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Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Schleswig-Holstein – Martin Stellmacher
20.05.2025
Regionalbotschafter
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Bremen – Hannah Nesgen-Zündorf
26.11.2024
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Niedersachsen – Marcus Böhm
08.11.2024
Regionalbotschafter
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Brandenburg – Franziska Schröder
07.11.2024
Regionalbotschafter
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Berlin – Madlen Sanchino-Martinez
10.10.2024
Auftakt Regionalbotschafter*innen 2025 im BMWE
Regionalbotschafter
Austausch, Kennenlernen, Vernetzen – Auftakttreffen der Regionalbotschafter*innen in Berlin
Veröffentlicht am: 22.09.2025
Am 18. September 2025 fand das Auftakttreffen unseres 7. Regionalbotschafter*innen-Jahrgangs im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie statt.
Neben dem persönlichen Kennenlernen und Vernetzen standen der Austausch über die bisherigen Erfahrungen in der Arbeitsmarkintegration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte und die Themen- und Aktivitätenplanung für das gemeinsame Jahr im Mittelpunkt.
In einem Erfahrungsaustausch mit Dr. Janina Jänsch, Abteilungsleiterin Mittelstandspolitik im BMWE und Sofie Geisel, Geschäftsführerin DIHK Service GmbH und Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung, warfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Regionalbotschafterbetriebe. Es wurden Herausforderungen und Verbesserungsbedarfe in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen von Flucht- und Zuwanderungsgeschichte und diskutiert, insbesondere zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Orientierung und Transparenz bei der Rekrutierung von Fachkräften und Azubis aus Drittstaaten und zur langfristigen Integration im Unternehmen.
Am Nachmittag wurden erste Ideen entwickelt, welche Themen und Veranstaltungen in dem gemeinsamen Jahr bearbeitet und umgesetzt werden sollen.
Abgerundet wurde der Tag durch einen gemeinsamen Kochworkshop mit Über den Tellerrand e.V., der Raum für weiteren Austausch und das persönliche Kennenlernen bot.
Vielen Dank für diesen produktiven und inspirierenden Tag! Wir freuen uns sehr auf das gemeinsame Jahr mit unseren engagierten Regionalbotschafter*innen!






Neuer Jahrgang startet ins Amt
Regionalbotschafter
Austausch, Vernetzung, Engagement – Regionalbotschafter*innen-Tag bei der SCHOTT AG in Mainz
Veröffentlicht am: 02.07.2025
Am 25. Juni 2025 fand unser 3. Regionalbotschafter*innen-Tag bei der SCHOTT AG in Mainz statt. Rund 65 Teilnehmende – darunter 35 neue und erfahrene Regionalbotschafter*innen – sowie engagierte Unternehmensvertreter*innen kamen zusammen, um sich über die berufliche Integration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte auszutauschen.
Zum Auftakt gewährte die SCHOTT AG bei einem Rundgang spannende Einblicke in ihre Arbeit als international führendes Unternehmen der Spezialglas- und Materialtechnologie.
Im Anschluss fand die Staffelstabübergabe an die neuen Regionalbotschafter*innen statt, die sich und ihre Erfahrungen in der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte vorstellten.
Anschließend tauschten sich die Regionalbotschafter*innen zu aktuellen Herausforderungen und praxisnahen Lösungsansätzen aus – im Mittelpunkt standen Themen und Fragen zum Aufenthaltsrecht, zur Fachkräfteeinwanderung, zur Sprachförderung, zur Zusammenarbeit mit Behörden und zum Wohnraummangel.
Ein weiteres Highlight war die eindrucksvolle Keynote des syrischen Schriftstellers und Journalisten Ahmad Katlesh. Er berichtete von seiner Reise nach Damaskus nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 und sprach über persönliche und gesellschaftliche Folgen von Flucht, Krieg und Trauma.
Am Nachmittag vertieften praxisorientierte Workshops zentrale Themen der betrieblichen Integration: rechtliche Rahmenbedingungen, einfache Sprache im Arbeitsalltag, Wege in die Ausbildung sowie der Umgang mit Vorbehalten und Rassismus im Arbeitsumfeld.
