsrezepte vor, wie kulturelle Vielfalt im Betrieb gelingen kann. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Die Website findet sich unter: www.nuif-integrationskompass.de

Unseren ersten (digitalen) Roadshow-Stop hatten wir am 1. Oktober 2020 zusammen mit Volkswagen. In einer spannenden Keynote ließ uns Volkswagen hinter die Kulissen des global agierenden und vielfältigen Großkonzerns blicken:

„In einer Welt globaler Unsicherheit brauchen wir Vielfalt dringender denn je. Lineare Denkmuster funktionieren in einer globalisierten Welt nicht mehr. Wir müssen immer vielseitiger denken und mit unplanbaren Krisensituationen umzugehen lernen.“

Dr. Thymian Bussemer, Leiter HR Strategie & Innovation sowie Konzern Flüchtlingshilfe, Volkswagen AG

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Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten in Zeiten der Corona-Pandemie

Pressemeldung

Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten in Zeiten der Corona-Pandemie

Berlin, 13. Mai 2020. Die Corona-Pandemie führt bei vielen Betrieben zu wirtschaftlichen Einbußen. Laut aktueller DIHK-Blitzumfrage unter mehr als 10.000 Unternehmen leiden 60 Prozent der Betriebe weiterhin unter einer gesunkenen Nachfrage. Vier von fünf Unternehmen erwarten für das gesamte Jahr Umsatzeinbrüche. Mehr als ein Drittel müssen die Investitionen zurückschrauben. In diesem Umfeld sind die Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten eine noch größere Herausforderung als ohnehin schon. Wie gehen Unternehmen mit dieser Aufgabe um? Darüber diskutiert das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge auf einer digitalen Netzwerktagung.

Foto: DIHK / Jens Schicke

Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK):

„Für weite Teile der Wirtschaft ist die Corona-Krise eine existenzielle Frage. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir noch schwierige Monate vor uns haben. Beschäftigte sind vermehrt in Kurzarbeit, Arbeitsplatzverluste z.B. infolge von Insolvenzen werden sich nicht immer vermeiden lassen. Bei geflüchteten Menschen in Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung hängt vom Arbeitsplatz auch der befristete Aufenthalt in Deutschland ab, so dass hier eine noch größere Verunsicherung mit einer solchen Entwicklung verbunden ist – und auch für die betroffenen Betriebe die Situation dadurch noch schwieriger wird.“

Bei Abbruch oder Verlust der Ausbildung hat ein Geflüchteter, der sich in Ausbildungsduldung befindet, einmalig sechs Monate Zeit für die Suche eines neuen Ausbildungsplatzes, ohne dass seine Duldung erlischt. Geflüchtete, die sich in einer Beschäftigungsduldung befinden, haben nach Verlust dieser Arbeitsstelle drei Monate Zeit, einen neuen sozialversicherungspflichtigen Job zu finden. Zwar sind aktuell aufgrund der Einschränkungen rund um COVID-19 die Asylverfahren und entsprechend auch Abschiebungen ausgesetzt, doch inwieweit die gesetzlich geregelte Frist in der aktuellen wirtschaftlichen Situation zur Suche einer neuen Ausbildungs- oder Arbeitsstelle reicht und wie viele Menschen in Duldung im Zuge dessen von einer Abschiebung bedroht sind, wird sich wohl erst in den kommenden Monaten zeigen.

Komplette Auswirkungen sind noch nicht absehbar

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge stellt drei Betriebe vor, die die Ausnahmesituation von Ausbildung und Integration von Geflüchteten in der Corona-Krise auf kreative Art und Weise bewältigen.

