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Tipps für den Erfolg in der Berufsschule

Weiter geht es mit: Bilas Sawas Zein, Sachbearbeiter für Zeitwirtschaft bei der Deutschen Post DHL Group

1. Herr Zein, für welche Ausbildung haben Sie sich entschieden und wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?

Ich habe zwei Ausbildungen absolviert. Zuerst die Ausbildung zur FKEP (Fachkraft für Kurier und Postdienstleistungen) und im Anschluss die KKEP-Ausbildung (Kaufmann für Kurier, Express und Postdienstleistungen). Bei der zweiten Ausbildung konnte ich an der KKEP-Prüfung als Vorzieher teilnehmen, weil ich die Ausbildung durch gute Noten im Unterricht verkürzen konnte. Die zweite Ausbildung habe ich diesen Januar erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen bin ich als Sachbearbeiter für Zeitwirtschaft bei der Deutschen Post DHL Group angestellt. Ich bin zufällig auf die erste Ausbildungsstelle aufmerksam geworden. Dass Auszubildende gesucht werden, habe ich auf Facebook gesehen und mich dann online beworben.

2. Was waren die größten Herausforderungen in der Berufsschule für Sie als Azubi?

Ich habe meine erste Ausbildung 2018 gestartet. 2016 bin ich in Deutschland angekommen und nach zwei Jahren war mein Deutsch noch nicht so gut. Ich hatte anfangs auch etwas Schwierigkeiten mit den Postbegriffen. Die sind manchmal sehr speziell und schwierig zu merken. Aber nach ein paar Monaten war das eigentlich auch kein großes Problem mehr. Ich war fokussiert und konnte dann die Ausbildung sogar als bester Auszubildender meines Jahrgangs in der IHK Darmstadt absolvieren. Aufgrund meiner guten Noten in der ersten Ausbildung konnte ich auch die zweite Ausbildung zum KKEP anfangen. Die war deutlich schwieriger für mich, vor allem die kaufmännischen Begriffe zu lernen und den Unterrichtsstoff für das Thema Buchhaltung. Ich bin aber drangeblieben und konnte die Ausbildung dieses Jahr beenden.

3. Welche Tipps haben Sie für andere Azubis, damit sie in der Berufsschule erfolgreich sind?

Die Sprache richtig lernen! Sie ist einfach eine sehr wichtige Basis für viele Dinge. Daher hatte ich zu Beginn auch viel Kontakt mit deutschen Muttersprachlern. Ich habe versucht die Sprache mehr im Alltag zu verwenden. Ich wollte an den Angeboten der Gesellschaft teilhaben und dafür ist die Sprache entscheidend. Deswegen habe ich am Anfang viel Wert darauf gelegt viel Deutsch mit meinen Nachbarn und Kollegen und Kolleginnen zu sprechen. Außerdem hatte ich vor meinem Ausbildungsbeginn einen Mini-Job. Das hat mir im Nachhinein sehr geholfen. Denn ich konnte dort schon erste Erfahrungen sammeln, wie die deutsche Arbeitswelt funktioniert. Ich wurde mit der Zeit immer besser in Deutsch und dadurch wurden die Prüfungen lösbarer.

4. Wie haben Sie sich auf die Prüfungen vorbereitet und was hat Ihnen besonders geholfen?

Ich habe mit meinen Mitschülern und Mitschülerinnen eine Lerngruppe in der Klasse gebildet. Wir haben uns regelmäßig getroffen und den Unterrichtsstoff oder die Hausaufgaben besprochen. Das war eine gute Vorbereitung auf die Prüfungen. Es hilft, sich mit den anderen auszutauschen. Man hört andere Meinungen zu einem Thema und bekommt dadurch mit, wie die anderen das Problem lösen würden. Ideen, auf die man allein zum Beispiel nicht gekommen wäre. Zudem habe ich viele, viele alte Prüfungen durchgearbeitet. Das kann ich auch nur empfehlen. Dann weiß man, wie die Prüfung aufgebaut sein wird und wie viel Zeit ich für die einzelnen Aufgaben ungefähr benötigen werde.

Vielen Dank für das Interview und die guten Tipps, Herr Zein!

Noch nicht genug? Weitere Interviews mit Azubis gibt es übrigens hier.

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