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Infografik Einwanderung in die Ausbildung
Infografik
Neue Infografik erschienen: Einwanderung in die Ausbildung
Veröffentlicht am: 10.09.2025
Viele Unternehmen und Branchen klagen darüber, ihre Ausbildungsstellen nicht mehr besetzen zu können. Um dem entgegenzuwirken und den eigenen Nachwuchsbedarf nachhaltig zu sichern, suchen immer mehr Betriebe nach Auszubildenden aus dem Ausland.
Ist die/der passende Kandidat/in gefunden, müssen Visum und Aufenthaltserlaubnis organisiert werden.
Doch wer benötigt überhaupt ein Visum, um eine Ausbildung in Deutschland zu absolvieren? Welche Voraussetzungen müssen für ein Einreisevisum und einen Aufenthaltstitel zur Berufsausbildung erfüllt sein? Und wie geht es nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss weiter?
Unsere neue Infografik „Einwanderung in die Ausbildung“ bietet einen schnellen Überblick zu diesen Fragen und eine kompakte Übersicht der einzelnen Schritte von der Einreise über die Ausbildung bis zur Fachkraft.
Broschüre Einwanderung in die Ausbildung
Aktuelles
Neue Broschüre erschienen: „Einwanderung in die Ausbildung – Azubis aus dem Ausland finden und binden“
Veröffentlicht am: 04.09.2025
Der zunehmende Fachkräftemangel stellt Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen – insbesondere im Bereich der dualen Ausbildung. Um dem entgegenzuwirken und den eigenen Nachwuchsbedarf nachhaltig zu sichern, setzen immer mehr Betriebe erfolgreich auf Auszubildende aus dem Ausland.
Doch wie gelingt es, passende Azubis im Ausland zu finden? Welche Partner unterstützen bei der Kontaktaufnahme im Ausland? Was muss bei der Einstellung beachtet werden? Und wie kann der Spracherwerb vor und nach der Einreise gezielt gefördert werden?
Unsere neue Broschüre richtet sich an Unternehmen, die neue Wege in der Fachkräftesicherung gehen möchten. Sie bietet Ihnen kompakte und praxisnahe Informationen,
- wie Sie geeignete Auszubildende im Ausland finden und ansprechen
- welche Partner und Programme bei der Rekrutierung unterstützen
- was Sie bei rechtlichen und organisatorischen Fragen beachten müssen
- wie Sie den Spracherwerb gezielt fördern – vor und nach der Einreise
- wie eine erfolgreiche Integration im Betrieb gelingt
Profitieren Sie von den Erfahrungen unserer Mitgliedsunternehmen und erhalten Sie erprobte Praxistipps – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur langfristigen Integration ins Unternehmen.
Hier geht’s zur neuen Broschüre: Einwanderung in die Ausbildung: Azubis aus dem Ausland finden und binden
Neue Website
Aktuelles
Unsere neue Website ist da – Herzlich Willkommen!
Veröffentlicht am: 01.09.2025
Wie gewohnt finden Sie hier umfangreiche Informationen rund um die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchthintergrund – und ganz neu: Wissenswertes zum Thema Einwanderung in die Ausbildung.
Sie fragen sich, wie Sie passende Auszubildende aus dem Ausland finden können? Oder welche Unterlagen für Visum und Aufenthaltstitel benötigt werden? Mit unseren neuen Infomaterialien und übersichtlichen Checklisten unterstützen wir Sie bei der Rekrutierung von Auszubildenden aus Drittstaaten und dem erfolgreichen Start ins Unternehmen.
Und wie immer gilt: Bei Fragen sind wir gerne für Sie da – telefonisch oder per Mail.
Alle Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie hier: Das Team – NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge
Neuer Jahrgang startet ins Amt
Regionalbotschafter
Austausch, Vernetzung, Engagement – Regionalbotschafter*innen-Tag bei der SCHOTT AG in Mainz
Veröffentlicht am: 02.07.2025
Am 25. Juni 2025 fand unser 3. Regionalbotschafter*innen-Tag bei der SCHOTT AG in Mainz statt. Rund 65 Teilnehmende – darunter 35 neue und erfahrene Regionalbotschafter*innen – sowie engagierte Unternehmensvertreter*innen kamen zusammen, um sich über die berufliche Integration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte auszutauschen.
