Die Regionalbotschafter*innen 2022/23
Unsere Vorzeigeunternehmen für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten.

Die Idee der Regionalbotschafter*innen
Das Ziel des NETZWERKs ist es, so viele Betriebe wie möglich rund um die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu informieren. Um das zu erreichen und bundesweit Best Practices zu erarbeiten, sammelt das Projektteam des NETZWERKs die verschiedenen Herausforderungen und Erfahrungen der Mitgliedsunternehmen.
Um auch regionale Besonderheiten und Angebote einfließen zu lassen und sich hier noch stärker zu vernetzen, hat das NETZWERK Mitte 2019 erstmals Unternehmensvertreter*innen aus den jeweiligen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk aus engagierten Betrieben, das die Expertise an die Unternehmen in der Region weitergibt.
Nun wurde die sechste Runde der Regionalbotschafter*innen ausgewählt, die wir auf den folgenden Seiten vorstellen möchten.
Und der Titel für 2022/23 geht an…

Baden-Württemberg
Markus Herrmann
HAARE

Hessen
Kerstin Murano
Hessischer Rundfunk

Sachsen
Dr. Nadin Riedl
Leipziger Verkehrsbetriebe
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter aus Bayern

Veröffentlicht am: 17.06.2022
Ein Interview mit Manuel Karger der DEGEN GmbH & Co. KG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Bayern sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Manuel Karger der DEGEN GmbH & Co. KG. Als Chief Transformation Officer setzt er sich in der digitalen Bildung für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter bei der DEGEN GmbH & Co. KG ein.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… es für mich wichtig ist, Menschen in Notlagen zu helfen und jedem Menschen die Möglichkeiten zu geben, sich zu verwirklichen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist…
… wenn man sieht, wie die Freude der Personen wieder ins Gesicht zurück kommt, da haben wir alles richtig gemacht und das würde ich gerne auch in Zukunft weiter so sehen. Die Dankbarkeit der Personen ist einfach so eine große Anerkennung.
Schwierig war bei uns zunächst…
… die Verständigung. Sie ist immer erst einmal das Thema, aber dafür gibt es immer Lösungen.
Den Betrieben in Bayern gebe ich mit…
… dass es für jeden eine Chance ist, Menschen zu begeistern und man bekommt es dankbar zurück. Wir können es nur empfehlen.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin aus Berlin

Veröffentlicht am: 21.06.2022
Ein Interview mit Heike Streubel der Gegenbauer Services GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Berlin sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Heike Streubel. Für die Unternehmensgruppe Gegenbauer ist sie die Integrationsbeauftragte.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… ich seit 2015 mit geflüchteten Menschen zusammenarbeite. Die ersten Jahre in der Begleitung und Vermittlung von diesen Menschen in die Unternehmen und später im Unternehmen Gegenbauer in der Begleitung und Unterstützung aus der Sicht des Unternehmens. Dabei habe ich so viel Motivation, Energie und Durchhaltevermögen gespürt und erlebt, dass ich diesen Personen mein Knowhow zur Verfügung stelle, um sie dabei zu unterstützen, hier in Deutschland eine neue Heimat aufzubauen und ihnen eine adäquate Arbeit anbieten zu können.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist, …
… die Bereitschaft, sich hier auf ein neues Leben einzulassen und das Alte nicht zu vergessen. Die vielen Lebensgeschichten, die ich hören durfte, haben bei mir ein Verständnis entwickelt, was es heißt, ein Leben unter diesen Umständen aufzugeben und nicht daran zu zerbrechen. Genau diese Stärke und Bereitschaft ist so wertvoll für unser Unternehmen.
Schwierig war bei uns zunächst …
… die grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Viele Kollegen und Mitarbeiter haben sich im Unternehmen Gegenbauer engagiert und viel erreicht. Heute habe wir auf diverse Fragestellungen Antworten gefunden und bieten Unterstützungsprogramme für das Miteinander an.
Den Betrieben in Berlin gebe ich mit,…
… sich auf Gespräche mit Menschen mit Fluchthintergrund einzulassen. Sie werden schnell erkennen, was für ein Gewinn sie sind. Seien Sie offen und sehen Sie genau hin, wo die Kompetenzen dieser Personen liegen und setzen Sie sie gewinnbringend für sich und auch für die Bewerber ein. Sie werden es nicht bereuen.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus Brandenburg