Der Tag machte deutlich: Integration gelingt, wenn Unternehmen sich vernetzen, Erfahrungen teilen und voneinander lernen können. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden – und besonders der SCHOTT AG für ihre Gastfreundschaft und ihr starkes Engagement für eine vielfältige und zukunftsorientierte Arbeitswelt.






4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Schleswig-Holstein – Martin Stellmacher
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter
aus Schleswig-Holstein
Veröffentlicht am: 20.05.2025
Ein Interview mit Martin Stellmacher von der HEINZ PULS GmbH & Co. KG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Schleswig-Holstein sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Martin Stellmacher. Als Technischer Bereichsleiter bei der HEINZ PULS GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil …
ich daran glaube, dass jeder Mensch eine faire Chance auf ein neues Leben verdient – unabhängig von Herkunft oder Schicksal. Als Botschafter möchte ich Brücken bauen, Vorurteile abbauen und zeigen, wie wichtig gegenseitiger Respekt und Unterstützung sind. Mein Engagement ist auch eine Antwort auf die Herausforderungen, die ich selbst erlebt oder bei anderen gesehen habe – und der Wunsch, etwas Positives in der Gesellschaft zu bewirken.
Meine besten Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten sind die,
in denen wir echte Dankbarkeit, Hoffnung und Fortschritte erleben – etwa, wenn jemand die Sprache lernt, eine Ausbildung beginnt oder einfach ein Lächeln zurückkommt. Auch die kulturelle Vielfalt bereichert: Ich habe durch die Begegnungen mit Flüchtlingen neue Perspektiven, Geschichten und Traditionen kennengelernt, die mein eigenes Leben bereichert haben.
Schwierig war bei uns zunächst:
Es gibt Herausforderungen – zum Beispiel sprachliche Barrieren, kulturelle Unterschiede oder traumatische Erfahrungen, die Menschen mitbringen. Auch die bürokratischen Hürden im Asylverfahren oder beim Zugang zu Arbeit und Bildung können belastend sein – sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Helfenden. Geduld, Verständnis und Ausdauer sind deshalb besonders wichtig.
Den Betrieben in Schleswig-Holstein gebe ich mit:
Viele Flüchtlinge, die integriert wurden, sind heute eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie arbeiten in Pflege, Handwerk, IT oder Gastronomie, gründen Unternehmen oder engagieren sich selbst ehrenamtlich. Sie bringen Motivation, Lebenserfahrung und neue Perspektiven mit. Besonders beeindruckend finde ich, wenn Menschen trotz aller Hindernisse nicht aufgeben, Deutsch lernen, sich ein neues Leben aufbauen und aktiv zur Gemeinschaft beitragen.
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Bayern – Ibrahim Maiga
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter
aus Bayern
Veröffentlicht am: 18.02.2025
Die Beschäftigungsduldung bietet Vorteile für Unternehmen und Mitarbeitende: Sie schützt vor Abschiebung und sorgt dafür, dass wertvolle Mitarbeitende weiterhin Teil Ihres Teams bleiben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sogar die Familie von der Regelung profitieren.
In unserem neuen Erklärvideo erfahren Sie, welche Voraussetzungen für die Beantragung erfüllt sein müssen, zeigen, wie sich Unterbrechungen oder der Abbruch der Beschäftigung auswirken können, und erläutern, wie es nach der Beschäftigungsduldung weitergehen kann.
