Regionalbotschafter
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Thüringen

Veröffentlicht am: 04.09.2025
Ein Interview mit Wolfgang Schlattmann von der Getzner Textil Weberei GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im siebten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Thüringen sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Wolfgang Schlattmann. Als Geschäftsführer der Getzner Textil Weberei Gera setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zugewanderten ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
… es für mich keine Rolle spielt, in welchem Land ein Mensch geboren und aufgewachsen ist, sondern nur seine Bereitschaft sich in unsere Unternehmensgemeinschaft zu integrieren und zur Wertschöpfung beizutragen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist, …
… dass sich die überwiegende Mehrzahl mit großem Engagement um Integration in das Team bemüht und es dadurch möglich ist, dass Menschen aus 15 Nationen produktiv und wertschätzend zusammenarbeiten.
Schwierig war bei uns zunächst, …
… dass die Migrantinnen und Migranten zumeist über geringe oder gar keine Sprachkenntnisse verfügten. Aber das konnten wir lösen, indem uns mehrsprachige Mitarbeitende als „Dolmetscher“ unterstützen und wir die Teilnahme an Sprachkursen fördern.
Den Betrieben in Thüringen gebe ich mit, …
… dass die Rekrutierung und Qualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur einen gesellschaftlichen Beitrag bedeuten, sondern für Unternehmen langfristig ein strategischer Wettbewerbsvorteil sein kann.