Veröffentlicht am: 23.06.2022
Ein Interview mit Marie Sophie Lafrentz der Gexx aeroSol GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Brandenburg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Marie Sophie Lafrentz der Gexx aeroSol GmbH. Als Geschäftsführende Gesellschafterin setzt sie sich für die Integration Geflüchteter im Betrieb ein.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… es gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wichtig ist, dass wir Geflüchteten einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bieten. Wir tun genau das und die unterschiedlichen Ideen, Sichtweisen und Kompetenzen unser Kolleg*innen aus aller Welt haben maßgeblich zu unserem Unternehmenserfolg beigetragen. Integration hat bei uns im Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert und das möchten wir gern nach außen zeigen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist, …
… zu sehen, wie wir ein dynamisches und buntes Team aufbauen konnten, das mittlerweile sehr erfolgreich zusammenarbeitet. Ein großer Erfolg, über den ich mich persönlich sehr freue, ist, dass unsere erste Auszubildende mit Fluchthintergrund gerade ihre Abschlussprüfung zur Kauffrau für Büromanagement erfolgreich bestanden hat und nun bei uns in Festanstellung im Accounting beginnt. So sieht für mich gelungene Integration aus.
Schwierig war bei uns zunächst …
… den Dschungel an behördlichen Prozessen zu durchblicken, der leider mit der Beschäftigung von Geflüchteten zusammenhängt. Hier kam einiges auf uns zu, aber das konnten wir lösen, indem wir intensiv mit „LDS integriert – in Ausbildung und Arbeit“ zusammen arbeiten. Unser großer Dank gilt den Kolleg*innen von LDS integriert und auch den vielen Sozialarbeiter*innen sowie Freiwilligen, die jeden Tag Menschen aus Asyl und Flucht betreuen, begleiten, Sprachbarrieren einreißen und Türen und Tore öffnen, um die Integration in die Gesellschaft und Arbeitswelt zu ermöglichen.
Den Betrieben in Brandenburg gebe ich mit…
, … dass man sich nicht von der Bürokratie abschrecken lassen sollte. Die Vorteile, die ein facettenreiches und starkes Team aus aller Welt hat, überwiegen bei Weitem. Bei einer gelungenen Integration kann das Team gemeinsam wachsen und ist damit für eine erfolgreiche Zukunft in aller erster Startposition.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter aus Bremen

Veröffentlicht am: 21.06.2022
Ein Interview mit Norman Breitling von der Brandfisher Werbeagentur
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Bremen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Norman Breitling. Für die Brandfisher Werbeagentur betreut er die Geflüchteten im Betrieb.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… ich in Bremen Vorurteile abbauen und als gutes Beispiel vorgehen möchte. Ich will Unternehmen zeigen, wie fruchtbar die Zusammenarbeit mit Geflüchteten sein kann.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist es, …
… die Veränderung mitzuerleben und zu sehen, wie alle im Team ihren Blick gewandelt haben. Wir haben gelernt, dass interkulturelle und diverse Teams erfolgreicher sind, weil sie intensiver zusammenarbeiten, voneinander lernen und neue Strukturen entwickeln. Diese Transformation ist ein WIN-WIN für alle Seiten.
Schwierig war bei uns zunächst …
… uns auf Sprachdefizite einzustellen und Workflows entsprechend anzupassen, aber das konnten wir lösen, indem wir Sprachunterricht im Unternehmen eingeführt haben. Was wir anfänglich mit Geduld und „einfacher Sprache“ erreicht haben, ist mittlerweile keine Thema mehr bei uns. Im Onboarding haben uns hier die Willkommenslotsen richtig gut unterstützt.
Den Betrieben in Bremen gebe ich mit,…
… sich auf die Reise einzulassen. Wir hatten keine Rückschläge, sondern nur Herausforderungen, bei denen wir jedes Mal mit Wachstum belohnt wurden. Sowohl persönlich als auch unternehmerisch ist die Zusammenarbeit mit Geflüchteten immer ein Gewinn gewesen. Wir helfen Euch gerne bei Fragen und mit Antworten. Sprecht uns einfach an (0421-1725292 / n.breitling@brandfisher.de).
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin aus Hamburg