Ulla Kampers, Personalleiterin der Nordluft Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co. KG, beschäftigt aktuell zwei Menschen mit Fluchthintergrund – einen Afghanen in Ausbildung und einen Syrer, der die Ausbildung im Unternehmen bereits erfolgreich abgeschlossen hat und nun als Fachkraft tätig ist: „Das größte Problem für unseren Auszubildenden mit Fluchthintergrund ist, dass er derzeit weder Berufsschul- noch Sprachunterricht erhält. Bis zu seinen Prüfungen im Sommer muss er also sehr schnell viel nachholen. Ich hoffe, dass er es schafft.“ Doch trotz Schwierigkeiten sieht sie auch die Chancen für die Zukunft: „Die Krise hat durchaus auch positive Effekte. Wir rücken – wenn auch nicht im physischen Sinne – näher an unsere Mitmenschen heran, insbesondere an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beide Seiten arbeiten daran, die Sorgen des anderen zu berücksichtigen. Ich bin guter Dinge, dass wir auch diese Krise in den Griff bekommen. Zusammen sind wir stark.“

Vier Personen sitzen an einem Tisch und reden
Ulla Kampers von der Nordluft Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co. KG. Foto: NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge / Markus Braumann (offenblen.de)

Die Not macht erfinderisch

Michael Guttrof, Geschäftsführer des Bremer Logistikunternehmens Kopf + Lübben GmbH, ergänzt: „Auch wenn die aktuelle Situation unser Unternehmen wirtschaftlich stark belastet und wir durch ausbleibende Berufsorientierungstage vermutlich Schwierigkeiten haben werden, alle Ausbildungsplätze in diesem Jahr besetzen zu können, macht die Krise doch auch erfinderisch. Das Arbeiten aus dem Homeoffice war beispielsweise schon länger ein Thema im Unternehmen. Nun haben wir die technischen Voraussetzungen und auch entsprechende Erfahrungen sammeln können. Außerdem haben wir mit der Logistik-Initiative Hamburg ein virtuelles Azubi-Speed-Dating durchgeführt, in dem sich unterschiedliche Unternehmen aus der Logistikbranche als Arbeitgeber vorstellen konnten. Die erste daraus resultierende Bewerbung liegt uns mittlerweile vor. So findet man nach und nach Lösungen, die auch für die Zeit nach der Pandemie von Vorteil sein können.“

Ein Mann lächelt
Michael Guttrof von der Kopf + Lübben GmbH. Foto: NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge / Bernd Brundert

Christian Schröder, Personalleiter im mecklenburgischen Ressort SCHLOSS Fleesensee, weiß die derzeitige Situation für die Auszubildenden gut zu nutzen: „Kurzarbeitergeld für Auszubildende ist bei uns glücklicherweise noch kein Thema. Stattdessen sind wir im regen Austausch mit den Berufsschulen, um Lehrinhalte abzusprechen. Zusätzlich führen wir Schulungsmaßnahmen durch und räumen den Auszubildenden sogenannte Lernzeiten ein, die sie dann zu Hause umsetzen. Darüber hinaus können wir alle Auszubildenden trotz Schließung des Ressorts sinnvoll beschäftigen – In Absprache mit allen Beteiligten auch mal mit fachfremden Inhalten. In den letzten Wochen haben wir beispielsweise viele geplante Renovierungsarbeiten vorgezogen, Grundreinigungsarbeiten durchgeführt sowie den Schlosspark und die Gartenanlagen auf Vordermann gebracht. Mit einer großen Gruppe an Auszubildenden, die zusammen mit Fachkollegen auch fachübergreifend an Instandsetzungsarbeiten mit Hand anlegen, werden die Arbeiten hervorragend und bei guter Stimmung umgesetzt. Das Ressort sieht blendend aus.“

Zwei Männer lächeln
Christian Schröder vom SCHLOSS Fleesensee. Foto: NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge / Viktor Strasse (offenblen.de)

Weitere Informationen

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge wurde 2016 als gemeinsame Initiative des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gegründet. Mit seinen mehr als 2.400 Mitgliedern ist es deutschlandweit der größte Zusammenschluss von Unternehmen, die sich für die Beschäftigung von Geflüchteten engagieren. Die Angebote des NETZWERKs von Beratung und Informationsmaterialien über Webinare bis hin zu Workshops und Veranstaltungen sind wie die Mitgliedschaft kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter www.nuif.de.

