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Kanadische Arbeitsministerin besucht NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge in Berlin

Patty Hajdu informiert sich über die betriebliche Integration Geflüchteter

14. Juni 2017. Die kanadische Arbeitsministerin Patty Hajdu hat während ihres Deutschlandaufenthalts im Juni auch unser NETZWERK besucht, um sich über die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten auszutauschen. Unsere NETZWERK-Kollegen Marlene Thiele und Max Klasen haben in einem eineinhalbstündigen Gespräch der Ministerin das NETZWERK vorgestellt.

 

Schnell wurde deutlich, dass sich die Herausforderungen bei der Integration in Kanada und Deutschland stark ähneln. Auch in Kanada ist es die größte Herausforderung, dass die Geflüchteten die Sprache lernen. Wobei es sicherlich mehr Geflüchtete gibt, die bereits Englisch können als Deutsch. Die zweite große Herausforderung in Kanada ist die berufliche Bildung. Auch kanadischen Unternehmen ist es wichtig, dass sie die Bleibeperspektive einschätzen können, bevor sie in die Einstellung und Weiterbildung eines Geflüchteten investieren. Hier wie dort zieht es die Geflüchteten von ländlichen in urbane Regionen. Eine Wohnsitzzuweisung wie in Deutschland gibt es in Kanada nicht. Stattdessen versucht die Regierung, mit Incentives die Menschen in ländliche Regionen zu locken.

 

Doch es zeigte sich auch ein Unterschied: Die Kanadier verstehen sich laut Ministerin alle als Immigranten. Das ist eine kulturelle Basis, die so in Deutschland nicht vorhanden ist, aber großes Verständnis für Migration erzeugt.

 

Das Fazit unserer Kollegen Marlene Thiele und Max Klasen: „Die kanadische Ministerin war sehr interessiert und hat sehr viel nachgefragt. Und sie hat den eigentlich einstündigen Termin locker um eine halbe Stunde überzogen. Dieses aufrichtige Interesse hat uns überrascht, doch ist sicherlich nicht zuletzt den vielen guten Beispielen der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter in unseren Netzwerk-Unternehmen geschuldet.“

 

Foto: Max Klasen (rechts), Marlene Thiele (4. v. r.) und Dr. Mark Heinzel vom DIHK e. V. (links) begrüßen Arbeitsministerin Patty Hajdu (2. v. l.) und ihre Delegation im Haus der deutschen Wirtschaft.