Zum Auftakt gewährte die SCHOTT AG bei einem Rundgang spannende Einblicke in ihre Arbeit als international führendes Unternehmen der Spezialglas- und Materialtechnologie.
Im Anschluss fand die Staffelstabübergabe an die neuen Regionalbotschafter*innen statt, die sich und ihre Erfahrungen in der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte vorstellten.
Anschließend tauschten sich die Regionalbotschafter*innen zu aktuellen Herausforderungen und praxisnahen Lösungsansätzen aus – im Mittelpunkt standen Themen und Fragen zum Aufenthaltsrecht, zur Fachkräfteeinwanderung, zur Sprachförderung, zur Zusammenarbeit mit Behörden und zum Wohnraummangel.
Ein weiteres Highlight war die eindrucksvolle Keynote des syrischen Schriftstellers und Journalisten Ahmad Katlesh. Er berichtete von seiner Reise nach Damaskus nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 und sprach über persönliche und gesellschaftliche Folgen von Flucht, Krieg und Trauma.
Am Nachmittag vertieften praxisorientierte Workshops zentrale Themen der betrieblichen Integration: rechtliche Rahmenbedingungen, einfache Sprache im Arbeitsalltag, Wege in die Ausbildung sowie der Umgang mit Vorbehalten und Rassismus im Arbeitsumfeld.
Der Tag machte deutlich: Integration gelingt, wenn Unternehmen sich vernetzen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen können. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden – und besonders der SCHOTT AG für ihre Gastfreundschaft und ihr starkes Engagement für eine vielfältige und zukunftsorientierte Arbeitswelt.






Aktuelles zum vorübergehenden Schutz
Aktuelles
Vorübergehender Schutz bis März 2027 verlängert
Veröffentlicht am: 16.06.2025
Die EU-Innenminister haben dem Vorschlag der Europäischen Kommission zugestimmt, den vorübergehenden Schutz für ukrainische Geflüchtete bis zum 4. März 2027 zu verlängern.
Dieser befristete Aufenthaltstitel bietet einen sofortigen Schutzstatus und ermöglicht den Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildung und medizinischer Versorgung.
Für Personen, die sich in den letzten Jahren bereits gut in ihre Aufnahmeländer durch Spracherwerb, Ausbildung und Arbeit integriert haben, soll zudem der Übergang aus dem vorübergehenden Schutz in andere langfristige Aufenthaltstitel gefördert werden.
Zudem diskutierten die EU-Staaten eine Empfehlung der Kommission, den Weg für eine freiwillige Rückkehr und Reintegration in die Ukraine vorzubereiten, um eine schrittweise Rückkehr nach Ende des vorübergehende Schutzes zu ermöglichen.
Die formelle Verabschiedung des Beschlusses durch den Europäischen Rat ist für eine der nächsten Sitzungen geplant.
Weiterführende Informationen:
Ukraine: EU verlängert Schutzstatus für ukrainische Flüchtlinge bis März 2027 – DER SPIEGEL
Weitere Infos zu den Vorschlägen der Europäischen Kommission finden Sie hier: Commission proposes predictable and common European way forward for Ukrainian refugees in the EU | EEAS
Mehr Informationen zu Titelwechsel und Aufenthaltsverfestigung für Ukrainer*innen finden Sie in unserem Infopapier für Betriebe.
Neues Erklärvideo
Erklärvideos
Neues Erklärvideo: Berufssprachkurse
Veröffentlicht am: 30.05.2025
Berufssprachkurse vermitteln berufsrelevante Sprachkenntnisse und richten sich an Azubis oder Beschäftigte in verschiedenen Branchen.
Im Erklärvideo stellen wir Ihnen die verschiedenen Kursarten vor – von den Basiskursen bis hin zu den Spezialkursen. Sie erfahren außerdem, wer Zugang zu den Berufssprachkursen hat, welche Kosten für die unterschiedlichen Berufssprachkurse anfallen und wie die Anmeldung erfolgt.
