Kategorie: 2023/24

  • Gürkan Gür

    Gürkan Gür

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter
    aus Baden-Württemberg

    Veröffentlicht am: 02.08.2023

    Ein Interview mit Gürkan Gür

    vom Mercure Hotel Stuttgart City Center

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Baden-Württemberg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Gürkan Gür. Als General Manager beim Mercure Hotel Stuttgart City Center setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich meine Erfahrungen in der Integration von Flüchtlingen gerne an Interessenten und Unternehmen in Form von Best Practice Beispielen teilen will.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,

    dass ich unter anderem eine Ausbildungsduldung erzielen konnte und heute den beruflichen Werdegang einiger meiner Schützlinge aus der Ferne beobachten kann und darf.

    Schwierig war bei uns zunächst

    die Akzeptanz aller anderen Mitarbeiter*innen die Sprachbarrieren nicht als Problem zu sehen. Aber das konnten wir lösen, indem ich Überzeugungsarbeit geleistet habe, dass die Arbeitskraft und der Mensch vor den Sprachbarrieren stehen.

    Den Betrieben in Baden-Württemberg gebe ich mit,

    dass es besser ist einfach den Schritt zu wagen, statt sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was alles schief gehen könnte. Am Ende wird man erkennen, dass es trotz Hürden funktioniert, mit Flüchtlingen eine  wertvolle Fachkraft gewonnen zu haben.

  • Bernhard Wildt

    Bernhard Wildt

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter
    aus Berlin

    Veröffentlicht am: 02.08.2023

    Ein Interview mit Bernhard Wildt der Frisch & Faust Tiefbau GmbH

    vom Mercure Hotel Stuttgart City Center

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Berlin sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Bernhard Wildt. Als Ausbildungskoordinator bei Frisch & Faust setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich mich mit der Akquise von Auszubildenden beschäftige. Davon ist ein großer Anteil Geflüchtete, die unter besonderen Bedingungen einzustellen sind. Da will ich von den Erfahrungen aus anderen Regionen profitieren, um das optimal Mögliche zu erreichen.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,

    dass ein Auszubildender aus Afrika, der kaum Deutsch sprach, nach dem zweiten Anlauf den Facharbeiterabschluss bestanden hat und auf der Baustelle als sehr engagierter, fleißiger Mitarbeiter geschätzt wird.

    Schwierig war bei uns zunächst

    in erster Linie die Sprachbarriere, aber das konnten wir lösen, indem wir mit unserem Lehrbauhof und der Berufsschule zusammen mit ARRIVO Berlin eine sprachfördernde Klasse eingerichtet haben.

    Den Betrieben in Berlin gebe ich mit,

    sich von anfänglichen Sprachschwierigkeiten nicht abschrecken zu lassen. Es gibt viele Hilfsangebote. Die Zusammenarbeit mit ARRIVO Berlin ist zu empfehlen.

  • Jan von Donat

    Jan von Donat

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter 
    aus Brandenburg

    Veröffentlicht am: 18.10.2023

    Ein Interview mit Jan von Donat der KHG GmbH & Co. KG

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Brandenburg sprachen wir mit unserem Regionalbotschafter Jan von Donat. In der Geschäftsleitung bei der KHG GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Im September 2023 hat das neue Ausbildungsjahr im Tochterunternehmen Translogistik Waltersdorf Service GmbH & Co. KG mit 22 Azubis begonnen, davon hatten 2/3 keinen deutschen Hintergrund. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich mit positivem Beispiel vorangehen will – die Integration von Flüchtlingen ist eine wichtige Aufgabe für unsere Gesellschaft und bietet allen Beteiligten eine große Chance.  

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist,

    Flüchtlinge vom ersten Tag (ohne große Sprachkenntnisse) bis hin zum/zur Facharbeiter*in entwickeln zu können. Die Freude in den Gesichtern der neuen Facharbeiter*innen zu sehen ist unbezahlbar.

    Schwierig war bei uns zunächst

    die Rahmenbedingungen zu schaffen, aber das konnten wir lösen, indem wir alle Mitarbeiter*innen informiert, eingebunden und den Integrationsprozess begleitet haben.