Veröffentlicht am: 21.06.2022
Ein Interview mit Mignon Kashani vom Hotel Reichshof Hamburg
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Hamburg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Mignon Kashani vom Hotel Reichshof Hamburg. Als Executive Assistant Manager setzt sie sich insbesondere für geflüchtete MitarbeiterInnen ein.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… ich der festen Überzeugung bin, dass durch eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Fluchthintergrund in einem Unternehmen, die wertvolle kulturelle Vielfalt eine echte Chance bieten kann! Unternehmen, die eine gemeinschaftliche Willkommenskultur pflegen und das Diversity Management anwenden, erfreuen sich an einem positiven Image als ein modernes und aufgeschlossenes Unternehmen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist…
… zu sehen wie fleißig, ehrgeizig und motiviert die jungen Menschen mit Fluchthintergrund in ihrer Ausbildung sind, so anpassungsfähig, höflich und wertschätzend. Diese Menschen so wie eine zweiten Familie zu begleiten und ihnen Vertrauen zu schenken, respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgehen, bereichert nicht nur mich in meinem täglichen Schaffen, sondern das komplette Team des Unternehmens. Ein ganz wichtiger Teil ist und bleibt, sich gut zu vernetzen. Sich Kontakte aufbauen zu sämtlichen Institutionen wie z.B. Welcome Center Hamburg, Arbeitsagenturen, Berufsschulen , Handelskammer , Kooperationspartner wie z.B. die Joblinge und ganz wichtig das NETZWERK und viele mehr.
Schwierig war bei uns zunächst …
… die Sprachbarriere und rauszufinden, welche Arbeitsbereiche im Unternehmen am besten zu der jeweiligen Person passen könnten. Bezüglich der Sprachbarriere haben wir angefangen, einmal wöchentlich einen Deutschkurs im Haus mit fachspezifischem Vokabular für den täglichen Gebrauch anzubieten. Auch in der Ausbildung hat sich eine tolle Kooperation mit Koala-hamburg.de bewährt, die unseren Azubis gezielt schulischen Nachhilfeunterricht anbieten. Für den Kompetenzcheck haben wir intern ein tolles Programm entwickelt, wo die Teilnehmer täglich in einem anderen Arbeitsbereich eingesetzt werden und die jeweiligen Teams zum Ende hin wichtiges Feedback geben. Natürlich bedeutet dies einen gewissen Mehraufwand für die einzelnen Abteilungen, diesen Personen noch zusätzlich Einblicke zu geben. Aber so lange das gesamte Team dahintersteht und einen Mehrwert darin sieht, ist alles möglich!
Den Betrieben in Hamburg gebe ich mit:
Es ist wichtig, sich ein Netzwerk aufzubauen, sich mit anderen Unternehmen auszutauschen und voneinander zu lernen. NUiF bietet Ihnen dafür alles: Erfahrungsaustausch und Best-Pratice-Beispiele. Haben Sie immer ein offenes Ohr, führen Sie aufrichtige Gespräche mit gegenseitiger Wertschätzung und klar definierten Regeln. Diese bringen Erkenntnis und schaffen eine gesunde Vertrauensbasis auf beiden Seiten. Bei uns wird offene und respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe erfolgreich gelebt.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin aus Mecklenburg-Vorpommern

Veröffentlicht am: 07.07.2022
Ein Interview mit Angelika Bieske
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Mecklenburg-Vorpommern sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Angelika Bieske von der BARMER. Sie setzt sich dort als Geschäftsführerin in Rostock für die Integration Geflüchteter ein.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… Vielfalt in der Arbeitswelt, Teams und Unternehmen unglaublich bereichern. Die Freude und Dankbarkeit, die einem entgegenschlägt, machen mich selbst sehr glücklich. Und dieses Gefühl will ich mit möglichst vielen Unternehmen in unserem wunderschönen Bundesland teilen. Das schon sehr gute Netzwerk, welches hier in Mecklenburg-Vorpommern bereits existiert, möchte ich dabei noch bekannter machen und mit voller Kraft in die Unternehmen, aber auch verschiedenen Communities tragen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund:
Das kann ich so gar nicht sagen, denn es gibt verschiedene Dinge, die mich sehr freuen. Zum einen erlebe ich in meiner täglichen Arbeit viele öffentliche Behörden, Sozialverbände und Vereine sowie Ehrenamtler, die unbürokratisch und schnell über das Schema F hinaus helfen; einfach, weil es ihnen ein Bedürfnis ist. Zum anderen ist es dieser eine bestimmte Ausdruck bei den Geflüchteten selbst, wenn man helfen konnte, der unbeschreiblich ist und mich und mein Team erfüllt.
Schwierig waren bei uns zunächst …
… so manche Einzelschicksale der Geflüchteten zu erfahren. Aber (gute) Arbeit und damit verbundene neue Deutschkenntnisse und ein neues, anderes Sozialleben geben oftmals Halt und Perspektive: Das spendet Kraft und motiviert.
Den Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern gebe ich mit…
… dass Internationale zu beschäftigen ein unglaublicher Gewinn für das Unternehmen ist. Natürlich ist es kein Selbstläufer, aber wir haben tolle, funktionierende Strukturen in unserem Bundesland. Und die sollten wir nutzen!
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Niedersachsen

