Die Regionalbotschafter*innen 2023/24
Unsere Vorzeigeunternehmen für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten.

Die Idee der Regionalbotschafter*innen
Das Ziel des NETZWERKs ist es, so viele Betriebe wie möglich rund um die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu informieren. Um das zu erreichen und bundesweit Best Practices zu erarbeiten, sammelt das Projektteam des NETZWERKs die verschiedenen Herausforderungen und Erfahrungen der Mitgliedsunternehmen.
Um auch regionale Besonderheiten und Angebote einfließen zu lassen und sich hier noch stärker zu vernetzen, hat das NETZWERK Mitte 2019 erstmals Unternehmensvertreter*innen aus den jeweiligen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk aus engagierten Betrieben, das die Expertise an die Unternehmen in der Region weitergibt.
Nun wurde die sechste Runde der Regionalbotschafter*innen ausgewählt, die wir auf den folgenden Seiten vorstellen möchten.
Und der Titel für 2023/24 geht an…

Bayern
Jens Söldner
Söldner Consult
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Baden-Württemberg

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Gürkan Gür
vom Mercure Hotel Stuttgart City Center
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Baden-Württemberg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Gürkan Gür. Als General Manager beim Mercure Hotel Stuttgart City Center setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich meine Erfahrungen in der Integration von Flüchtlingen gerne an Interessenten und Unternehmen in Form von Best Practice Beispielen teilen will.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
dass ich unter anderem eine Ausbildungsduldung erzielen konnte und heute den beruflichen Werdegang einiger meiner Schützlinge aus der Ferne beobachten kann und darf.
Schwierig war bei uns zunächst
die Akzeptanz aller anderen Mitarbeiter*innen die Sprachbarrieren nicht als Problem zu sehen. Aber das konnten wir lösen, indem ich Überzeugungsarbeit geleistet habe, dass die Arbeitskraft und der Mensch vor den Sprachbarrieren stehen.
Den Betrieben in Baden-Württemberg gebe ich mit,
dass es besser ist einfach den Schritt zu wagen, statt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was alles schief gehen könnte. Am Ende wird man erkennen, dass es trotz Hürden funktioniert, mit Flüchtlingen eine wertvolle Fachkraft gewonnen zu haben.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Berlin

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Bernhard Wildt der Frisch & Faust Tiefbau GmbH
vom Mercure Hotel Stuttgart City Center
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Berlin sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Bernhard Wildt. Als Ausbildungskoordinator bei Frisch & Faust setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich mich mit der Akquise von Auszubildenden beschäftige. Davon ist ein großer Anteil Geflüchtete, die unter besonderen Bedingungen einzustellen sind. Da will ich von den Erfahrungen aus anderen Regionen profitieren, um das optimal Mögliche zu erreichen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
dass ein Auszubildender aus Afrika, der kaum Deutsch sprach, nach dem zweiten Anlauf den Facharbeiterabschluss bestanden hat und auf der Baustelle als sehr engagierter, fleißiger Mitarbeiter geschätzt wird.
Schwierig war bei uns zunächst
in erster Linie die Sprachbarriere, aber das konnten wir lösen, indem wir mit unserem Lehrbauhof und der Berufsschule zusammen mit ARRIVO Berlin eine sprachfördernde Klasse eingerichtet haben.
Den Betrieben in Berlin gebe ich mit,
sich von anfänglichen Sprachschwierigkeiten nicht abschrecken zu lassen. Es gibt viele Hilfsangebote. Die Zusammenarbeit mit ARRIVO Berlin ist zu empfehlen.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Brandenburg