Weiterführende Infos zum Thema:
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Bremen – Hannah Nesgen-Zündorf
Regionalbotschafter
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin
aus Bremen
Veröffentlicht am: 26.11.2024
Ein Interview mit Hannah Nesgen-Zündorf der Mauser Packaging Solutions
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Bremen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Hannah Nesgen-Zündorf. Als HR Business Partner bei Mauser Packaging Solutions setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
ich es wichtig finde, allen Menschen eine faire Chance zu geben. Fachkräftevielfalt liegt mir besonders am Herzen, weshalb ich mich dafür einsetze Personal aus dem Ausland zu rekrutieren oder Personal mit Flucht- oder Migrationshintergrund einzustellen. Diese Vielfalt bereichert nicht nur unsere Teams, sondern auch unsere Arbeitskultur.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist:
Unsere Auszubildenden aus dem ersten Lehrjahr haben uns von ihrem tollen Teamgeist berichtet. Sie unterstützen sich gegenseitig in der Berufsschule: Zum Beispiel hilft unser Auszubildender aus Marokko bei Mathematik, während die anderen ihn beim Deutschlernen oder beim Verstehen von Briefen von Behörden oder der Krankenkasse unterstützen. Diese Zusammenarbeit ist ein großartiges Beispiel für gelebte Solidarität.
Schwierig war bei uns zunächst:
Natürlich gibt es bürokratische Hürden, aber wir haben uns darauf eingestellt. Mittlerweile arbeiten wir eng mit konkreten Ansprechpartner*innen bei Behörden zusammen, was die Prozesse erheblich vereinfacht. Zudem ist das NUiF eine große Hilfe bei Fragen und gegenseitigem Austausch.
Den Betrieben in Bremen gebe ich mit:
Der behördliche Aufwand kann manchmal herausfordernd und frustrierend sein, aber der Einsatz lohnt sich auf jeden Fall. Der Gewinn für das Unternehmen und das Team überwiegt diese anfänglichen Herausforderungen bei Weitem.
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Niedersachsen – Marcus Böhm
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter
aus Niedersachsen
Veröffentlicht am: 08.11.2024
in Interview mit Marcus Böhm der Böhm Güterverkehrs GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Niedersachsen sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Marcus Böhm. Als Geschäftsführender Gesellschafter bei der Böhm Güterverkehrs GmbH setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich über viele Jahre einige Erfahrungen im Bereich Flucht und Integration gesammelt habe.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
die Dankbarkeit der betroffenen Personen und die gelungene Integration in den Arbeitsmarkt.
Schwierig war bei uns zunächst
die durchgängig nötige Betreuung der betreffenden Personen. Aber das konnten wir überwinden, indem wir die diverseren Hilfestellungen der Region Hannover, der IHK, der Agentur für Arbeit und anderen Netzwerken (z.B. Pro Regio e.V. Hannover) genutzt haben.
Den Betrieben in Niedersachsen gebe ich mit,
dass Sie bitte offen für die Aufgabe der Integration sind und die vorhanden Hilfestellungen annehmen sollten.
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Brandenburg – Franziska Schröder
Regionalbotschafter
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin
aus Brandenburg
Veröffentlicht am: 07.11.2024
Ein Interview mit Franziska Schröder vom RESORT MARK BRANDENBURG
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Brandenburg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Franziska Schröder. In der Personalverwaltung beim RESORT MARK BRANDENBURG setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
wir in der Hotel- und Gaststättenbranche schon viele Jahre Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten sammeln durften. Gern möchte ich andere Branchen für die Bereitschaft neue Wege zu gehen begeistern.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
die ehrliche Wertschätzung der Kollegen, die wir in unsere Teams aufnehmen durften und wenn sie sagen, dass sie gern zur Arbeit kommen.
Schwierig war bei uns zunächst
zu verstehen, dass die Behörden und Ämter in der Regel auch nur ihren Job machen, den sie zum Teil deutlich zügiger und transparenter gestalten könnten, wenn man ihnen weitere Kapazitäten und Instrumente an die Hand geben würde.
Den Betrieben in Brandenburg gebe ich mit:
Seid mutig, das wird toll.
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Berlin – Madlen Sanchino-Martinez
Regionalbotschafter
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin
aus Berlin
Veröffentlicht am: 10.10.2024
Ein Interview mit Madlen Sanchino-Martinez der Gebäudeservice Wodara GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Berlin sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Madlen Sanchino-Martinez. Im Team Geschäftsführung bei der Gebäudeservice Wodara GmbH setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
ich es einerseits für unabdingbar halte, dass wir Unternehmer*innen uns als starke Stimme für die Integration von Menschen mit Fluchthintergrund einsetzen. Und gleichzeitig, weil ich es für sinnvoll halte, gemeinsam Strategien und Best Practices zu entwickeln, wie wir diverses Leben in unseren Unternehmen in Zukunft erfolgreich gestalten können.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
dass ich die Begeisterung bei uns zu sein und mit uns zu arbeiten erleben darf. Eine Heimat/ein Zuhause zu bieten ist in doppelter Hinsicht ein wichtiges Fundament.
