Unsere Referentinnen: Frau Dr. Viktoria Winstel, Fachanwältin für Arbeitsrecht der Kanzlei Osborne Clarke, und Frau Fabienne Carnott, Team Fachkräftesicherung Welcome Center Koblenz.
Am 23. April beginnt der Ramadan, die Fastenzeit für Muslime. Was bedeutet dieses Fest und wie kann man im Arbeitskontext damit umgehen, z.B. in der Schichtplanung? Welche religiösen Vorschriften sind zu beachten? Und was sagt eigentlich das Arbeitsrecht zum Thema? In unserem Webinar geben wir einen Überblick.
Marlene Thiele, Projektleiterin des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge,gibt Hintergrundinformationen zu den Religionszugehörigkeiten der Menschen aus den Hauptherkunftsländern, erklärt kulturelle Hintergründe und welche Vorschriften und Rituale die Religionen aufweisen. Außerdem erhalten Sie arbeitsrechtliche Informationen und Praxistipps, wie man eventuelle Herausforderungen am Arbeitsplatz meistern und Chancen für sich nutzen kann.
Einen Einblick in den Betrieb ganz konkret und praktisch, gewährt unser Regionalbotschafter für Baden-Württemberg, Martin Jeutter, Inhaber und Ausbilder bei Garten und Pflanzen Jeutter. Er ist überzeugt, dass die Arbeit als Landschaftsgärtner auch während des Ramadan gut möglich ist, wenn man einige Dinge vorab klärt.
Wie wird in unterschiedlichen Ländern auf die Corona-Situation reagiert? Was wird von wem als Krise betrachtet und wie gehen andere Kulturen mit Krisen um? Religion und/oder Abschottung, was vermittelt wem Sicherheit in Krisenzeiten? Welche Reaktionsmuster lassen sich entdecken und was sind ihre Hintergründe?
Zusammen mit der Ethnologin und erfahrenen interkulturellen Trainerin Dr. Kundri Böhmer-Bauer diskutierten wir anhand von Fallbeispielen Herausforderungen, die sich durch Krisen im Zusammenspiel von Kulturen, Individuen, Situationen, Generationen und Bildungsunterschieden ergeben können. Dazu zählen Konflikte am Arbeitsplatz, fatalistische Einstellungen, die bis zur Leugnung der Krise reichen können, aber auch Veränderungen bei der interkulturellen Zusammenarbeit. Der Fokus des Webinars liegt auf den Chancen, die Krisen für Individuen, wie Auszubildende und Ausbilder*innen, und auch für Kollektive, wie Bevölkerungsgruppen und Unternehmen, beinhalten.
Über 55.000 Geflüchtete waren 2019 in einer Ausbildung. Viele haben in den letzten Monaten ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Dabei hat sich gezeigt: Ein entscheidender Faktor, damit die Ausbildung gut gelingt, ist eine gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Betrieb und Berufsschule.
Aus diesem Grund beleuchten wir hier in diesem Webinar die wichtigsten Aspekte bei der dualen Ausbildung von Geflüchteten. In diesem Format dreht sich alles um das gemeinsame Gespräch und den Austausch.
Mit dabei: Die ARD Buffet-Fernsehköchin und Geschäftsführerin des Restaurants apex in Göttingen, Frau Jacqueline Amirfallah, Herr Armin Oberländer, der Schulleiter der Berufsbildenden Schule Ritterplan in Göttingen und Herr Torsten Bosse, Abteilungsleiter der Ernährung und Körperpflege an der selbigen Berufsschule.
In einem Fragen-Antworten-Format mit unserer Projektreferentin Yasmin Zein berichten die Experten aus Ihrem Arbeitsalltag und geben Tipps zur Zusammenarbeit und Kommunikation, auch in Zeiten von Corona-Einschränkungen.
In unserer Mediathek finden Sie unsere Broschüren zur Prüfungsvorbereitung, Sprache und Ausbildung.