Veröffentlicht am: 18.10.2023
Ein Interview mit Jan von Donat der KHG GmbH & Co. KG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Brandenburg sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Jan von Donat. In der Geschäftsleitung bei der KHG GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Im September 2023 hat das neue Ausbildungsjahr im Tochterunternehmen Translogistik Waltersdorf Service GmbH & Co. KG mit 22 Azubis begonnen, davon hatten 2/3 keinen deutschen Hintergrund. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich mit positivem Beispiel vorangehen will – die Integration von Flüchtlingen ist eine wichtige Aufgabe für unsere Gesellschaft und bietet allen Beteiligten eine große Chance.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
Flüchtlinge vom ersten Tag (ohne große Sprachkenntnisse) bis hin zum/zur Facharbeiter*in entwickeln zu können. Die Freude in den Gesichtern der neuen Facharbeiter*innen zu sehen ist unbezahlbar.
Schwierig war bei uns zunächst
die Rahmenbedingungen zu schaffen, aber das konnten wir lösen, indem wir alle Mitarbeiter*innen informiert, eingebunden und den Integrationsprozess begleitet haben.
Den Betrieben in Brandenburg gebe ich mit:
Flüchtlinge haben einen besonderen Antrieb und können ein Lösungsweg auf den Fachkräftemangel in unserer Region sein. Jeder Betrieb sollte seinen möglichen Beitrag leisten.
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an unseren Regionalbotschafter
aus Bremen

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Michael Guttrof der ZECH Logistics GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Bremen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Michael Guttrof. Als Geschäftsführer der ZECH Logistics GmbH setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich es für elementar wichtig erachte, für Menschen mit Fluchthintergrund eine Willkommenskultur zu schaffen und sie zu den dringend benötigten Fachkräften auszubilden, bzw. einzusetzen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
vielfältig und insofern nicht anhand nur eines Beispiels festzumachen.
Schwierig war bei uns zunächst
die Bereitstellung von entsprechenden Ressourcen, aber das konnten wir lösen, indem wir intern aufgeklärt und die Bedeutung für das Unternehmen dargelegt haben.
Den Betrieben in Bremen gebe ich mit,
dass es an den jeweiligen Führungskräften ist, mit gutem Beispiel voranzugehen und Strukturen zu schaffen, welche die Integration von Menschen mit Fluchthintergrund ermöglicht.
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an unseren Regionalbotschafter
aus Hamburg

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Fabian Holtkamp vom ARCOTEL Rubin Hamburg
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Hamburg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Fabian Holtkamp. Als Resident Manager beim ARCOTEL Rubin Hamburg setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich der festen Überzeugung bin, dass eine erfolgreiche Integration in der Hotellerie und Gastronomie bestens funktionieren kann. Es freut mich jeden Tag aufs Neue zu sehen, wie fleißig und motiviert gearbeitet wird. Hierfür steht Wertschätzung, Vertrauen und Respekt an erster Stelle. Des Weiteren ist eine gute Vernetzung für sämtliche Ansprechpartner*innen sehr wichtig, um stets auf dem neusten Stand zu sein.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
die tägliche Motivation und der Ehrgeiz, um sich in das bestehende Team zu integrieren. Weiterhin macht es mich es glücklich zu sehen, welche Dankbarkeit und Freude einem entgegengebracht wird.
Schwierig war bei uns zunächst
die Sprachbarriere, aber das konnten wir lösen, indem wir uns Zeit genommen und wir uns zu 100% auf unser Gegenüber eingelassen haben. Ebenfalls sollte man im engen Kontakt bleiben, um den Dienstplan so anzupassen, dass Sprachkurse besucht werden können.
Den Betrieben in Hamburg gebe ich mit,
dass eine Integration von geflüchteten Menschen nach der behördlichen Hürde teils einfacher funktioniert, als man es sich vorstellt. Ich würde mich sehr freuen, wenn mehr Betriebe geflüchteten Menschen eine Perspektive geben.
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an unsere Regionalbotschafterin
aus Hessen