Weiterführende Infos zum Thema Berufssprachkurse:
Neues Erklärvideo: Azubis aus Drittstaaten
Erklärvideos
Neues Erklärvideo zur Rekrutierung von Azubis aus Drittstaaten
Veröffentlicht am: 21.05.2025
Azubis aus Drittstaaten werden für Unternehmen immer wichtiger, um offene Ausbildungsstellenbesetzen besetzen zu können. Wenn der passende Kandidat oder die passende Kandidatin für eine Ausbildung gefunden ist, gilt es den Visumsprozess zu starten. Doch wie erfolgt die Visumsbeantragung im Heimatland und welche Voraussetzungen müssen für die Antragstellung erfüllt werden?
In unseren neuen Erklärvideo erfahren Sie, welche rechtlichen Schritte notwendig sind, um Azubis aus Drittstaaten in Ihr Unternehmen zu holen – von der Visumsbeantragung bis zur Umwandlung in eine #Aufenthaltserlaubnis nach § 16a AufenthG in Deutschland. Erfahren Sie außerdem, was Sie als Unternehmen beachten sollten, um den Einstellungsprozess so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Weiterführende Infos zum Thema Azubis aus Drittstaaten:
Checkliste Hinweispflichten für Betriebe
Checkliste Rekrutierung von Azubis aus Drittstatten – Zusammenarbeit mit Vermittlungsagenturen
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Schleswig-Holstein – Martin Stellmacher
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter
aus Schleswig-Holstein
Veröffentlicht am: 20.05.2025
Ein Interview mit Martin Stellmacher von der HEINZ PULS GmbH & Co. KG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Schleswig-Holstein sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Martin Stellmacher. Als Technischer Bereichsleiter bei der HEINZ PULS GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
ich daran glaube, dass jeder Mensch eine faire Chance auf ein neues Leben verdient – unabhängig von Herkunft oder Schicksal. Als Botschafter möchte ich Brücken bauen, Vorurteile abbauen und zeigen, wie wichtig gegenseitiger Respekt und Unterstützung sind. Mein Engagement ist auch eine Antwort auf die Herausforderungen, die ich selbst erlebt oder bei anderen gesehen habe – und der Wunsch, etwas Positives in der Gesellschaft zu bewirken.
Meine besten Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten sind die,
in denen wir echte Dankbarkeit, Hoffnung und Fortschritte erleben – etwa, wenn jemand die Sprache lernt, eine Ausbildung beginnt oder einfach ein Lächeln zurückkommt. Auch die kulturelle Vielfalt bereichert: Ich habe durch die Begegnungen mit Flüchtlingen neue Perspektiven, Geschichten und Traditionen kennengelernt, die mein eigenes Leben bereichert haben.
Schwierig war bei uns zunächst:
Es gibt Herausforderungen – zum Beispiel sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede oder traumatische Erfahrungen, die Menschen mitbringen. Auch die bürokratischen Hürden im Asylverfahren oder beim Zugang zu Arbeit und Bildung können belastend sein – sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Helfenden. Geduld, Verständnis und Ausdauer sind deshalb besonders wichtig.
Den Betrieben in Schleswig-Holstein gebe ich mit:
Viele Flüchtlinge, die integriert wurden, sind heute eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie arbeiten in Pflege, Handwerk, IT oder Gastronomie, gründen Unternehmen oder engagieren sich selbst ehrenamtlich. Sie bringen Motivation, Lebenserfahrung und neue Perspektiven mit. Besonders beeindruckend finde ich, wenn Menschen trotz aller Hindernisse nicht aufgeben, Deutsch lernen, sich ein neues Leben aufbauen und aktiv zur Gemeinschaft beitragen.
Herzlich Willkommen im NETZWERK!
Aktuelles
Die Kümmel Fahrzeugteile GmbH und Co. KG ist 4.444stes Mitglied im NETZWERK
Veröffentlicht am: 29.04.2025
Wir freuen uns sehr die Kümmel Fahrzeugteile GmbH und Co. KG als unser 4.444stes Unternehmen im NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge begrüßen zu dürfen! Der Betrieb aus Nottertal-Heilinger Höhen in Thüringen beschäftigt seit 2017 Menschen mit Fluchthintergrund, aktuell haben 16 der 70 Mitarbeitenden Fluchterfahrung. Mit Geschäftsführer Christian Kümmel sprachen wir über seine Erfahrungen, Herausforderungen und Werte:
1. Seit wann engagiert sich die Kümmel Fahrzeugteile GmbH & Co. KG für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten?
