Befragung NETZWERK-Mitgliedsunternehmen

„Mittelstand übernimmt wichtige Rolle bei der betrieblichen Integration Geflüchteter“

NETZWERK hat Mitgliedsunternehmen befragt

 

20.02.2018. Unternehmen, die Geflüchtete beschäftigen, engagieren sich weit über das betriebliche Maß hinaus für Mitarbeiter mit Fluchthintergrund. Das ergab eine Befragung unter den Mitgliedsunternehmen des bundesweiten NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge. Drei Viertel der Mitglieder sind kleine und mittlere Unternehmen. Fast 60 Prozent der Umfrageteilnehmer unterstützen ihre Mitarbeiter bei Behördengängen. Jeder zweite Arbeitgeber hilft bei der Wohnungssuche, dem Spracherwerb oder organisiert Nachhilfeunterricht für die Berufsschule.

 

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Die betriebliche Integration von Geflüchteten ist und bleibt eine große Aufgabe. Insbesondere zahlreiche mittelständische Betriebe unseres NETZWERKs leisten hier jeden Tag Großes und engagieren sich tatkräftig, um Geflüchtete in den Betrieb zu integrieren. Wir begrüßen das und unterstützen die Unternehmen dabei, denn Arbeit und Sprache sind die Basis für eine erfolgreiche Integration.“

 

Bei der Befragung haben 30 Prozent der Arbeitgeber mangelnde Sprachkenntnisse als sehr schwierige Herausforderung bei der betrieblichen Integration benannt. Zugleich sagen 50 Prozent, dass sie die sprachlichen Hürden überwinden können. Als sehr schwierige Herausforderungen gaben 42 Prozent Verfahren und Vorschriften beim Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten an, 39 Prozent Unsicherheiten bei der Personalplanung wegen drohender Abschiebung.

 

DIHK-Präsident Eric Schweitzer betont: „Besonders wichtig für die Unternehmen sind Planungs- und Rechtssicherheit. Die Integration Geflüchteter wird erst dauerhaft erfolgreich sein, wenn die Betriebe auch langfristig mit ihren neuen Mitarbeitern planen können.“

 

Befragung NETZWERK-Mitgliedsunternehmen

 

Bei der Befragung im Dezember 2017 haben von den zu diesem Zeitpunkt 1.630 Mitgliedsunternehmen 320 teilgenommen. Knapp die Hälfte von ihnen bildet Menschen mit Fluchthintergrund aus. Bei der Mitgliederbefragung 2016 war es erst jedes dritte Unternehmen. Zudem bereitet gut ein Viertel Geflüchtete im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung auf die Ausbildung vor. Während im Jahr 2016 11 Prozent Fach- und Führungskräfte mit Fluchthintergrund beschäftigten, waren es Ende des Jahres 2017 bereits 20 Prozent.

 

Die ausführlichen Ergebnisse können Sie hier herunterladen.