NETZWERK veranstaltet 1. ExpertInnenrunde „Geflüchtete Frauen“

Integration geflüchteter Frauen in den Arbeitsmarkt gewinnt an Bedeutung

 

20. Juli 2017. Rund ein Drittel aller zwischen 2015 und 2017 in Deutschland registrierten Asylbewerber sind geflüchtete Frauen. Darum zeigen Öffentlichkeit und Betriebe wachsendes Interesse an dieser Zielgruppe. Auch als NETZWERK wollen wir in Zukunft einen stärkeren Fokus auf die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen legen.

 

Zum Einstieg in das Thema haben wir deshalb am 14. Juli 2017 eine ExpertInnenrunde veranstaltet. Expertinnen aus Unternehmen, Ministerien, Bundesagentur für Arbeit, Wissenschaft sowie Projekten für geflüchtete Frauen bundesweit sind unserer Einladung gefolgt. Allen gemein ist, dass sie Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen planen und umsetzen.

 

Das Ziel der ersten Runde war es, Wissen und Kontakte aufzubauen, um die Bedarfe geflüchteter Frauen für eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration zu definieren und konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln. Der Schwerpunkt des ersten Termins lag vor allem auf der Erreichbarkeit der geflüchteten Frauen.

 

Wenn Arbeitgeber und geflüchtete Frauen zusammenfinden sollen, ist aber nicht nur die Unternehmer-Perspektive wichtig, sondern auch die Perspektive geflüchteter Frauen. Darum haben wir vier Frauen eingeladen, die über ihre Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt und ihre Erwartungen an die Berufstätigkeit berichtet haben. Die Frauen kommen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea.

 

Neben den geflüchteten Frauen gaben auch die Unternehmen Bayer AG und Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH einen fachlichen Input. Anschließend stand ein gemeinsamer Workshop auf dem Programm, um Herausforderungen und Erfolgsfaktoren einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration heraus zu arbeiten. Kurz zusammen gefasst lautet das Fazit: Um ihr Potenzial zu entfalten, brauchen geflüchtete Frauen speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote wie Sprachkurse inklusive Kinderbetreuung und Angebote zur Berufsorientierung in ihrer Muttersprache.

 

Unsere Projektreferentin Valentina Mählmeyer ist im NETZWERK verantwortlich für das Thema Geflüchtete Frauen. Sie appelliert an die Unternehmen: „Wir möchten Sie ermutigen, die Potenziale geflüchteter Frauen zu nutzen und ihnen durch eine berufliche Tätigkeit eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben.“