Unseren ersten Geflüchteten haben wir im September 2017 eingestellt. Es war keine bewusste Entscheidung, etwas für die Integration zu tun, sondern eine Selbstverständlichkeit. Menschen die Arbeit suchen, haben bei mir die gleichen Chancen – egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, Ethnie oder sonstiger gedanklicher Kategorisierung. Da wir im Nachbarort eine große Gemeinschaftsunterkunft haben, gibt es hier auch viele Geflüchtete, die Arbeit suchen.
Anfangs haben wir allerdings gemerkt, dass die Politik und die Bürokratie noch ein mittleres Hindernis darstellten, wenn jemand wirklich arbeiten wollte, allerdings nicht den richtigen Status hatte. Hier hatte ich wirklich Verständnisprobleme, weil die Alternative darin bestand, dass sehr viele Menschen ohne sinnvolle Beschäftigung auf engem Raum wohnten, während wir Mitarbeitende suchten. Inzwischen haben wir einen guten Modus gefunden.
2. Welche Erfahrungen haben Sie in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten gemacht?
Im Grunde sind es die gleichen Erfahrungen, die wir mit allen Mitarbeitenden machen. Bisher habe ich viele der Geflüchteten als fleißige und dankbare Menschen erlebt.
Und natürlich sind wir alle Individuen. Jeder und jede von uns hat Eigenheiten, Stärken und Schwächen. Verständlicherweise ist die Sprache anfangs oft eine Hürde. Ich fand es besonders schön zu erleben, dass sich unsere langjährigen Mitarbeitenden von selbst mit Übersetzungsprogrammen auf dem Smartphone um die Kommunikation bemüht haben.
3. Gibt es etwas, dass Sie anderen Betrieben mit auf den Weg geben würden?
Eine der größten Schwierigkeiten bei uns bestand in der emotionalen Akzeptanz einiger unserer Mitarbeitenden, als die ersten Geflüchteten eingestellt wurden. Wir haben hier in Thüringen unter dem Aspekt generell nicht die besten Voraussetzungen für Integration. Wenn es um die Haltung, Meinung und Ängste geht, können wir noch viel lernen. Für mich ist wichtig, dass jeder Mensch im Unternehmen den gleichen Wert und die gleichen Chancen hat. Das sollte meiner Meinung nach jedes Unternehmen klar kommunizieren und leben. Gleichzeitig finde ich es extrem wichtig, dass man offen und ehrlich auf Sorgen und Ängste eingeht, diese ernst nimmt und niemanden damit allein lässt.
4. Was wünschen Sie sich für Ihre Mitgliedschaft im NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge?
Mir war das Netzwerk vollkommen unbekannt und ich war überrascht, wie viele Unternehmen hier schon Mitglied sind. Ich finde die Angebote und die Unterstützung sehr interessant. Wichtiger ist mir, dass sichtbar wird, wie viele Firmen sich für eine echte Integration einsetzen. Die Gesellschaft braucht diese Transparenz und einen positiven Gegenpol zu den vielen überzeichneten und negativen Bildern im Zusammenhang mit Migration.
Weitere Informationen und Links
- Sie möchten auch Mitglied werden? Dann registrieren Sie sich schnell für die kostenfreie Mitgliedschaft: www.nuif.de/registrieren
- Kümmel Fahrzeugteile GmbH & Co. KG
Blick in den Koalitionsvertrag
Aktuelles
Vorhaben rund um den Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten
Veröffentlicht am: 24.04.2025
Am 9. April 2025 wurde der gemeinsame Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD veröffentlicht. Auch rund um den Arbeitsmarktzugang von Menschen mit Fluchtgeschichte sind erste Ansätze enthalten. Die tatsächliche Ausgestaltung der aufgeführten Themen ist noch nicht absehbar, auch ein Umsetzungsplan für die nächsten vier Jahre liegt bisher nicht vor.
