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Regionalbotschafter    2025/26   Brandenburg

4 Fragen

an unsere Regionalbotschafterin
aus Brandenburg

Ein Interview mit Caroline Huch von der Huch GmbH Behälterbau und Verwaltungsgesellschaft

Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im siebten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

Für Brandenburg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Caroline Huch. Verantwortlich für die Bereich Personal, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit der Huch GmbH Behälterbau und Verwaltungsgesellschaft setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.


Ich bin Regionalbotschafterin, weil…

… wir als Familienunternehmen im Metallbehälterbau Verantwortung nicht nur für unsere Produkte, sondern vor allem für Menschen übernehmen. Bei der Huch GmbH erleben wir täglich, dass Integration in der Produktion gelingt, wenn handwerkliches Können, klare Strukturen und gegenseitiger Respekt aufeinandertreffen. Als Regionalbotschafterin möchte ich zeigen: Integration im gewerblichen Umfeld ist möglich – wenn man bereit ist, den entscheidenden Schritt mehr zu gehen.

Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist, …

…, wenn aus anfänglicher Zurückhaltung echtes Selbstvertrauen wird. Besonders beeindruckt hat uns ein junger Mann, der mit einem klaren Ziel vor Augen größtenteils zu Fuß aus Guinea nach Deutschland gekommen ist. Über ein Praktikum fand er den Einstieg bei uns, zeigte enormes handwerkliches Geschick und Durchhaltevermögen und schloss seine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker in der Regelausbildungszeit erfolgreich ab. Über Jahre war er ein fester, verlässlicher Teil unseres Teams.

Schwierig war bei uns zunächst…

… der Einstieg in unseren technisch geprägten Arbeitsalltag: Sprache, Sicherheitsvorschriften, Maschinenbedienung und der Umgang mit Kollegen und Kolleginnen – all das ist anfangs ungewohnt und teils überfordernd für die neue Person. Auch der Umgang mit Hierarchien oder weiblicher Führung war für manche neu. Dazu kamen bürokratische Hürden bei Aufenthaltstiteln und Ausbildungsanträgen. Wir haben diese Herausforderungen gelöst, indem wir bewusst Zeit für Einarbeitung eingeplant sowie praxisnahes Onboarding entwickelt und eingeführt haben. Persönliche Begleitung durch unsere Kolleginnen, einfache Sprache und gegenseitiges Vertrauen waren dabei entscheidend. Als Familienunternehmen bringen wir die notwendige Geduld mit – und ein Team, das Integration aktiv mitträgt.

Den Betrieben in Brandenburg gebe ich mit, dass …

… gerade im produzierenden Gewerbe enormes Potenzial für gelungene Integration steckt. Geflüchtete Menschen bringen handwerkliches Geschick, Lernbereitschaft und neue Perspektiven mit. Wer ihnen mit klarer Anleitung, einem unterstützenden Team und echter Offenheit begegnet, gewinnt nicht nur Mitarbeitende – sondern Zukunft. Trauen Sie sich – es lohnt sich!