Interviews mit Unternehmen und Pressebilder

Gern stellen wir den Kontakt zu den o.g. Personen her, wenn Sie an einem Einzelinterview interessiert sind.

Download der Pressemeldung als PDF.

Pressekontakt

Ellen Boettcher
NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge
E-Mail: boettcher.ellen@dihk.de
Tel.: 030 20308 6552

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Souhaib Moatacim, Marvin Häußer, Adrian Schönenberg und Zardesht Kurdi

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Souhaib Moatacim, Marvin Häußer, Adrian Schönenberg und Zardesht Kurdi

Die Idee von Jürgen Wragge GmbH Garten- und Landschaftsbau

Für Jürgen Wragge GmbH Garten- und Landschaftsbau haben Souhaib Moatacim, Marvin Häußer, Adrian Schönenberg und Zardesht Kurdi eine Idee entwickelt, um fachsprachliche Barrieren abzubauen und wichtige betriebliche Informationen für neue MitarbeiterInnen abzubilden – gebündelt und griffbereit im Azubi-Lexikon.

Die Idee in ein paar Sätzen …

Das Azubi-Lexikon bündelt die wichtigsten Informationen für AusbildungsanfängerInnen über den Betrieb und den Beruf. Es werden Fachbegriffe und Werkzeuge verständlich zusammengefasst und MitarbeiterInnen vorgestellt.

Wie wird die Idee im Betrieb umgesetzt …

Die Integrationsscouts übernehmen die Sammlung aller berufsrelevanten Fachbegriffe und gleichen sie mit erfahrenen KollegInnen ab. Für die Erstellung und Aktualisierung der MitarbeiterInnen-Übersicht können den Scouts KollegInnen aus dem Personalbereich helfen. Das Lexikon soll erst einmal in Form eines kleinen Taschenbuches entstehen. Damit kann die Idee im Betriebsalltag getestet werden. In der Zukunft soll das Lexikon in einer App realisiert werden.

Was bewirkt die Idee?

Das Azubi-Lexikon bietet neuen Auszubildenden im Betrieb eine Orientierung in den Ausbildungsberuf und das Unternehmen. Durch die kleine Größe des Lexikons kann es überall mitgeführt werden, auch zur Baustelle. Mit einem Griff in die Hosentasche ermöglicht das Lexikon einen schnellen Zugang zu hilfreichen Informationen.

Durch das Projekt haben wir gelernt…

… wie hilfreich es ist Feedback zu unserer Idee im Betrieb einzuholen. Anhand des Feedbacks konnten wir die Schwachstellen an unserer Idee besser verstehen und im nächsten Entwicklungsschritt darauf eingehen.


Lust auf noch mehr Ideen?

Alle unsere Scouts lernen Sie hier kennen.

Weitere Informationen zu Jürgen Wragge GmbH Garten- und Landschaftsbau: wragge-gaerten.de

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Sadek Alnesma und Leon Schmied

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Sadek Alnesma und Leon Schmied

Die Idee der TraveNetz GmbH

Für die TraveNetz GmbH haben Sadek Alnesma und Leon Schmied eine Idee entwickelt, um die Einführung in die jeweilige Arbeitswelt zu erleichtern – Komm doch zu Papa.

Die Idee in ein paar Sätzen …

Azubis und neue Kolleg*innen ohne Vorerfahrungen werden oft in Fachbereiche „hineingeworfen“. Sie kennen die Fachbegriffe und Abkürzungen nicht. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt, und welche Schutzausrüstung sie benötigen. Eine Bezugsperson pro Fachbereich ermöglicht die Einführung in die jeweilige Arbeitswelt.

Wie wird die Idee im Betrieb umgesetzt?

Pro Fachbereich werden zwei Azubis ausgewählt, die im Sinne von den Scouts einen Vorbereitungszettel für neue Azubis erstellen. Dieser Zettel hilft den Neuen dabei, sich einen ersten Überblick über den Betrieb zu verschaffen. Eine Bezugsperson gibt den Azubis alles Weitere mit, was sie für ihren Einstieg brauchen, beispielsweise mit Bildern und einer Übersicht über die Aufgaben und Themen. Die Azubis haben so sogar die Möglichkeit, Monteur*innen in ihren Bereichen mit Vorwissen und ggf. Vorkenntnissen zu überraschen.

