Broschüre: Deutsch im Berufsalltag

Mit Sprachkursen die Integration neuer Mitarbeiter fördern

 

14.06.2018. Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Dies gilt für die gesellschaftliche ebenso wie für die berufliche Integration. Damit die Integration in den Betrieb gelingt, lohnt es sich, den Spracherwerb der Mitarbeiter zu fördern.

 

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bietet dazu spezielle Sprachkurse an: die berufsbezogene Deutschsprachförderung. Die Kurse bauen auf dem Integrationskurs auf und richten sich an Menschen mit Migrationshintergrund. Geflüchtete können teilnehmen, wenn sie eine Aufenthaltserlaubnis oder Duldung haben oder Asylbewerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit sind.

 

Die Berufsbezogene Deutschsprachförderung unterteilt sich in Basismodule und Spezialmodule. Im Basismodul lernen die Geflüchteten einen allgemeinen Wortschatz für das Berufsleben. Die Spezialmodule vermitteln Fachwörter und Grammatik für einen bestimmten Beruf oder eine Berufsgruppe. Angeboten werden derzeit Spezialmodule für die beiden Berufsbereiche Einzelhandel und Gewerbe/Technik. Hinzu kommen zudem zwei Spezialmodule für Fachkräfte, die ihren beruflichen Abschluss in Deutschland anerkennen lassen wollen. Diese Spezialmodule sind für akademische Heilberufe und für nichtakademische Gesundheitsfachberufe.

 

Die Module sind kostenlos für Auszubildende und alle Beschäftigten, die zusätzlich Sozialleistungen bekommen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte müssen jedoch einen Kostenbeitrag in Höhe von 2,07 Euro pro Unterrichtsstunde an den Kursträger zahlen. Wer nach dem Basismodul den Sprachtest besteht, kann 50 Prozent der Kosten erstattet bekommen.

 

Das BAMF fördert auch Sprachkurse, die individuell angepasst sind an die zeitlichen und örtlichen Gegebenheiten im Unternehmen oder in der Region. Allerdings sind 15 Teilnehmende notwendig, daher bietet sich oft eine Kooperation mit anderen Betrieben an. Die Unternehmen können sich dazu direkt an das BAMF wenden.

 

Des Weiteren fördern Arbeitsagentur und Jobcenter unter bestimmten Voraussetzungen den Spracherwerb mit verschiedenen Maßnahmen. Für Auszubildende sind dies die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und die Assistierte Ausbildung (AsA). Beschäftigte können Bildungsgutscheine bekommen oder am Weiterbildungsprogramm WeGebAU teilnehmen.

 

Weitere Informationen zum Thema Spracherwerb finden Sie in unserer Broschüre Deutsch im Berufsalltag.