• Unterstützung für die Familie der Flüchtlinge z.B. bei der Suche nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder Schulen und Wohnraum
  • Wahl von Paten oder Mentoren, unter anderem zur Unterstützung bei Behördengängen oder bei der Wohnungssuche
  • Einbinden von Flüchtlingen in Freizeitaktivitäten wie Sport und Verein

ARCO Personaldienstleistung- & Beratungsgesellschaft mbH

Psychologische Unterstützung

Flucht-Traumata und ihre Folgen können sich auch am Arbeitsplatz niederschlagen. Vorgesetzte und  unmittelbare Kolleginnen und Kollegen sollten dafür sensibilisiert werden. Psychosoziale Zentren für Flüchtlinge unterstützen Sie dabei.
 Auf den Seiten der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAFF), finden Sie Ansprechpartner in Ihrer Region.

 

Flüchtlingsberatungsstellen

Flüchtlingsberatungsstellen bieten kostenlos Rat und Hilfe im Umgang mit Ämtern, zum Asylverfahren, aber auch bei Fragen des Alltags. Sie stellen zudem den Kontakt zu Fachanwältinnen und -anwälten für Ausländer- und Asylrecht her.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat eine Liste der Beratungsstellen, sortiert nach Bundesländern, zusammengestellt.

Kranken- und Sozialversicherung

Asylsuchende sind zunächst grundsätzlich nicht gesetzlich krankenversichert, sondern haben im Krankheitsfall Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Nach 15 Monaten des Aufenthalts in Deutschland besteht Anspruch auf Leistungen entsprechend der Sozialhilfe, was die reguläre gesetzliche Krankenversicherung einschließt.
Bei Aufnahme einer Beschäftigung werden Flüchtlinge unabhängig vom Aufenthaltsstatus sozialversichert. Sie sind dann Mitglied in der Arbeitslosen-, Renten-, Unfall- und Pflegeversicherung und erhalten eine Sozialversicherungsnummer.

 

 

Führerschein

Ein Führerschein aus Nicht-EU Staaten darf nur für eine Dauer von sechs Monate ab dem Ersteinreisedatum in Deutschland genutzt werden. Dazu müssen die Dokumente übersetzt und bei der Führerscheinstelle in einen vorläufigen Führerschein umgetauscht werden. Die Übersetzung übernimmt z.B. der ADAC.

Nach sechs Monaten muss ein deutscher Führerschein erworben werden. In der Regel müssen Geflüchtete dann eine theoretische und praktische Prüfung absolvieren. Länderabhängige Ausnahmen führt der ADAC in seiner Staatenliste auf. Fahrstunden sind nicht vorgeschrieben. Die theoretische Prüfung kann unter anderem in Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Türkisch und ab 1. Oktober 2016 auf Arabisch absolviert werden.

 

 

Wohnraum

Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis dürfen in eine eigene Wohnung ziehen.

Geduldete und Asylbewerber sind hingegen grundsätzlich verpflichtet, in Sammelunterkünften zu leben – hier gibt es jedoch abweichende Regelungen in den Bundesländern. Geduldete und Asylbewerber, die ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können und deshalb nicht mehr auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angewiesen sind, können jedoch bei der Ausländerbehörde beantragen, in eine Privatwohnung ziehen zu dürfen. Ggf. müssen noch weitere Behörden miteinbezogen werden. Die Erlaubnis liegt im Ermessensspielraum der Ausländerbehörde.

Um Geflüchtete bei der Wohnungssuche zu unterstützen, bietet sich der Kontakt zu einer Flüchtlingsinitiative vor Ort an. Kontakte in Ihrer Region finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung sowie der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Häufig gibt es Wohnungsbörsen von Städten und Gemeinden. Die Initiative Flüchtlinge Willkommen vermittelt zudem deutschlandweit WG-Zimmer an Geflüchtete.

 

 

Konto

Immer wieder kommt es vor, dass Flüchtlinge Schwierigkeiten haben, ein eigenes Konto zu eröffnen – insbesondere dann, wenn keine Meldebescheinigung vorliegt. Seit der Einführung des „Zahlungskontengesetzes“ am 19. Juni 2016 hat jedoch jede Person in Deutschland das Recht darauf, ein sogenanntes Basiskonto zu eröffnen. Das gilt auch für Asylsuchende und Geduldete. Das Konto funktioniert wie ein übliches Girokonto: Es muss Überweisungen, Ein- und Auszahlungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen ermöglichen.