Veröffentlicht am: 16.10.2023
Ein Interview mit Nicole v. Alvensleben von Stitch by Stitch e.V.
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Hessen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Nicole v. Alvensleben. Bei Stitch by Stitch ist sie als Geschäftsführerin für das Business Management & Development, das Marketing und die Kommunikation zuständig. Stitch by Stitch denkt als Sozialunternehmen die Integration und Förderung geflüchteter Frauen von Anfang an mit. Die gewonnenen Erfahrungswerte möchte sie nun weitergeben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
ich Menschen zusammenbringen möchte, die sich gemeinsam für ihre berufliche Zukunft stärken können: Unternehmen gewinnen langfristig Fachkräfte, Menschen mit Migrationsgeschichte erhalten wegen ihrer mitgebrachten Fähigkeiten eine echte Perspektive.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
die Motivation und Loyalität unserer Schneiderinnen zu sehen, weil sie die Chance bekommen ihren Beruf auszuüben und sich darüber eine Existenz in Deutschland aufbauen können.
Schwierig war bei uns zunächst
Schwierig war bei uns zunächst die Flut der bürokratischen Briefe die unsere Mitarbeiterinnen bekamen, aber das konnten wir lösen, indem wir persönlich und Schritt für Schritt den Kontakt zu den Behörden gesucht haben, um Fragen im direkten Austausch gemeinsam zu klären.
Den Betrieben in Hessen gebe ich mit:
die riesige Chance zu erkennen, ihre Fachkräfte zu sichern, indem sie die Menschen in eine Ausbildung bringen. Damit bauen sie sich nicht nur ihr eigenes, loyales Team auf, sondern positionieren sich im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte auf Jahrzehnte hin. Dabei haben Sie mit NUIF ein Experten-Team rundum um die berufliche, rechtliche und gesellschaftliche Integration an ihrer Seite – priceless!
Beispiele aus dem Stitch by Stitch-Netzwerk:
- Unternehmensportrait in der FAZ Sie nähen an ihrer Zukunft
- Die Dokumentation unserer Roadshow mit Frau von Alvensleben zum Thema Ausbildung und Beschäftigung von Frauen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte: Voraussetzungen – Potenziale – Herausforderungen
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus Mecklenburg-Vorpommern

Veröffentlicht am: 15.08.2023
Ein Interview mit Heike Fehlberg der Helios Kliniken GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Mecklenburg-Vorpommern sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Heike Fehlberg. Als Leitung der Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte bei den Helios Kliniken setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
ich durch meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit internationalen Fachkräften im Gesundheitssektor, insbesondere in Bezug auf die berufliche Anerkennung mit unseren 34 Helios Bildungszentren, beraten und unterstützen kann. Mein Ziel ist es, geflüchtete Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen und ihnen den (Wieder-)Einstieg in den Beruf zu ermöglichen – denn ein sicherer Arbeitsplatz ist für die meisten Flüchtlinge ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
,dass wir gegenseitig durch die persönlichen und individuellen Erfahrungen, die jeder einzelne mit sich bringt, voneinander lernen können. In unseren 87 Helios Kliniken stehen 72 Integrations- und Anerkennungsmanager und über 100 Lern-Paten den internationalen Mitarbeiter:innen, bei behördlichen Hürden und der Integration, zur Seite. Damit können wir ein bestmögliches Ankommen im neuen Zuhause ermöglichen.
Schwierig war bei uns zunächst
entsprechend geförderte Sprachangebote zu finden. Von behördlicher Seite wird häufig gesagt, ja wir fördern, jedoch die Bildungsträger müssen es anbieten. Die lokalen Bildungsträger jedoch die nötigen Mittel nicht zur Verfügung standen und noch nicht stehen.
Den Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern gebe ich mit:
Ankommen im neuen Zuhause! Die Integration der Geflüchteten in unserem Bundesland und in Deutschland ist für den Geflüchteten selbst und auch für den jeweiligen Arbeitgeber wichtig. Denn für viele Geflüchtete ist eine schnelle Rückkehr in ihr Heimatland aufgrund anhaltender Konflikte oder Verfolgung nicht möglich. Je früher die Neuankömmlinge in das tägliche Leben eingebunden werden, desto größer sind die Chancen für eine gelungene Integration.
Beispiele aus dem Helios Netzwerk:
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an unseren Regionalbotschafter
aus Niedersachsen