Was bewirkt die Idee?

Durch die Idee ist für Menschen, die nicht in Deutschland geboren wurden, ein sanfter Einstieg in den Betrieb möglich, damit sie in den ersten Wochen nicht überfordert werden. Azubis können sich mithilfe ihrer Bezugspersonen vorbereiten und gehen mit mehr Selbstvertrauen in ihre Bereiche.

Durch das Projekt haben wir gelernt…

… wie man für das Thema Integration sensibilisiert wird und andere dafür sensibilisieren kann. Außerdem wurde ein Raum für den Austausch mit Betroffenen geschaffen – das kommt im Alltag nicht so häufig vor.


Lust auf noch mehr Ideen?

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Weitere Informationen zum TraveNetz GmbH finden Sie hier: travenetz.de

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Melina Bruß und Buket Aktas

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Melina Bruß und Buket Aktas

Die Idee vom IT-Dienstleistungszentrum Berlin

Für das IT-Dienstleistungszentrum Berlin haben Melina Bruß und Buket Aktas eine Idee entwickelt, um die Kommunikationswege im Betrieb zwischen Auszubildenden und Expert*innen zu vereinfachen – einfach Cleverlearning.

Die Idee in ein paar Sätzen …

Cleverlearning ist ein Format zwischen Auszubildenden und Studierenden, den sogenannten Stuzubis, und Expert*innen im Betrieb. In einem wiederkehrenden Termin gehen die Expert*innen auf Fragen zu fachspezifischen und anderen Themen ein, die sich für die Stuzubis bei der betrieblichen Arbeit oder im Oberstufenzentrum ergeben.

Wie wird die Idee im Betrieb umgesetzt?

Zunächst müssen erfahrene Mitarbeiter*innen auf ihrem Gebiet als Expertinnen gefunden werden, die sich für die Termine zur Verfügung stellen. Dann wird ein Raum organisiert, in dem das Format regelmäßig stattfinden kann. Ggf. wird ein Serientermin angelegt, bspw. in Microsoft Teams, um den Termin auch virtuell stattfinden lassen zu können. Außerdem kann die Jugend- und Auszubildenden-Vertretung (JAV) einbezogen werden. Sie kann z. B. bei der Raumsuche unterstützen oder auch Fragen der Stuzubis beantworten. So entsteht durch Cleverlearning eine Art „Austausch-Nachhilfe“- Format für die Auszubildenden und Studierenden im Betrieb.

Was bewirkt die Idee?

Cleverlearning vereinfacht die Kommunikationswege im Betrieb zwischen Stuzubis und Expert*innen. Mit den regelmäßigen Terminen für Nachhilfe und Austausch wird für Auszubildende und Studierende eine dauerhafte Anlaufstelle geschaffen, bei der sie offene Fragen klären können.

Durch das Projekt haben wir gelernt, …

dass man, wenn man eine neue Idee entwickelt, viel miteinander kommunizieren muss, weil immer wieder neue Gedanken zur Idee dazukommen. Es war auch schön zu sehen, dass die Stuzubis uns gerne Feedback zur Idee gegeben und an unseren Umfragen teilgenommen haben.


Lust auf noch mehr Ideen?

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Weitere Informationen zum IT-Dienstleistungszentrum Berlin finden Sie hier: itdz-berlin.de

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Raquel Gomes und Amelie Tousch

4 Fragen an unsere Integrationsscouts Raquel Gomes und Amelie Tousch

Die Idee des DIHK e.V.

Für den DIHK e.V. haben Raquel Gomes und Amelie Tousch eine Idee entwickelt, um Mitarbeiter*innen mit Migrations- oder Fluchthintergrund das Ankommen und die Integration in die Organisation zu erleichtern – Partners in Crime.

