4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Sachsen-Anhalt

Veröffentlicht am: 04.09.2025
Ein Interview mit Robin Karg von der BBE-Vertriebsgesellschaft mbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im siebten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Sachsen-Anhalt sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Robin Karg. Als Assistent der Geschäftsleitung setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zugewanderten ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… die Integration von Geflüchteten für uns entscheidend ist. Wir haben einen großen Fachkräftemangel, ohne Zuwanderung geht es nicht mehr. Gleichzeitig haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und gesehen, wie wertvoll diese Mitarbeitenden für unser Team sind.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist:
Ein junger Afghane kam 2016 zu uns und wurde in eine Station mit einem erfahrenen Team (2 Personen, die zu diesem Zeitpunkt über 10 Jahre zusammengearbeitet haben) integriert. Die Kollegen haben ihn offen aufgenommen und ausgebildet. Heute, ca. 9 Jahre später, ist er Vorarbeiter auf genau dieser Station und genauso gut wie seine beiden Vorgänger, die inzwischen in Rente sind. Ein Kunde hat sogar schon versucht, ihn abzuwerben, weil er so begeistert von ihm ist!
Schwierig war bei uns zunächst …
… die Sprachbarriere. Unsere Mitarbeitenden sprechen kein Englisch, also mussten wir gemeinsam Wege finden. Viel Deutsch im Alltag, Sprachkurse, Vormachen und notfalls auch Kommunikation mit Händen und Füßen, so haben wir es geschafft.
Den Betrieben in Sachsen-Anhalt gebe ich mit, …
… ein bisschen mehr Weltoffenheit und Toleranz. Das ist keine Wohltätigkeit, sondern schlichtweg notwendig, wenn man sein Geschäftsmodell zukunftssicher aufstellen will.