    Den Betrieben in Brandenburg gebe ich mit:

    Flüchtlinge haben einen besonderen Antrieb und können ein Lösungsweg auf den Fachkräftemangel in unserer Region sein. Jeder Betrieb sollte seinen möglichen Beitrag leisten.

  • Michael Guttrof

    Michael Guttrof

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter
    aus Bremen

    Veröffentlicht am: 02.08.2023

    Ein Interview mit Michael Guttrof der ZECH Logistics GmbH

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Bremen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Michael Guttrof. Als Geschäftsführer der ZECH Logistics GmbH setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich es für elementar wichtig erachte, für Menschen mit Fluchthintergrund eine Willkommenskultur zu schaffen und sie zu den dringend benötigten Fachkräften auszubilden, bzw. einzusetzen.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist

    vielfältig und insofern nicht anhand nur eines Beispiels festzumachen.

    Schwierig war bei uns zunächst

    die Bereitstellung von entsprechenden Ressourcen, aber das konnten wir lösen, indem wir intern aufgeklärt und die Bedeutung für das Unternehmen dargelegt haben.

    Den Betrieben in Bremen gebe ich mit,

    dass es an den jeweiligen Führungskräften ist, mit gutem Beispiel voranzugehen und Strukturen zu schaffen, welche die Integration von Menschen mit Fluchthintergrund ermöglicht.

  • Fabian Holtkamp

    Fabian Holtkamp

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter
    aus Hamburg

    Veröffentlicht am: 02.08.2023

    Ein Interview mit Fabian Holtkamp vom ARCOTEL Rubin Hamburg

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Hamburg sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Fabian Holtkamp. Als Resident Manager beim ARCOTEL Rubin Hamburg setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich der festen Überzeugung bin, dass eine erfolgreiche Integration in der Hotellerie und Gastronomie bestens funktionieren kann. Es freut mich jeden Tag aufs Neue zu sehen, wie fleißig und motiviert gearbeitet wird. Hierfür steht Wertschätzung, Vertrauen und Respekt an erster Stelle. Des Weiteren ist eine gute Vernetzung für sämtliche Ansprechpartner*innen sehr wichtig, um stets auf dem neusten Stand zu sein.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist

    die tägliche Motivation und der Ehrgeiz, um sich in das bestehende Team zu integrieren. Weiterhin macht es mich es glücklich zu sehen, welche Dankbarkeit und Freude einem entgegengebracht wird.

    Schwierig war bei uns zunächst

    die Sprachbarriere, aber das konnten wir lösen, indem wir uns Zeit genommen und wir uns zu 100% auf unser Gegenüber eingelassen haben.  Ebenfalls sollte man im engen Kontakt bleiben, um den Dienstplan so anzupassen, dass Sprachkurse besucht werden können.

    Den Betrieben in Hamburg gebe ich mit,

    dass eine Integration von geflüchteten Menschen nach der behördlichen Hürde teils einfacher funktioniert, als man es sich vorstellt. Ich würde mich sehr freuen, wenn mehr Betriebe geflüchteten Menschen eine Perspektive geben.

  • Nicole v. Alvensleben

    Nicole v. Alvensleben

    4 Fragen

    an unsere Regionalbotschafterin
    aus Hessen

    Veröffentlicht am: 16.10.2023

    Ein Interview mit Nicole v. Alvensleben von Stitch by Stitch e.V.

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Hessen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Nicole v. Alvensleben. Bei Stitch by Stitch ist sie als Geschäftsführerin für das Business Management & Development, das Marketing und die Kommunikation zuständig. Stitch by Stitch denkt als Sozialunternehmen die Integration und Förderung geflüchteter Frauen von Anfang an mit. Die gewonnenen Erfahrungswerte möchte sie nun weitergeben.


    Ich bin Regionalbotschafterin, weil

    ich Menschen zusammenbringen möchte, die sich gemeinsam für ihre berufliche Zukunft stärken können: Unternehmen gewinnen langfristig Fachkräfte, Menschen mit Migrationsgeschichte erhalten wegen ihrer mitgebrachten Fähigkeiten eine echte Perspektive.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist

    die Motivation und Loyalität unserer Schneiderinnen zu sehen, weil sie die Chance bekommen ihren Beruf auszuüben und sich darüber eine Existenz in Deutschland aufbauen können.