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Frank Giesker der fdu GmbH & Co. KG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Niedersachsen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Frank Giesker. Als Ausbildungsleitung bei der fdu GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich im Rahmen meiner Möglichkeiten mithelfen möchte, Flüchtlingen in Deutschland die Integration zu erleichtern, sodass sie für sich eine persönliche und berufliche Perspektive erarbeiten können.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
die persönliche Entwicklung unseres afghanischen Auszubildenden, der als 14-jähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland kam und nun nach vielen schwierigen Phasen durch seine besondere Lernbereitschaft kurz vor dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement steht.
Schwierig war bei uns zunächst
die emotional aufwühlende Phase nach der Machtübernahme der Taliban, die aufgrund anschließender Probleme in der Berufsschule zum Abbruch der Ausbildung zum Industriekaufmann führte. Aber das konnten wir gemeinsam lösen, indem er die Berufsschule gewechselt hat und mit der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement einen Neustart gewagt hat. Aufgrund der nun wieder guten Leistungen kann die Ausbildung um ein Jahr verkürzt werden, sodass trotz des Wechsels die Ausbildungszeit nach drei Jahren erfolgreich beendet sein wird.
Den Betrieben in Niedersachsen gebe ich mit
bei der Zusammenarbeit mit Geflüchteten Geduld, Verständnis und Vertrauen mitzubringen. Ich habe in vielen Bewerbungsgesprächen bewegende Geschichten gehört und höchsten Respekt vor dem Willen und Durchhaltevermögen der Flüchtlinge. Die Flüchtlinge verdienen es, eine Chance zur Integration zu bekommen. Andersherum ist aber auch legitim, von ihnen Leistungsbereitschaft im Arbeitsleben und Ehrgeiz beim Erlernen der deutschen Sprache zu erwarten, die ein Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ist.
Tipp: Setzen Sie sich mit den Besonderheiten der anderen, fremden Kulturen auseinander – es ist bereichernd und schafft Verständnis für manche für uns ungewöhnliche Verhaltensweisen.
Perspektiv-Wechsel: Bei einem australischen Freund hing eine Weltkarte an der Wand: Australien war oben in der Mitte und Europa musste ich rechts unten in der Ecke suchen. Der Versuch, die Welt aus der Perspektive der Flüchtlinge zu sehen und sich für ihre Motive und Lebenserfahrungen zu interessieren, sollte unser Mindest-Beitrag zur Integration sein, der helfen würde, sich gegenseitig besser zu verstehen.
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an unseren Regionalbotschafter
aus Nordrhein-Westfalen

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Andreas Mayer vom Redaktionsbüro Wipperfürth
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Nordrhein-Westfalen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Andreas Mayer. Als Geschäftsführer beim Redaktionsbüro Wipperfürth setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich Mut zusprechen will, wenn Unternehmer*innen zweifeln, ob Menschen mit Fluchthintergrund ein Unternehmen bereichern oder nicht.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten
ist, beobachten zu dürfen, wie Tag für Tag die Anspannung, die Unsicherheit, das fremd fühlen weicht bis zu dem Punkt, an dem diese den anderen etwas beibringen!
Schwierig war bei uns zunächst
die bürokratischen Hürden zu meistern. Aber das konnten wir lösen – allerdings brauchte es viel Geduld, Hartnäckigkeit und persönliches Engagement.
Den Betrieben in Nordrhein-Westfalen gebe ich mit
dass wir zwischen Rhein und Ruhr schon immer besonders stark von der Integration ausländischer Arbeitskräfte profitiert haben. Und dass dies in den kommenden Jahren ein ganz entscheidender Punkt für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sein wird.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus Rheinland-Pfalz

Veröffentlicht am: 15.08.2023
Ein Interview mit Monika Tonkaboni Blesius von der Kraft Bräu / Blesius Garten Trier
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Rheinland-Pfalz sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Monika Tonkaboni. Als Hotelleitung der Kraft Bräu / Blesius Garten Trier setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
wir als Unternehmen mit Verantwortung übernehmen müssen Flüchtlinge und Zuwanderer in die Arbeitswelt zu integrieren, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken und den Standort Deutschland weiterhin attraktiv zu gestalten. Diese Aufgabe kann nicht der Staat und auch nicht ein einzelnes Unternehmen alleine bewältigen. Hierfür ist es wichtig ein Netzwerk aufzubauen, in dem Erfahrungen ausgetauscht und Hilfe beansprucht werden können.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
die Begleitung unserer beiden Auszubildenden aus Madagaskar, die Ihre Ausbildung als Köchin und Hotelfachfrau bei uns abgeschlossen haben, von uns übernommen wurden und unser Team erfolgreich unterstützen.
Schwierig war bei uns zunächst
die bürokratischen Hürden, die Verständigung, weil B1 allein nicht reicht, die Akzeptanz der Kollegen, die Wohnungssuche und die Aus-und Weiterbildung. Mit Hilfe von NUiF und dem Austausch mit anderen Unternehmen konnten wir viele Probleme lösen. Mittlerweile haben wir aufgrund der Erfahrungen, die wir sammeln konnten, Prozeduren anlegen können, die uns, angefangen bei der Rekrutierung bis hin zum Ausbildungsabschluss, helfen, die beschäftigten Flüchtlinge bzw. Zugewanderten erfolgreich zu betreuen.
Den Betrieben in Rheinland-Pfalz gebe ich mit,
bei bürokratischen Schwierigkeiten und einzelnen Rückschlägen bei der Integration der zugewanderten bzw. geflüchteten Beschäftigten nicht gleich den Mut zu verlieren und aufzugeben. Es ist auch auf Seiten des Arbeitgebers ein Lernprozess und eine Erfahrungskurve. Für den Arbeitgeber erfordert die Integration eine gewisse Beharrlichkeit, Geduld, Einfühlungsvermögen und Einfallsreichtum. Aber all das lohnt sich, wenn die integrierten Menschen erfolgreich im Unternehmen beschäftigt sind und dauerhaft bleiben.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus dem Saarland