Im Folgenden finden Sie einen ersten Überblick. Details zum Nachlesen gibt es hier: Verantwortung für Deutschland – Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD
- Berufssprachkurse: Wir wollen ein bedarfsgerechtes Angebot an Berufssprachkursen auf Dauer absichern und in der Fläche ausbauen.
- Beschäftigungsverbote abbauen: Hürden für Flüchtlinge bei der Beschäftigungsaufnahme werden wir abbauen und Arbeitsverbote auf maximal drei Monate reduzieren. Dies gilt nicht für Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten, Dublin-Fälle oder Personen, die das Asylrecht offenkundig missbrauchen.
- Integration in den Arbeitsmarkt: Wir werden die schnelle und nachhaltige Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt mit einer Verbindung aus früherer Arbeitserfahrung, berufsbegleitendem Spracherwerb und berufsbegleitender Weiterbildung/Qualifizierung dauerhaft voranbringen.
- Integrationsvereinbarung: Eine verpflichtende Integrationsvereinbarung soll künftig Rechte und Pflichten definieren. Die Integrationsvereinbarungen erwerbsloser Schutzberechtigter sollen konkrete Schritte zur Arbeitsmarktintegration (insbesondere Aufnahme einer integrativen Tätigkeit oder Ausbildung) enthalten. Dafür sollen sie sich auch an den bestehenden und gegebenenfalls neu zu schaffenden Instrumenten des SGB II orientieren.
- Neuer Aufenthaltstitel: Für geduldete Ausländer, die gut integriert sind, die über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen und durch ein bestehendes, sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis seit zwölf Monaten ihren Lebensunterhalt überwiegend sichern, deren Identität geklärt ist, die nicht straffällig geworden sind (analog § 60d Absatz 1 Nr. 7 Aufenthaltsgesetz) und die sich zum 31.12.2024 seit mindestens vier Jahren ununterbrochen in Deutschland aufgehalten haben sowie die Voraussetzungen von §§ 25a, b Aufenthaltsgesetz noch nicht erfüllen, werden wir einen befristeten Aufenthaltstitel schaffen. Die weitere Ausgestaltung bleibt dem Gesetzgebungsverfahren vorbehalten. Die Regelung tritt zum 31.12.2027 außer Kraft.
- Familiennachzug aussetzen: Wir setzen den Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten befristet für zwei Jahre aus. Härtefälle bleiben hiervon unberührt. Danach prüfen wir, ob eine weitere Aussetzung der zuletzt gültigen Kontingentlösung im Rahmen der Migrationslage notwendig und möglich ist.
- Staatsangehörigkeitsrecht: Wir schaffen die „Turboeinbürgerung“ nach drei Jahren ab. Darüber hinaus halten wir an der Reform des Staatsbürgerschaftsrecht fest
- Liste der sicheren Herkunftsstaaten erweitern: Wir werden die Liste der sicheren Herkunftsstaaten erweitern und dazu auch die Möglichkeiten der GEAS-Reform ausschöpfen. Wir beginnen mit der Einstufung von Algerien, Indien, Marokko und Tunesien. Eine entsprechende Einstufung weiterer sicherer Herkunftsstaaten prüfen wir fortlaufend. Insbesondere Staaten, deren Anerkennungsquote seit mindestens fünf Jahren unter fünf Prozent liegt, werden als sichere Herkunftsstaaten eingestuft.
- Westbalkanregelung: Reguläre Migration nach Deutschland im Rahmen der sogenannten Westbalkan-Regelung werden wir auf 25.000 Personen pro Jahr begrenzen.
- Vorübergehender Schutz: Flüchtlinge mit Aufenthaltsrecht nach der Massenzustrom-Richtlinie, die nach dem 01.04.2025 eingereist sind, sollen wieder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, sofern sie bedürftig sind. Die Bedürftigkeit muss durch konsequente und bundesweit einheitliche Vermögensprüfungen nachgewiesen werden. Der Bund wird die hierdurch bei den Ländern und Kommunen entstehenden Mehrkosten tragen.