Veröffentlicht am: 21.06.2022
Ein Interview mit Ulrich Temps von der temps GmbH – Malereibetriebe
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Niedersachsen sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Ulrich Temps von der temps GmbH – Malereibetriebe. Rund 450 Mitarbeiter aus über 30 Ländern sind der Motor des Unternehmens und tragen maßgeblich zum Erfolg der temps-Unternehmensgruppe bei.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… wir zeigen möchten, dass die Integration von Geflüchteten nicht nur gelingen kann, sondern auch einen großen Mehrwert für Unternehmen bietet. Nicht nur, dass auf diese Weise dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Es sind vor allem die unterschiedlichen Blickwinkel, Eigenschaften und kulturellen Prägungen, die unseren Unternehmenserfolg ausmachen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist, …
… die sehr große Motivation und die Zielstrebigkeit, mit der die gemeinsam formulierten Ziele verfolgt werden.
Schwierig war bei uns zunächst …
… die sprachlichen Barrieren der jungen Geflüchteten, aber das konnten wir lösen, indem wir zwei pensionierte Gymnasiallehrer eingestellt haben, die sich im Rahmen von Ausbildung+ darum kümmern, gegebenenfalls vorhandene Defizite der Auszubildenden in Deutsch, Mathe, Politik und Fachtheorie abzubauen.
Den Betrieben in Niedersachsen gebe ich mit:
Seien Sie mutig und fangen Sie einfach an. Auch wenn die Ausbildung von Geflüchteten mit einem Mehraufwand verbunden ist, überwiegt der Nutzen den Aufwand bei Weitem.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin aus Nordrhein-Westfalen

Veröffentlicht am: 04.07.2022
Ein Interview mit Annette Mock der Deutschen Post DHL Group
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Nordrhein-Westfalen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Annette Mock der Deutschen Post DHL Group. Sie ist die erste Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um die Ausbildung von Geflüchteten bei der Deutschen Post DHL Group.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… ich seit 2015 mit der Initiative zur Flüchtlingshilfe von der Deutsche Post AG viel bewegen konnte und wir als Unternehmen vielen Geflüchteten eine berufliche Perspektive eröffnen konnten. Es ist mir wichtig, die Erfahrungen zu teilen und Netzwerke zu bilden, denn gemeinsam lässt sich noch mehr bewegen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist …
… die Diversität und die Vielfalt an Kenntnissen, Erfahrungen, die mit ins Unternehmen einfließen kann. Nicht vergessen möchte ich auch die Dankbarkeit, wenn gemeinsame Lösungen gefunden werden und das erfüllende Gefühl, für jeden Einzelnen einem Geflüchteten eine Perspektive auf ein neues selbst bestimmtes Leben geben zu können.
Schwierig waren bei uns zunächst…
… die Koordinierung der großen Hilfsbereitschaft und die Kanalisierung in wirkungsorientierte Maßnahmen, insbesondere im Hinblick darauf, dass wir ja einen deutschlandweiten Fokus haben. Das konnten wir lösen, indem wir uns diversen Netzwerken angeschlossen, eigene Netzwerke aufgebaut und regelmäßig den Austausch zu den diversen Stakeholdern im Kontext Integration von Geflüchteten gehalten haben.
Den Betrieben in Nordrhein-Westfalen gebe ich mit…
…, dass es sich lohnt, sich Chancen zu eröffnen. Durch eine multinationale Belegschaft eröffnen sich in vielerlei Hinsicht neue Möglichkeiten. Offenheit und Austausch öffnet einem so manche Tür, die den Weg zur Integration dann freigibt.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter aus Rheinland-Pfalz