Schwierig war bei uns zunächst
die Sprachbarriere, aber das konnten wir überwinden, indem wir ein Intranet implementierten, das in 32 Sprachen übersetzen kann, sodass alle Informationen in den meisten Landessprachen gelesen werden können.
Den Betrieben in Berlin gebe ich mit:
Divers werden ist möglich und eigentlich eher leicht. Divers leben wird uns in unseren Unternehmen in den nächsten Jahren deutlich intensiver beschäftigen.
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Sachsen-Anhalt – Ulrich Temps
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter
aus Sachsen-Anhalt
Veröffentlicht am: 08.10.2024
Ein Interview mit Ulrich Temps der temps GmbH Malereibetriebe
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Sachsen-Anhalt sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Ulrich Temps. Als Geschäftsführer der temps GmbH Malereibetriebe setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich gerade in dem schwierigen politischen und gesellschaftlichen Umfeld in Sachsen-Anhalt gute Impulse geben möchte, um die Integration von geflüchteten Menschen zu erleichtern.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten war
in der jüngsten Vergangenheit erleben zu dürfen, mit welch einem Stolz und welcher Freude die Einbürgerung – die Übergabe des deutschen Passes – von den Betroffenen gefeiert wurde.
Schwierig war bei uns zunächst
die Akzeptanz für unser starkes Integrationsengagement bei unserer Stammbelegschaft zu erreichen. Das konnten wir weitestgehend überwinden, indem wir unsere Belegschaft über die Motive – Überwindung des demografischen Wandels und Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung – in zahlreichen Gesprächen umfassend aufgeklärt haben.
Den Betrieben in Sachsen-Anhalt gebe ich mit,
dass die Integrationsarbeit erfolgreich sein wird, wenn diese „Chefsache“ ist und durch ein langfristiges Engagement getragen wird.
Auftaktreffen Regionalbotschafter*innen 2024
Regionalbotschafter
Auftaktreffen des aktuellen Regionalbotschafter*innen im BMWK in Berlin
Veröffentlicht am: 19.09.2024
Am 18. September fand das Auftakttreffen unseres 6. Regionalbotschafter*innen -Jahrgangs im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) statt. Ziel des Treffens war das gegenseitige Kennenlernen und Vernetzen zu stärken, Erfahrungen zu den Herausforderungen in der Arbeitsmarkintegration von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte auszutauschen und Themen und Aktivitäten für das gemeinsame Jahr zu planen.
In einem Erfahrungsaustausch mit Vertretern des BMWK und der DIHK warfen wir einen Blick hinter die Kulissen und erhielten wichtige Einblick, wo Betriebe noch Herausforderungen sehen und sich Verbesserungen wünschen würden. Hier standen vor allem die folgenden Themen im Mittelpunkt:
- Möglichkeiten und Hürden der Sprachförderung im Berufsalltag
- rechtliche Fragen im Rahmen der Beschäftigung von ukrainischen Geflüchteten
- mangelnder Wohnraum für Azubis und Angestellte
- Zusammenarbeit mit den Ausländerbehörden
- Rekrutierung von Fachkräften und Auszubildenden aus Drittstaaten
Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden Ideen und Möglichkeiten gesammelt, welche Themen und Veranstaltungen in dem gemeinsamen Jahr bearbeitet und umgesetzt werden sollen.
Im Anschluss daran fand ein gemeinsamer Workshop zum Thema „Miteinander reden – gemeinsam handeln: Vorbehalte in Gesellschaft & Betrieb erkennen und begegnen“ mit dem Verein Gesicht zeigen! – Für ein weltoffenes Deutschland e.V. statt. Es wurden Handlungsempfehlungen entwickelt, wie schwierigen Themen und Situationen im Arbeitskontext begegnet werden können. In kleinen Arbeitsgruppen wurden unterschiedliche Argumente und Situationen durchgespielt.