Die Idee in ein paar Sätzen …

Es gibt feste Ansprechpartner*innen, die in der Rolle von „guten Gastgeberinnen“ Mitarbeiter*innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund unterstützen und ein Hilfedokument erstellen. Bei Fachbereichswechseln können sich die neuen Bereichsleiter*innen und Kolleg*innen wichtige Informationen aus dem Dokument holen.

Wie wird die Idee im Betrieb umgesetzt?

Mit einer Ansprechperson wird den Mitarbeiter*innen mit Flucht- und Migrationshintergrund die Integration erleichtert. Die „guten Gastgeber*innen“ begleiten Mitarbeiter*innen auf Veranstaltungen, stellen sie den Kolleg*innen vor oder organisieren gemeinsame Mittagessen. Auch bei bürokratischen Angelegenheiten stehen „gute Gastgeber*innen“ den Mitarbeiter*innen zur Verfügung. Viele Kolleg*innen teilten unsere Meinung, dass auf das Thema Integration aufmerksam gemacht werden muss. Kolleg*innen haben uns auf das bereits existierende Paten-Programm aufmerksam gemacht, auf dem wir weiter aufbauen konnten.

Was bewirkt die Idee?

Wir möchten Mitarbeiter*innen mit Migrations- oder Fluchthintergrund das Ankommen und die Integration in die Organisation erleichtern. Vor allem Einsamkeit und Bürokratie erschweren ihnen den Arbeitsalltag. Außerdem möchten wir auf das Thema Integration aufmerksam machen und ein allgemeines Bewusstsein schaffen.

Durch das Projekt haben wir gelernt, …

… dass es zu einer Ideenentwicklung dazugehört, auch einmal nicht mehr weiterzuwissen, wenn man z. B. negatives Feedback erhalten hat oder die Idee noch einmal vollständig ändern muss.


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Weitere Informationen zum DIHK e.V. finden Sie hier: dihk.de

4 Fragen an unsere Integrationsscout Isabel Hoffmann

4 Fragen an unsere Integrationsscout Isabel Hoffmann

Die Idee der ProFenster Weichsel GmbH

Für die ProFenster GmbH hat Isabel Hoffmann eine Idee entwickelt, um die Kommunikation im Arbeitsalltag zu verbessern – Fachbegriffe lernen per App.

Die Idee in ein paar Sätzen …

Eine App, in der Azubis oder Mitarbeiter*innen Fotos von schwierigen Begriffen einfügen können. Darunter wird jeweils das passende Wort in deutscher Sprache und in der Muttersprache erfasst. Bei regelmäßigen Terminen erklären die Ausbilder*innen all diese schwierigen Begriffe.

Wie wird die Idee im Betrieb umgesetzt?

Grundsätzlich muss keine neue App programmiert werden. Man kann bei der Umsetzung auf bestehende Apps (z. B. die „Lunes“ App) zurückgreifen. Im ersten Schritt muss sichergestellt werden, dass alle teilnehmenden Azubis die App installiert haben und verstehen. Anschließend müssen mit den Ausbilder*innen regelmäßige Termine für die Erklärung der Begriffe verabredet werden.

Was bewirkt die Idee?

Die Kommunikation im Arbeitsalltag funktioniert besser, weil ausländische Mitarbeiterinnen Fachbegriffe schneller verstehen und anwenden können. Die regelmäßigen Treffen tragen außerdem zum gegenseitigen Verständnis zwischen Ausbilderinnen und Azubis bei. Alternativ können diese Treffen auch von erfahrenen Azubis durchgeführt werden.

Durch das Projekt haben wir gelernt, …

… dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, Mitarbeiterinnen und Azubis mit geringen Deutschkenntnissen zu unterstützen. Außerdem konnte ich durch die Interviews einen Einblick gewinnen, was für diese Mitarbeiterinnen wichtig ist und welche Probleme es gibt, die zu lösen sind.


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Weitere Informationen zur ProFenster Weichsel GmbH finden Sie hier: profenster.de

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