Ausbildung bei Famila in Kiel-Wik

„Nach dem Praktikum war klar, dass Amaraldo gut zu uns passt“

Ein erfolgreiches Beispiel bei famila zeigt, wie Integration durch Ausbildung gelingt

 

Die deutsche Wirtschaft und auch der deutsche Handel suchen händeringend nach neuen Auszubildenden. Gleichzeitig wollen viele junge Geflüchtete gerne eine Ausbildung machen. Das passt doch wunderbar zusammen, oder? So einfach, wie es im ersten Moment klingt, ist es leider nicht immer. Ein erfolgreiches Beispiel aus dem NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge zeigt, wie Integration durch Ausbildung gelingen kann.

 

Eines dieser erfolgreichen Beispiele ist Amaraldo. Der 17-jährige Albaner lebt seit mittlerweile drei Jahren in Deutschland und macht eine Verkäufer-Ausbildung im famila-Markt in Kiel-Wik. Als Amaraldo in Deutschland ankam, hat er zunächst über acht Monate einen Deutschkurs absolviert. Anschließend konnte er seinen Realschulabschluss machen. Danach stellte sich die Frage, wie es für ihn weitergehen soll.

 

Praktikum ist Einstieg in die Ausbildung bei famila

Da seine Eltern in Albanien ein kleines Lebensmittelgeschäft betrieben haben – und er schon als kleiner Junge oft im Geschäft geholfen hat und viel Spaß im Umgang mit den Kunden hatte – wollte er gerne eine Ausbildung im Handel beginnen. Durch persönliche Verbindungen wurde der Kontakt zu Anja Rüther, Warenhausleiterin von famila Wik, hergestellt. Amaraldo bekam so die Chance, ein zweiwöchiges Praktikum zu absolvieren. Dieses Praktikum war für beide Seiten wichtig, um herauszufinden, ob eine Ausbildung sinnvoll ist. Aber falls es im Vorwege Bedenken gegeben hat, waren diese spätestens nach dem Praktikum verschwunden.

 

„Wie bei jedem anderen Auszubildenden auch war es wichtig, dass Amaraldo bei uns in den Betrieb passt. Er hat vom ersten Tag an Interesse gezeigt und die Kollegen mit seiner fröhlichen Art direkt von sich überzeugt. Nach dem Praktikum war klar, dass Amaraldo gut zu uns passt“, so Anja Rüther. „Eine Grundvoraussetzung für eine Ausbildung im Handel ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Durch seinen Realschulabschluss und dadurch, dass er auch im privaten Umfeld viel Deutsch gesprochen hat, stellte dies kein Problem dar. Gerade bei den Fachbegriffen kann man natürlich auch noch während der Ausbildung viel lernen. Aber ein Auszubildender muss zumindest über Grundkenntnisse verfügen und in der Lage sein, mit unseren Kunden zu kommunizieren“.

 

Erst Verkäufer-Ausbildung, dann Einzelhandelskaufmann

Amaraldo lernt in seiner zweijährigen Ausbildung zunächst den Beruf des Verkäufers. Bei guten Leistungen hat er dann noch die Möglichkeit, sich zum Kaufmann im Einzelhandel auszubilden. Und aktuell sieht es sehr positiv aus. Das erste Berufsschulzeugnis war sehr gut, vielleicht sogar ein bisschen besser als erwartet. Schließlich war zunächst sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule die Sprache eine Herausforderung. Aber Amaraldo hat viel gelernt und spricht mittlerweile ein sehr gutes Deutsch. Und sollte es doch mal Schwierigkeiten geben, bezüglich der Sprache oder beispielsweise bei Behörden, kann er jederzeit auf die Unterstützung von Anja Rüther oder anderen Kollegen aus dem Betrieb zählen.

 

Wie sieht Amaraldo seine Zukunft? „Ich möchte zunächst meine Ausbildung beenden und dann gerne weiter im Handel arbeiten. Am liebsten in der Obst- und Gemüseabteilung, der Umgang mit frischen Lebensmitteln macht mir viel Spaß.“

 

Über familia

Das Einzelhandelsunternehmen famila-Nordost hat über 80 Warenhäusern in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Famila-Nordost ist Teil der Unternehmensgruppe Bartels-Langness. Die 1892 gegründete Unternehmensgruppe ist ein Familienunternehmen, das seinen Stammsitz in Kiel hat. Bereits seit November 2016 ist Bartels-Langness Mitglied im NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge.

 

 

Weitere gute Integrations-Beispiele aus unserem NETZWERK finden Sie in der Gute Beispiele Datenbanke!

 

 

 

 

Foto: famila