    Schwierig war bei uns zunächst

    Schwierig war bei uns zunächst die Flut der bürokratischen Briefe die unsere Mitarbeiterinnen bekamen, aber das konnten wir lösen, indem wir persönlich und Schritt für Schritt den Kontakt zu den Behörden gesucht haben, um Fragen im direkten Austausch gemeinsam zu klären.

    Den Betrieben in Hessen gebe ich mit:

    die riesige Chance zu erkennen, ihre Fachkräfte zu sichern, indem sie die Menschen in eine Ausbildung bringen. Damit bauen sie sich nicht nur ihr eigenes, loyales Team auf, sondern positionieren sich im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte auf Jahrzehnte hin. Dabei haben Sie mit NUIF ein Experten-Team rundum um die berufliche, rechtliche und gesellschaftliche Integration an ihrer Seite – priceless!

    Beispiele aus dem Stitch by Stitch-Netzwerk:

  • Heike Fehlberg

    Heike Fehlberg

    4 Fragen

    an unsere Regionalbotschafterin
    aus Mecklenburg-Vorpommern

    Veröffentlicht am: 15.08.2023

    Ein Interview mit Heike Fehlberg der Helios Kliniken GmbH

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Mecklenburg-Vorpommern sprachen wir mit unserer Regionalbotschafterin Heike Fehlberg. Als Leitung der Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte bei den Helios Kliniken setzt sie sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte sie nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafterin, weil

    ich durch meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen mit internationalen Fachkräften im Gesundheitssektor, insbesondere in Bezug auf die berufliche Anerkennung mit unseren 34 Helios Bildungszentren, beraten und unterstützen kann. Mein Ziel ist es, geflüchtete Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen und ihnen den (Wieder-)Einstieg in den Beruf zu ermöglichen – denn ein sicherer Arbeitsplatz ist für die meisten Flüchtlinge ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist

    ,dass wir gegenseitig durch die persönlichen und individuellen Erfahrungen, die jeder einzelne mit sich bringt, voneinander lernen können. In unseren 87 Helios Kliniken stehen 72 Integrations- und Anerkennungsmanager und über 100 Lern-Paten den internationalen Mitarbeiter:innen, bei behördlichen Hürden und der Integration, zur Seite. Damit können wir ein bestmögliches Ankommen im neuen Zuhause ermöglichen.

    Schwierig war bei uns zunächst

    entsprechend geförderte Sprachangebote zu finden. Von behördlicher Seite wird häufig gesagt, ja wir fördern, jedoch die Bildungsträger müssen es anbieten. Die lokalen Bildungsträger jedoch die nötigen Mittel nicht zur Verfügung standen und noch nicht stehen.

    Den Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern gebe ich mit:

    Ankommen im neuen Zuhause! Die Integration der Geflüchteten in unserem Bundesland und in Deutschland ist für den Geflüchteten selbst und auch für den jeweiligen Arbeitgeber wichtig. Denn für viele Geflüchtete ist eine schnelle Rückkehr in ihr Heimatland aufgrund anhaltender Konflikte oder Verfolgung nicht möglich. Je früher die Neuankömmlinge in das tägliche Leben eingebunden werden, desto größer sind die Chancen für eine gelungene Integration.

    Beispiele aus dem Helios Netzwerk:

  • Frank Giesker

    Frank Giesker

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter
    aus Niedersachsen

    Veröffentlicht am: 02.08.2023

    Ein Interview mit Frank Giesker der fdu GmbH & Co. KG

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Niedersachsen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Frank Giesker. Als Ausbildungsleitung bei der fdu GmbH & Co. KG setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich im Rahmen meiner Möglichkeiten mithelfen möchte, Flüchtlingen in Deutschland die Integration zu erleichtern, sodass sie für sich eine persönliche und berufliche Perspektive erarbeiten können.

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten ist

    die persönliche Entwicklung unseres afghanischen Auszubildenden, der als 14-jähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland kam und nun nach vielen schwierigen Phasen durch seine besondere Lernbereitschaft kurz vor dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement steht.