Veröffentlicht am: 21.06.2022
Ein Interview mit Markus Kowalik der creatio GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Rheinland-Pfalz sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Markus Kowalik der creatio GmbH. Er ist dort Leiter des Personal- und Integrationsmanagements und betreut u.a. ArbeitnehmerInnen mit Fluchthintergrund.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… wir als Unternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung haben, geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und weil wir darauf angewiesen sind, deren Potenziale zu nutzen und zu entwickeln. Dies geht am besten im Netzwerk mit möglichst vielen Akteuren aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen. Ich möchte meine Erfahrungen teilen und so einen kleinen Beitrag leisten, damit Integration funktioniert. Und ich möchte konkret die Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter*innen mit Fluchthintergrund verbessern.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten war …
… die Begleitung eines Geflüchteten aus Eritrea, die nach einer langen Vorbereitung über mehrere Jahre in eine erfolgreiche Anerkennung als Pflegefachkraft mündete.
Schwierig war bei uns zunächst …
… die bürokratischen Hürden zu verstehen und zu nehmen. Es sind viele Schritte nötig, damit ein geflüchteter Mensch sich eine Existenz bei uns aufbauen kann; angefangen vom Erwerb der Sprache über den Zugang zu Aus- und Weiterbildung bis hin zur Anerkennung eines Abschlusses aus dem Heimatland. Es ist auch für uns nicht immer einfach, hier den Durchblick zu behalten, die einzelnen Schritte richtig zu planen und alles „unter einen Hut zu bringen“. Wir konnten aber einen Großteil der Schwierigkeiten bisher lösen, indem wir uns ein Netzwerk aufgebaut haben, auf das wir bei fast allen Fragen zurückgreifen konnten. Mittlerweile können wir vieles selbst organisieren und Probleme lösen – wir haben bei jeder individuellen Situation dazu gelernt. Natürlich gibt es aber auch für uns noch ungelöste Fragen, z.B. bei der Familienzusammenführung oder wenn fehlende Dokumente aus dem Heimatland die Aufnahme einer Ausbildung verhindern.
Den Betrieben in Rheinland-Pfalz gebe ich mit …
… dass es sich in vielerlei Hinsicht lohnt, geflüchtete Menschen zu integrieren, auch wenn der Weg dorthin nicht immer einfach ist. Man braucht eine gewisse Frustrationstoleranz, Geduld, Kreativität und Improvisationstalent. Wenn Integration gelingt, ist dies für alle Beteiligten enorm bereichernd und ein großes Glück. Ich finde es noch wichtig, dass Betriebe darauf achten und auch Maßnahmen ergreifen, dass Menschen aus dem Ausland – ob geflüchtet oder zum Arbeiten eingewandert – nicht nur bei uns arbeiten, sondern auch gut leben und Wurzeln schlagen können. Dann kommt es auch zu einer dauerhaften und möglichst langfristigen Beschäftigung.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin aus Sachsen-Anhalt

Veröffentlicht am: 21.06.2022
Ein Interview mit Luisa Ruppenthal von der Relaxdays GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Sachsen-Anhalt sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Luisa Ruppenthal. Im Personalmanagement der Relaxdays GmbH setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ein.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… wir innerhalb unseres Unternehmens tolle Erfahrungen bei der Integration von Geflüchteten gemacht haben und das Netzwerk als Chance sehen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Fluchthintergrund eine Stimme zu geben. Wir haben das Gefühl, dass alle Mitgliedsunternehmen von einem beiderseitigen Austausch profitieren können.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist, …
… die Offenheit für uns als Unternehmen, als auch das große Engagement der Geflüchteten. Die kulturelle Vielfalt bereichert das gesamte Miteinander.
Schwierig war bei uns zunächst, …
… tatsächlich die Sprachbarriere. Glücklicherweise ist die Sprachvielfalt in unserem Unternehmen recht hoch, sodass wir mit etwas Improvisation auch interne Dokumente, Richtlinien und Hinweise übersetzen konnten. Heute haben wir den Vorteil, dass sich Geflüchtete leichter bei uns integrieren, da wir bereits Menschen mit vergleichbaren Fluchterfahrungen beschäftigen.
Den Betrieben in Sachsen-Anhalt gebe ich mit, …
… offen zu sein und Menschen mit Fluchthintergrund trotz der anfänglichen Sprachbarrieren als Bereicherung für die gesamte Unternehmenskultur zu sehen.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter aus Schleswig-Holstein