Neues Infopapier Aufenthaltsverfestigung
Infopapiere
Aufenthaltsverfestigung für Geflüchtete aus der Ukraine – Planungssicherheit für Betriebe
Veröffentlicht am: 19.03.2025
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben mehr als 1,2 Millionen Menschen aus der Ukraine Schutz in Deutschland gefunden. Ende 2024 hat der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt, die es schutzberechtigten Personen aus der Ukraine ermöglicht, ihre gültige Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Absatz 1 des AufenthG bis zum 4. März 2026 zu verlängern.
Ob der vorübergehende Schutz erneut verlängert wird, hängt von einem gemeinsamen Beschluss der EU-Staaten ab.
Für eine langfristige Bleibe- und Beschäftigungsperspektive ist es deshalb ratsam, frühzeitig zu prüfen, ob ein Wechsel in einen anderen Aufenthaltstitel mit längerer Gültigkeit möglich ist.
In diesem Infopapier erklären wir, in welche Aufenthaltstitel Ihre Auszubildenden und Mitarbeitenden mit „vorübergehendem Schutz“ wechseln können, um über ihren aktuellen Schutzstatus hinaus langfristig in Deutschland bleiben zu können.
Hier geht es zum Download:
Infopapier zur Aufenthaltsverfestigung für Geflüchtete aus der Ukraine
Ergebnisse Mitgliederbefragung 2024
Aktuelles
Wohnraummangel ist große Herausforderung für Unternehmen, die Geflüchtete und Azubis aus Drittstaaten beschäftigen
Veröffentlicht am: 14.04.2025
Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und stellt in vielen Regionen Deutschlands eine kritische Hürde für Unternehmen dar, die offene Stellen besetzen möchten. Diese Entwicklung beschäftigt auch die Betriebe im NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge.
In der Mitgliederbefragung 2024 (nicht repräsentativ) wurde daher erstmals der Wohnraummangel als Kriterium bei der Frage nach den Herausforderungen in der Beschäftigung von Geflüchteten und Auszubildenden aus Drittstaaten aufgenommen. Auf Anhieb stuften ihn die befragten Unternehmen als größte Hürde ein: 43 Prozent der Betriebe, die Geflüchtete ausbilden oder beschäftigen, bewerteten den Wohnraummangel als eine besonders schwierige oder sogar unüberwindbare Herausforderung.

Bei Unternehmen, die Azubis aus Drittstaaten ausbilden, fällt diese Einschätzung noch deutlicher aus: 52 Prozent sehen im Wohnraummangel eine erhebliche bis unüberwindbare Herausforderung. Das kann vor allem damit zusammenhängen, dass die einreisewilligen Auszubildenden bereits aus dem Ausland heraus eine Wohnung finden müssen. Deshalb versuchen auch häufig die einstellenden Betriebe die Wohnungssuche zu übernehmen, denn zum Teil verlangen Botschaften bereits einen Mietvertrag als Voraussetzung für das Visum.

Auch wenn dies nicht immer gelingt, versuchen Unternehmen aktiv Lösungen zu finden, um Ihren Mitarbeitenden mit Fluchthintergrund oder Azubis aus Drittstaaten, die zum Zweck einer Ausbildung nach Deutschland kommen, bei diesem Thema zu unterstützen. Dies geschieht etwa, in dem Unternehmen selbst Wohnraum anmieten und günstig weitervermieten oder Wohnungen selbst bauen lassen. Für viele kleinere und mittlere Unternehmen ist dies allerdings oft keine Option, hier sind bspw. regionale Wohnheime für Auszubildende eine wichtige Unterstützung. Zudem kann es hilfreich sein, wenn sich kleinere Unternehmen einer Region zusammentun und leerstehende Wohnungen/Häuser anmieten und als Wohngemeinschaften für die Mitarbeitenden anbieten.
Sie wollen aktiv werden? Schließen Sie sich dem Netzwerk an.
Das NETZWERK unterstützt Betriebe aller Größen, Branchen und Regionen, die Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund beschäftigen oder sich ehrenamtlich engagieren wollen. Hier erhalten Sie Informationen und tauschen Erfahrungen aus.
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