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Die Traditionsbäckerei Kremer aus Velen ist unser 2.500stes Mitglied

Wir freuen uns sehr, die traditionsreiche Bäckerei Kremer aus Velen als unser 2.500stes Unternehmen im NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge begrüßen zu dürfen! Inhaber Günther Kremer engagiert sich mit seinem Familienbetrieb seit 2015 für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Sein Auszubildender Yassir Alweki, der 2015 aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet ist, hat kürzlich seine Ausbildung zum Bäcker erfolgreich bestanden und arbeitet nun als Fachkraft in der Bäckerei.

Wir sprachen mit Günther Kremer über seine Erfahrungen und Wünsche:

1. Herr Kremer, seit wann engagieren Sie sich schon für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten?

Günther Kremer: Seit 2015 haben wir beim Willkommen-in-Velen-Team nach geeigneten, interessierten Flüchtlingen gefragt und einige Praktikumsplätze angeboten. Diese wurden auch genutzt und ein Praktikant war dann Herr Yassir Alweki.

2. Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrer Zusammenarbeit mit Geflüchteten gemacht?

Kremer: Die Erfahrungen in dieser Zeit haben gezeigt, dass es auch bei den geflüchteten Menschen diverse Charaktere gibt, ähnlich der Menschen hier in Deutschland. Der absolute Wille war nur bei unserem späteren Lehrling zu erkennen.

3. Wie haben Sie Ihren Mitarbeiter mit Fluchthintergrund kennengelernt? Gab es Hürden oder besonders positive Erfahrungen?

Kremer: Die Willkommen-in-Velen-Gruppe kam mit dem Wunsch des späteren Auszubildenden auf uns zu. Nach einem längeren Gespräch und einem 3-wöchigen Praktikum waren wir und der Flüchtling uns sicher, dass ein Praktikum ein guter Einstieg für beide Seiten wäre. Bereits nach 2 Wochen wollte Yassir unbedingt eine Lehrstelle antreten, was bei seinem unsicheren Status nicht so einfach war. Dank der Hilfe des Kreisdirektors, Herrn Ansgar Hörster, konnte gemeinsam mit der Handwerkskammer Münster eine 3+2 Regelung (Ausbildungsduldung) erreicht werden. Das heißt: 3 Jahre Lehre und danach einen zugeischerten Aufenthalt für weitere 2 Jahre.

4. Gibt es etwas, dass Sie anderen Betrieben mit auf den Weg geben würden?

Kremer: Ich würde jedem Betrieb raten, vor Beginn so einer Ausbildung alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen, sie zu motivieren und so eine gute Akzeptanz und Atmosphäre herzustellen.

5. Was wünschen Sie sich für Ihre Mitgliedschaft im NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge?

Kremer: Ich wünsche mir einen regen Austausch mit guten Tipps für den weiteren Umgang mit geflüchteten Menschen. Aber auch Anregungen der Betroffenen über deren Wünsche an uns.

Weitere Informationen und Links

  • Website der Bäckerei Kremer
  • Informationen zur o.g. Ausbildungsduldung (3+2-Regelung) gibt es auf unserer Website.
  • Weitere Unternehmensbeispiele aus dem NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge gibt es hier.
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