Veröffentlicht am: 28.08.2023
Ein Interview mit Florian Dessbesell von der BARMER
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für das Saarland sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Florian Dessbesell. Als Key Account Manager bei der BARMER setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich gerne meine Erfahrungen auf Bundesebene einbringen will und durch den Austausch meinen eigenen Horizont erweitern möchte. Aus Willkommen muss ein Bleiben werden.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten:
Die Menschen sind dankbar für ihre Chance und vermitteln auch wieder Spaß am Arbeitsplatz.
Schwierig war bei uns zunächst
tatsächlich die Sprachbarriere. Durch gute Förderprogramme und die Unterstützung im Team kann man diese Hürde aber gut meistern.
Den Betrieben im Saarland gebe ich mit:
Es geht nur gemeinsam!
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus Sachsen

Veröffentlicht am: 05.09.2023
Ein Interview mit Jana Felber von der F.A.I.R.E. Warenhandels eG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Sachsen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Jana Felber. Im Vorstand bei F.A.I.R.E. Warenhandels eG setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
wir in unserem Unternehmen seit 2016 Menschen mit Fluchterfahrung integrieren. Wir haben dabei viele Hürden vorgefunden, manche überwunden und tolle Erfolge verzeichnet. Ich möchte mich gern dafür einsetzen, dass Unternehmen sich trauen, geflüchtete Menschen einzustellen und dass Politik und Gesellschaft die nötigen Entscheidungen für eine gelungenen Integration treffen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten:
Es ist immer wieder unglaublich zu erleben, wieviel Mut geflüchtete Menschen aufbringen, ihr Land zu verlassen und welche Kraft und Energie sie jeden Tag aufbringen, im neuen Land Fuß zu fassen und ihren Weg zu gehen.
Schwierig war bei uns zunächst:
Die Arbeit mit verschiedenen Behörden erwies sich immer wieder als steiniger Weg. Nur das persönliche und oft unbezahlte Engagement von Vorgesetzten und Angestellten machte es möglich, Hürden zu überwinden und Lösungen herbeizuführen.
Den Betrieben in Sachsen gebe ich mit:
Die Integration von Geflüchteten kann nicht nur ein Weg aus dem Fachkräftemangel bedeuten, sondern unsere Gesellschaft offener und freier machen. Kollegen, die im Arbeitsalltag mit Geflüchteten gut zusammenarbeiten, werden im Privaten selten gegen eben diese auf die Straße gehen.
4 Fragen
an unseren Regionalbotschafter
aus Sachsen-Anhalt