Veröffentlicht am: 11.07.2022
Ein Interview mit Martin Enkelmann der Activ Marine GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Schleswig-Holstein sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Martin Enkelmann. Er ist Geschäftsführer der Activ Marine GmbH und setzt sich seit einigen Jahren für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ein.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… ich auch Marsmenschen eine Chance geben würde, wenn Sie den Willen und die grundsätzlichen fachlichen Anlagen haben. „Geflüchtet“ ist für uns keine Kategorie – wenn die Menschen, ganz egal welcher Herkunft und Bildung, bereit sind, Leistung zu zeigen, sind wir bereit, Chancen zu geben.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist…
… die eigenen Vorurteile widerlegt zu sehen. Unser erster Auszubildende mit Fluchthintergrund hat bei uns zwei Ausbildungen sehr erfolgreich abgeschlossen und leitet als Obermonteur komplexe Baustellen.
Schwierig war bei uns zunächst:
… tatsächlich wenig. Die Zusammenarbeit mit allen Institutionen wie IHK, Handwerkskammer, Schule, Stadt Flensburg und Agentur für Arbeit war von Anfang an sehr gut. Zumindest in Flensburg ist die Zusammenarbeit top.
Den Betrieben in Schleswig-Holstein gebe ich mit:
Lassen Sie sich nicht von eventuellen Sprachbarrieren abschrecken. Nach drei Jahren Ausbildung und etwas Unterstützung hat sich die „Barriere“ in der Regel egalisiert – der Mehraufwand durch Sprachkurse ist vergleichsweise überschaubar und generiert in der Regel höhere Bindungskräfte der Mitarbeiter mit Ihrem Unternehmen.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter aus Thüringen

Veröffentlicht am: 27.07.2022
Ein Interview mit Markus Hodermann von der BARMER
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im vierten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „RegionalbotschafterIn“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Experten, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere RegionalbotschafterInnen vorstellen.
Für Thüringen sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Markus Hodermann von der BARMER. Er ist als Geschäftsführer des Standortes Erfurt der erste Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Ausbildung von Geflüchteten.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… ich in meiner Funktion einen gewinnbringenden Beitrag zur Vernetzung leisten kann. Dabei handelt es sich zum einen um fachliche Prozesse und das Zusammenbringen von Arbeitgebern, Behörden, Institutionen und sozialen Stellen. Zum anderen aber auch zum Gelingen des Onboardings im Unternehmen. Wir integrieren Menschen, die nicht mit dem priorisierten Ziel nach Deutschland gekommen sind, zu arbeiten, sondern Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben worden. Dies ist ein wichtiger Blickwinkel bei der Frage, wie Integration am Arbeitsplatz gelingen kann. Diese Frage bewegt zusätzlich zu den Themen Crossing Culture und Sprachbarrieren. Hier haben wir die Möglichkeit individueller und spezialisierter Lösungen, die allen Menschen helfen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Fluchthintergrund ist …
… das Gefühl, einem Menschen eine persönliche und berufliche Perspektive geben zu können. Dazu die Sinnhaftigkeit seiner Tätigkeit, die ihm persönlich Wertschätzung und das Gefühl gibt, gebraucht zu werden und ein wichtiger Teil des Unternehmens zu sein. Dies äußert sich in Dankbarkeit und gibt auch anderen Mitarbeitenden ein stolzes Gefühl am Arbeitsplatz. Die kulturelle Vielfalt und die Bedeutung menschlicher und persönlicher Eigenschaften sind zudem immer ein Gewinn.
Schwierig waren bei uns zunächst…
… die Konfrontation mit den persönlichen Schicksalen, vor allem in den Erstaufnahmestellen. Generell spürt man die Belastungen in nahezu jedem Kontakt. Die Koordination und Strukturierung beginnend mit der Organisation von Unterkünften bis hin zur Überführung in unsere sozialen Systeme sind eine große Herausforderung.
Den Betrieben in Thüringen gebe ich mit…
…, dass die Beschäftigung internationaler Arbeitskräfte die Teams, die Unternehmen und die Arbeitswelt bereichern können. Es gibt bereits sehr gute Strukturen und Möglichkeiten in unserem Bundesland, die wir weiter ausbauen und gemeinsam noch besser nutzen können. Wir denken gemeinsam in Lösungen und arbeiten an steter Entwicklung. Wir sehen die Chance für die Menschen, und die Chance für die Unternehmen.
Lernen Sie hier alle Vorgänger*innen der diesjährigen Regionalbotschafter*innen kennen:
Sie möchten Ihre Erfahrungen auch mit dem NETZWERK teilen und im kommenden Jahr Regionalbotschafter*in werden?
Dann melden Sie sich gern unter: info@unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de
Sie haben generell Interesse an einem Erfahrungsaustausch in Ihrer Region? Dann schauen Sie am besten in unserem Termine nach, welche Veranstaltungen aktuell geplant sind. Nichts in Ihrer Nähe? Melden Sie sich gern bei uns und wir prüfen, ob wir bald zu Ihnen kommen: info@unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de
















