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Kreativ durch die Krise

Drei Tipps wie Betriebe auch während der Corona-Pandemie ihr Engagement aufrecht erhalten können

Geflüchtete und Unternehmen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Weite Teile der Wirtschaft erwarten Umsatzeinbrüche, viele Betriebe kämpfen weiter um ihre Existenz. Diese Faktoren könnten auch die Bereitschaft der Unternehmen beeinflussen, Geflüchtete zu beschäftigen.

Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge möchte gerade jetzt Unternehmen motivieren, die Zielgruppe Geflüchtete nicht aus den Augen zu verlieren. Denn wer sich schon heute für eine internationale Arbeits- und Fachkräfte öffnet, gewinnt Kenntnisse und Fähigkeiten, die in unserer globalisierten Welt immer bedeutender werden.

Der Berliner Kfz-Meisterbetrieb von Ali Esh bildet junge Menschen mit Fluchthintergrund zum Kfz-Mechatroniker aus.
Die DRK-Betreuungsdienste Herzogtum Lauenburg GmbH unterstützen als gemeinnützige Einrichtung geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in die berufliche Integration.
Die niedersächsische Nordluft Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co. KG, hat bereits zwei Geflüchtete zur Fachkraft für Metalltechnik ausgebildet.

Drei Ideen, wie Betriebe auch in Krisenzeiten ihr Engagement für Vielfalt aufrecht erhalten können:

1. Digitale Angebote nutzen, um Nachwuchs zu finden

Die Kontaktbeschränkungen schlagen sich in der Bewerbersuche und der Möglichkeit, Auswahlgespräche zu führen, nieder. Viele Kammern bieten mittlerweile virtuelle Ausbildungsmessen und digitale Azubi-Speed-Datings an. Auch Branchenverbände gehen hier bereits digitale Wege. Informieren über vorhandene Angebote können Unternehmen sich am besten bei ihrer Kammer oder dem entsprechenden Branchenverband. Eine Übersicht zu verschiedenen Aktionen der IHKs, die beim Matching von potenziellen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben unterstützen, hat der DIHK erstellt

2. AzubiSharing oder Teilzeitausbildung als Chance in Krisenzeiten

Die Verbundausbildung oder das AzubiSharing sind weitere Möglichkeiten, die Ausbildung trotz mangelnder Auftragslage fortzusetzen. Dabei geben Ausbildungsbetriebe ihre Auszubildenden vorübergehend an einen anderen Betrieb ab oder bilden gemeinsam im Wechsel aus. Beratung dazu bieten neben den Kammern auch die Verbundberatung Berlin oder das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung der finanziellen Belastung für Ausbildungsbetriebe und gleichzeitig zum Erhalt des Ausbildungsplatzes kann die Teilzeitberufsausbildung sein. Hierbei kann die Arbeitszeit um bis zu 50 Prozent verkürzt werden. Für Unternehmen, die die Auswirkungen der Krise noch nicht absehen können, bietet dieses Modell die Chance, mit zunehmender Stabilisierung der Auftragslage die Stunden wieder zu erhöhen.

3. Reduzierte Arbeitszeit für Weiterbildung und Sprachangebote nutzen

Für den Fall, dass Unternehmen ihre Mitarbeitenden mit Migrations- oder Fluchthintergrund in Kurzarbeit schicken müssen oder Berufsschulen geschlossen werden, kann die zusätzliche freie Zeit auch für den Spracherwerb genutzt werden. Volkshochschulen, das Goethe-Institut oder die Deutsche Welle bieten etwa kostenlose Online-Sprachangebote an. Hilfreich wäre es, wenn Unternehmen auch mit der technischen Ausstattung unterstützen, denn oftmals fehlt Geflüchteten das technische Equipment, um diese Angebote nutzen zu können. 

Darüber hinaus hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge mit verschiedenen Partnern kostenlose Vokabelflyer entwickelt, die wichtige deutsche Begriffe in die Sprachen Englisch, Arabisch, Farsi und Tigrinya übersetzen. Verfügbar für die Branchen Lager/Logistik, Gastronomie, Hotellerie und Touristik, Pflege, Gefahrenzeichen und Handel.

Sie haben weitere Ideen oder Erfahrungen mit den o.g. Tipps gemacht? Dann teilen Sie diese gern mit uns!

Am besten per Mail: info@unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de oder telefonisch: 030 / 20308-6550