Veröffentlicht am: 04.09.2023
Ein Interview mit Ralf Röhrborn von Henglein
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Sachsen-Anhalt sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Ralf Röhrborn. Als Betriebsleiter bei der Henglein GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich zwei Bausteine sehe, die man vielleicht zusammen bringen kann: Zum einen Flüchtlinge (politische und wirtschaftliche), welche nach Deutschland gekommen sind, um sich ein neues Leben aufzubauen und zum zweiten den Arbeits- und Fachkräftemangel in Deutschland. Wenn wir es schaffen, dass beide Seiten (Flüchtlinge und Betriebe) zueinander finden, entsteht eine Win-Win-Situation.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten:
- Dankbare Mitarbeiter*innen, die sehr hilfsbereit und fleißig sind und einen starken Willen besitzen, hinsichtlich der Arbeit voranzukommen, bzw. aufzusteigen.
- Die Mitarbeiter*innen mit Fluchthintergrund haben andere Menschen „nachgeholt“ (Thematik Fachkräftemangel).
- Gute Integration in das Unternehmen.
- Wir als Unternehmen und somit all unsere Mitarbeiter*innen stehen einer kulturellen Vielfalt in unserer Unternehmenskultur offen gegenüber. Unser aller Verständnis wurde geweckt oder erweitert, was einen positiven Einfluss auf die Zusammenarbeit hat.
- Durch diese Menschen haben wir unser Wissen und unsere Empathie, was Menschen mit Fluchthintergrund anbelangt, stark erweitert.
Schwierig war bei uns zunächst
die Bürokratie und die teilweise damit verbundene lange Bearbeitungszeit, bzw. Wartezeit. Außerdem gab es Kommunikationsprobleme, da teilweise keine oder nur geringe Deutschkenntnisse vorhanden waren/sind. Das Problem haben wir durch den Einsatz mobiler Übersetzungsgeräte, Planung von Übersetzern in die jeweilige Schicht sowie der Organisation von Sprachkursen bzw. finanzielle Unterstützung von Sprachkursen gelöst.
Den Betrieben in Sachsen-Anhalt gebe ich mit
sich in Netzwerken ihrer Branchen oder bei der IHK Hilfe holen. Die Erfahrungen und der Wissensstand in den Betrieben sind sehr unterschiedlich, aber nicht jeder muss das Rad neu erfinden. Einfach mal bei benachbarten Unternehmen, ob nun räumlich oder branchenspezifisch, anrufen und austauschen.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus Schleswig-Holstein

Veröffentlicht am: 18.04.2024
Ein Interview mit Katharina Große von Wulff Textil-Service
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Schleswig-Holstein sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Katharina Große. In der Personalabteilung bei Wulff Textil-Service setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
es bei Wulff Textil-Service langjährige Tradition ist sich für die Beschäftigung von Menschen mit Fluchthintergrund einzusetzen – bereits im Jahr 1994 wurde bei Wulff die erste geflüchtete Mitarbeiterin eingestellt. Wir konnten bisher viele tolle Erfahrungen sammeln bei der Integration von Geflüchteten und ich bin mir sicher, dass wir durch den Austausch innerhalb des Netzwerks auch künftig noch viel dazu lernen und in der Praxis erfolgreich anwenden können.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten:
Die fachliche Weiterentwicklung und vor allem die persönlichen Geschichten der Mitarbeitenden begleiten und miterleben zu dürfen, zum Beispiel wenn Pläne vom Familiennachzug bis hin zur Einbürgerung umgesetzt werden können. Aber auch wenn es mal Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Behörden oder es ganz alltägliche Herausforderungen gibt, wir unterstützen unsere (geflüchteten) Mitarbeiter gern und freuen uns, dass die Hilfe dankbar angenommen wird.
Schwierig war bei uns zunächst:
Dass wir ab 2018, als wir verstärkt Geflüchtete eingestellt haben, schnell lernen mussten mit den Sprachdefiziten der neuen KollegInnen umzugehen. Es wurde teilweise mit Händen und Füßen kommuniziert, aber wir waren kreativ bei der Problemlösung. Inzwischen haben wir Mitarbeitende, die als DolmetscherInnen fungieren und mehrsprachige Personaldokumente eingeführt. Grundlage für eine erfolgreiche Integration in die Arbeitswelt ist jedoch, dass die Deutschkenntnisse kontinuierlich verbessert werden. Wir sind ein Familienunternehmen und wie in jeder Familie geht es nicht immer reibungslos zu. Unsere Stärke ist jedoch, dass wir die Herausforderungen gemeinsam anpacken und bewältigen.
Den Betrieben in Schleswig-Holstein gebe ich mit:
Sich nicht von sprachlichen Barrieren oder anfänglichen Schwierigkeiten mit Behörden abschrecken zu lassen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels lohnt es sich sowohl für Unternehmen als auch für Geflüchtete sich gegenseitig eine Chance zu geben. Es gehört inzwischen einfach zur Unternehmenskultur von Wulff gesellschaftliche Verantwortung auch im Bereich der Integration zu übernehmen, so dass eine kulturelle Vielfalt entstehen und sich ständig weiterentwickeln kann.
4 Fragen
an unsere Regionalbotschafterin
aus Thüringen