    Schwierig war bei uns zunächst

    die emotional aufwühlende Phase nach der Machtübernahme der Taliban, die aufgrund anschließender Probleme in der Berufsschule zum Abbruch der Ausbildung zum Industriekaufmann führte. Aber das konnten wir gemeinsam lösen, indem er die Berufsschule gewechselt hat und mit der Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement einen Neustart gewagt hat. Aufgrund der nun wieder guten Leistungen kann die Ausbildung um ein Jahr verkürzt werden, sodass trotz des Wechsels die Ausbildungszeit nach drei Jahren erfolgreich beendet sein wird.

    Den Betrieben in Niedersachsen gebe ich mit

    bei der Zusammenarbeit mit Geflüchteten Geduld, Verständnis und Vertrauen mitzubringen. Ich habe in vielen Bewerbungsgesprächen bewegende Geschichten gehört und höchsten Respekt vor dem Willen und Durchhaltevermögen der Flüchtlinge. Die Flüchtlinge verdienen es, eine Chance zur Integration zu bekommen. Andersherum ist aber auch legitim, von ihnen Leistungsbereitschaft im Arbeitsleben und Ehrgeiz beim Erlernen der deutschen Sprache zu erwarten, die ein Schlüssel für eine erfolgreiche Integration ist.

    Tipp: Setzen Sie sich mit den Besonderheiten der anderen, fremden Kulturen auseinander – es ist bereichernd und schafft Verständnis für manche für uns ungewöhnliche Verhaltensweisen.

    Perspektiv-Wechsel: Bei einem australischen Freund hing eine Weltkarte an der Wand: Australien war oben in der Mitte und Europa musste ich rechts unten in der Ecke suchen. Der Versuch, die Welt aus der Perspektive der Flüchtlinge zu sehen und sich für ihre Motive und Lebenserfahrungen zu interessieren, sollte unser Mindest-Beitrag zur Integration sein, der helfen würde, sich gegenseitig besser zu verstehen.

  • Andreas Mayer

    Andreas Mayer

    4 Fragen

    an unseren Regionalbotschafter
    aus Nordrhein-Westfalen

    Veröffentlicht am: 02.08.2023

    Ein Interview mit Andreas Mayer vom Redaktionsbüro Wipperfürth

    Um bundesweit Best Practices zu erarbeiten, hat das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge im fünften Jahr Betriebe aus den einzelnen Bundesländern ausgewählt, die für ein Jahr den Titel „Regionalbotschafter*in“ tragen. So entsteht ein Netzwerk von Expert*innen, das die Arbeitsmarktintegration praktisch lebt und die Expertise an Unternehmen in der Region weitergibt. In Form von kurzen Interviews möchten wir hier unsere Regionalbotschafter*innen vorstellen.

    Für Nordrhein-Westfalen sprachen wir mit unserer Regionalbotschafter Andreas Mayer. Als Geschäftsführer beim Redaktionsbüro Wipperfürth setzt er sich für die Arbeitsmarktintegration Geflüchteter ein. Diese Erfahrungswerte möchte er nun weiter geben.


    Ich bin Regionalbotschafter, weil

    ich Mut zusprechen will, wenn Unternehmer*innen zweifeln, ob Menschen mit Fluchthintergrund ein Unternehmen bereichern oder nicht. 

    Meine beste Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten

    ist, beobachten zu dürfen, wie Tag für Tag die Anspannung, die Unsicherheit, das fremd fühlen weicht bis zu dem Punkt, an dem diese den anderen etwas beibringen!

    Schwierig war bei uns zunächst

    die bürokratischen Hürden zu meistern. Aber das konnten wir lösen – allerdings brauchte es viel Geduld, Hartnäckigkeit und persönliches Engagement.

    Den Betrieben in Nordrhein-Westfalen gebe ich mit

    dass wir zwischen Rhein und Ruhr schon immer besonders stark von der Integration ausländischer Arbeitskräfte profitiert haben. Und dass dies in den kommenden Jahren ein ganz entscheidender Punkt für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen sein wird.