Hier ein kleiner Einblick in unseren produktiven Tag! Wir freuen uns auf ein vielfältiges Jahr mit unseren Regionalbotschafter*innen.









Alle Regionalbotschafter*innen des 6. Jahrgangs können Sie hier kennenlernen: www.nuif.de/netzwerk/regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter aus Hessen – Gert Mundinger
Regionalbotschafter
4 Fragen an unseren Regionalbotschafter
aus Hessen
Veröffentlicht am: 23.08.2024
Ein Interview mit Gert Mundinger der Mundinger Engineering GmbH
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Hessen sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Gert Mundinger. Als Geschäftsführer der Mundinger Engineering GmbH setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafter, weil
ich gefragt wurde, ob wir unserem Engagement für die Integration nicht mehr Öffentlichkeit geben wollen, gerade als kleines Unternehmen.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,
wie die Integration unseres syrischen Geflüchteten Schritt für Schritt vorwärts ging: Erlernen der (Fach-)Sprache, erste Ergebnisse in der Tätigkeit als Industriemechaniker, erfolgreicher Kurs „Fachkraft CNC-Fräsen“, Einbürgerung, Nachzug der Ehefrau und schlussendlich nach 6 Jahren bei uns die erfolgreiche (externe) Abschlussprüfung zum „Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Fräsen“ mit guten praktischen Noten.
Schwierig war bei uns zunächst
die kulturellen Unterschiede im Reden und Handeln: „wörtlich nehmen“ des „normalen“ Umgangstones in einer deutschen Fertigung einerseits und die Anforderungen an Genauigkeit andererseits (Zitat: „In Syrien würde man das so lassen“), aber das konnten wir überwinden, indem wir miteinander geredet und erklärt haben und auch inzwischen „Bitte und Danke“ zum Umgangston in einer deutschen Fertigung gehören. Generell haben fast alle Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund, z.B. auch die Ukrainerinnen und Ukrainer immer wieder Probleme mit der deutschen Bürokratie, bei denen man sich auch als Bio-Deutsche manchmal an den Kopf fasst.
Den Betrieben in Hessen gebe ich mit,
dass nach unserer Erfahrung Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund meist ehrgeizig sind, und gerne „weiterkommen“ wollen, d.h. nicht bei einfachen Tätigkeiten stehen bleiben möchten und mit fortschreitenden Sprachkenntnissen auch mehr leisten und verantworten wollen. Der Weg zur Fachkraft ist zwar etwas länger, aber i.d.R. mit guten Ergebnissen.
4 Fragen an unsere Regionalbotschafterin aus Rheinland-Pfalz – Agnieszka Mohm
Regionalbotschafter
Ein Interview mit Agnieszka Mohm der SWT (Stadtwerke Trier)
Veröffentlicht am: 19.07.2024
Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im sechsten Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.
Für Rheinland-Pfalz sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Agnieszka Mohm. Als Personalleiterin bei den Stadtwerken Trier setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.
Ich bin Regionalbotschafterin, weil
ich meine Erfahrungen und mein Wissen gerne mit anderen teile und weiß, wie wichtig der Austausch zwischen einzelnen Betrieben ist. Vor allem aber, weil mir das Thema sehr am Herzen liegt. Ich bin davon überzeugt, dass es keinen besseren Weg für Integration gibt, als bei der Arbeit. Arbeit ist für Menschen so viel mehr als nur die Erfüllung des täglichen Solls oder Einkommenssicherung. Es ist ein sozialer Baustein, der für Selbstbewusstsein, Stolz, Zufriedenheit und Empowerment sorgt. Der Weg hin zu einer Beschäftigung ist für Menschen aus dem Ausland oft steinig. Und da kommen wir Unternehmer:innen ins Spiel. Wir sorgen dafür, dass es für alle Beteiligten etwas einfacher wird! Durch die Gewinnung von ausländischen Arbeits- und Fachkräften schließen wir unsere Kapazitätslücken und tragen dabei zu einer wichtigen Aufgabe der gesellschaftlichen Integration bei. Dabei möchte ich mein Know-how und meine Erfahrungen mit anderen teilen und von den Menschen im Netzwerk lernen. Wir entwickeln uns, indem wir uns austauschen und anderen dabei helfen, aktiv zu werden. Eben das macht unsere Stärke aus. Ein Gewinn für alle Beteiligten.
Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist
zu sehen, dass wir zu einer Einheit zusammenwachsen, in der jede:r für jede:n einsteht. Zu beobachten, wie das Selbstbewusstsein unserer Kolleginnen und Kollegen – insbesondere bei Busfahrer:innen – mit jedem Tag im Job wächst. Zu erkennen, dass Freundschaften innerhalb der Belegschaft entstehen und neuen Kollegen unaufgefordert Unterstützung angeboten wird. Zu erleben, wie bei einem Firmen-Sommerfest Kollegen miteinander tanzen, lachen und sich umarmen. Das erfüllt mich mit großer Zuversicht, dass wir all diese positiven Erfahrungen in unser Privatleben mitnehmen und damit auch nach Feierabend mit großer Offenheit Menschen begegnen.
Schwierig war bei uns zunächst:
Es ist für uns nach wie vor schwierig, die unterschiedlichsten bürokratischen Hürden und Anforderungen zu bewältigen. Es ist jedes Mal aufs Neue eine sehr große Herausforderung, die nur mit guten Partnern umsetzbar ist. Einer dieser Partner ist das Netzwerk, die übrigen habe ich durch den Austausch im Netzwerk gefunden. Dieses umfangreiche Know-how können Sie im einzelnen Unternehmen nicht vorhalten. Ohne Unterstützung und Vernetzung wäre es uns kaum möglich, das Thema Integration umfassend anzugehen.
Wir arbeiten auch proaktiv daran, uns auf unsere kulturellen Besonderheiten einzustimmen und möglichen Konflikten proaktiv zu begegnen. Das setzt voraus, dass wir uns auch unserer kulturellen Besonderheiten bewusstwerden. Eine spannende Reise, die oft zu Aha-Effekten führt – auch bei der Reflektion eigener kultureller Prägungen.
Mittlerweile freuen wir uns über Mitarbeitende aus 44 Ländern und aktive Recruiting-Partnerschaften mit Sprachschulen im Kosovo, in Spanien oder auch in Madagaskar.
Den Betrieben in Rheinland-Pfalz gebe ich mit,
dass wir alle als Unternehmen vor großen Veränderungen stehen und diese aktiv begleiten und steuern müssen. Wir brauchen Planungssicherheit, um unsere Themen voranzutreiben. Der Wunsch nach starker Mitarbeiterbindung und –zufriedenheit ist einer der Aspekte, die uns einen. Es lohnt sich zu hinterfragen, mit welchen Maßnahmen, die es vor paar Jahren noch nicht gab, wir Personal für uns gewinnen. Dabei ist es wichtig immer wieder zu überprüfen, wie sich die Erwartungen der Arbeitnehmenden an die Arbeitswelt verändern – egal ob durch Einflüsse bedingt durch Herkunft oder Generationswechsel. Wir werden die Herausforderungen der Zukunft nur mit neuen klugen Konzepten und Herangehensweisen bewältigen können. Und ja: In dem Zusammenhang gehört auch die Integration Zugewanderter zu unseren unternehmerischen Aufgaben. Am Ende des Tages geht es um unsere Handlungsfähigkeit und nicht „nur“ um einen sozialen Faktor. Dabei entwickeln wir unsere Konzepte stets weiter: Aktuell prüfen wir in unserem Unternehmen beispielsweise, ob die Ehepartner:innen unserer kosovarischen Busfahrer bei einem Netzwerkpartner in der Pflege (Creatio-Gruppe) einsteigen und qualifiziert werden könnten. Für die Stadtwerke Trier und auch die Region eine absolute Win-win-Situation!
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