Veröffentlicht am: 02.08.2023
Ein Interview mit Sabine Wosche der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Thüringen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Sabine Wosche. Als Geschäftsführerin der LEG Thüringen setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
wir mit vielfältigen Aufgaben im Bereich der Wirtschaftsförderung und des Immobilienmanagements Weltoffenheit und Diversität leben. Wir siedeln Unternehmen von fünf Kontinenten in Thüringen an und unterstützen zugleich unsere Firmen beim Marktzugang in Ländern weltweit. Zudem sind wir enger Partner der Kommunen, wo unter anderem Integration ganz konkret stattfindet, und unterstützen die Integration internationaler Fachkräfte in den Thüringer Arbeitsmarkt durch unsere Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung (ThAFF). Unsere Belegschaft ist diesen Aufgaben entsprechend sehr divers – wir vereinen Menschen unterschiedlichster Herkünfte, Religionen und Weltanschauungen. Für unser Engagement in puncto Diversität sind wir 2019 mit dem zweiten Preis bei der Diversity-Challenge der „Charta der Vielfalt“ in Berlin ausgezeichnet worden. Für mich persönlich ist Integration ein zentrales Anliegen, geht es doch darum, Menschen in Not eine neue Perspektive zu geben und zugleich von Vielfalt und tolerantem Miteinander gesellschaftlich und unternehmerisch zu profitieren!
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
die erfolgreiche Integration eines Geflüchteten aus Syrien in unserem Unternehmen – der junge Mann hat bei uns eine Berufsausbildung zum Mediengestalter absolviert und arbeitet seitdem in unserer Abteilung Unternehmenskommunikation. Im Rahmen der oben benannten Diversity-Challenge hat er übrigens unseren Wettbewerbsbeitrag, den wir in Berlin eingereicht haben, grafisch gestaltet. Inzwischen tragen unzählige visuelle Zeugnisse unserer Unternehmenskommunikation seine Handschrift – es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert er seine berufliche Chance in der LEG wahrgenommen hat, und ich freue mich ganz persönlich, dass er Teil unseres Teams ist!
Schwierig war bei uns zunächst
all das, was bei der komplexen und doch so lohnenden Aufgabe der Integration zu bewältigen ist – zum Beispiel gewisse bürokratische Prozesse, die man erst einmal meistern lernen muss. Darunter sind unklare Zuständigkeiten, viele Wege, auf denen man die jungen Menschen begleiten muss, auch langwierige Verfahren. Aber wir sind als LEG ohnehin versierter Problemlöser auf allen Ebenen, bei unseren vielgestaltigen Aktivitäten für das Bundesland sind wir es gewohnt, anspruchsvolle Aufgaben als Chance zu sehen, Neues zu lernen und im Ganzen voranzukommen.
Den Betrieben in Thüringen gebe ich mit,
dass Integration vielfältigen Nutzen stiftet – für die Menschen, die in unserem Land Arbeit und hoffentlich ein neues Zuhause finden, und für die Betriebe, die von den mannigfachen Qualifikationen und Impulsen profitieren, welche die Menschen einbringen, und dies gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Gern gebe ich unseren Unternehmen in diesem Zusammenhang die Empfehlung mit, sich bei Fragen und Unterstützungsbedarf an unsere ThAFF zu wenden: Sie ist im Netzwerk aktiv, koordiniert die Ausländerbehörden im Freistaat, verfügt über umfassende Erfahrung zum Thema internationale Fachkräfte und hilft Firmen tatkräftig dabei, Menschen mit Fluchthintergrund erfolgreich zu integrieren.
Lernen Sie hier alle Vorgänger*innen der diesjährigen Regionalbotschafter*innen kennen:
Sie möchten Ihre Erfahrungen auch mit dem NETZWERK teilen und im kommenden Jahr Regionalbotschafter*in werden?
Dann melden Sie sich gern unter: info@unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de
Sie haben generell Interesse an einem Erfahrungsaustausch in Ihrer Region? Dann schauen Sie am besten in unserem Termine nach, welche Veranstaltungen aktuell geplant sind. Nichts in Ihrer Nähe? Melden Sie sich gern bei uns und wir prüfen, ob wir bald zu Ihnen kommen: info@unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de




















