4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus dem Saarland

Ein Interview mit Ulrike Ingram vom Wohnpark Katharina von Bora
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im siebten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für das Saarland sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Ulrike Ingram. Als Einrichtungsleiterin des Wohnpark Katharina von Bora setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil …
… die Integration von Menschen für mich ein Herzensthema ist. Die tägliche Arbeit ist die Wurzel für Integration. Arbeit sorgt für Einkommen und gleichzeitig für Anerkennung und Stolz. Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte für die tägliche Pflege und Betreuung der uns anvertrauten Bewohnerinnen und Bewohner.
Mein Wissen und Erfahrungen möchte ich sehr gerne mit Anderen teilen. Denn Wissen macht stark.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund ist, …
… die Zusammenarbeit mit Menschen aus verschiedenen Kulturen, Religionen und Sprachen und deren tägliche Bereicherung. Ich sehe täglich ein Team, das zusammenwächst und sich unterstützt. Besonders für Frauen ist Flucht und Vertreibung mit sehr viel Leid verbunden. Frauen zu begleiten, zu stärken und beruflich wachsen zu sehen, ist einfach nur toll.
Schwierig war bei uns zunächst …
… die verschiedenen Behördengänge zu sehen. Da musste ich mich zuerst hineinarbeiten. Ebenso war die Wohnraumbeschaffung nicht einfach. Jedoch, wir sind ein tolles und starkes Team, das zusammenhält. Gemeinsam haben wir es geschafft und arbeiten täglich an einer Verbesserung
Den Betrieben im Saarland gebe ich mit:
Die Arbeitswelt in der Pflege steht vor großen Veränderungen. Ohne unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen werden wir in den nächsten Jahren Patienten und Bewohner nicht mehr gut versorgen können. Es ist daher wichtig, Menschen mit Migrationshintergrund die Hand zu reichen und optimistisch in die Zukunft zu sehen.