Bereits seit 2005 gibt es die Möglichkeit, die Berufsausbildung in Teilzeit zu absolvieren. War sie vor allem gerade für alleinerziehende junge Mütter oder Väter eine Möglichkeit, ihre bereits begonnene Ausbildung abzuschließen oder eine Ausbildung trotz Betreuung eines Kindes zu beginnen, steht diese Option seit dem 1. Januar 2020 allen Auszubildenden offen. Auch Menschen mit Fluchthintergrund können von diesem Angebot profitieren, denn weitere Sprachkurse, Nachhilfeangebote oder eine zusätzliche Erwerbstätigkeit lassen sich durch eine Ausbildung in Teilzeit flexibler kombinieren.
Nach wie vor findet dieses Ausbildungsformat in der Praxis verhältnismäßig wenig Anwendung. ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen fragen sich beispielsweise welche Voraussetzungen für eine Ausbildung in Teilzeit notwendig sind, wie die praktische Umsetzung aussehen kann und wie Gehalt und Urlaubsanspruch geregelt werden.
Im Rahmen eines gemeinsamen Web-Seminars des Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“ und des NETZWERKs Unternehmen integrieren Flüchtlinge zum Thema „Teilzeitberufsausbildung – Eine Chance für Vereinbarkeit und Integration“ werden Antworten auf diese und weitere Fragen gegeben und Erfahrungen aus der Praxis geteilt.
Hate Speech und Shitstorms können leider auch die Facebook-Seiten von kleinen und mittleren Unternehmen betreffen, gerade wenn diese sich für die Integration und Beschäftigung von geflüchteten Menschen einsetzen.
Gemeinsam mit dem Verein ichbinhier e.V. entwickelten wir eine Strategie zum Umgang mit Vorurteilen und Hassattacken Off- und Online, die Sie für sich anpassen können. Wie verhindere ich, dass die Auseinandersetzung mit dem Hass mich selbst negativ beeinflusst? Wir zeigten Wege auf, Off- und Online Vorurteilen zu widersprechen und eigene Positionen mit Fakten zu untermauern. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Stärkung der betroffenen Mitarbeiter.
Mit dabei waren unsere Regionalbotschafterin für Rheinland-Pfalz, Sylvia Pyzik und ihr Kollege Christian Hoffmann von der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH, und stellten Best Practices für den Arbeitsalltag vor.
Der Verein ichbinhier e.V. setzt sich mit Studien und Beratung, aber auch ganz konkret mit seinen rund 45.000 Facebook-Mitgliedern, gegen Hate Speech und für ein respektvolles Miteinander ein und präsentierte seine Strategien und Arbeit vor.
Achtung: Wegen einem technischen Fehler wurde das Webinar am 24.09. leider nicht aufgezeichnet. Wir freuen uns daher sehr, dass sich Frau Reiter für eine Wiederholung nochmal die Zeit nahm, ihren Impuls zu halten und auf all Ihre im Webinar gestellten Fragen einzugehen.
Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldung: Wie geht es danach weiter? Mit dieser Frage beschäftigten wir uns in diesem Webinar und beleuchteten den Weg in die Aufenthaltserlaubnis und ihre Verlängerungsformen bis hin zur unbefristeten Niederlassungserlaubnis und was bei der Antragsstellung zu beachten ist. Einen tieferen Einblick in die Thematiken gab uns dabei unsere Expertin Sabine Reiter, IvAF-Referentin des bayerischen IvAF-Netzwerks BAVF II, Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH. Mit ihr gingen wir näher auf die Besonderheiten und Herausforderungen bei der Aufenthaltsverfestigung für Geflüchtete ein. Außerdem sprachen wir die Corona-Hürden durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und abgelaufenen Pässen an.
In öffentlichen Debatten spielt die Sorge über eine mögliche Radikalisierung von Geflüchteten eine wichtige Rolle. Zugleich zeigen aktuelle Zahlen der Sicherheitsbehörden, dass Geflüchtete im salafistischen Spektrum nur am Rande eine Rolle spielen.
Dennoch ist es für ArbeitgeberInnen und AusbilderInnen wichtig zu wissen, wie man Aussagen einordnen und wann man hellhörig werden muss. Wann und wie kann ich ein Gespräch eröffnen, wenn ich mir Sorgen mache? Wie und warum lässt sich der Islam überhaupt für radikale und menschenfeindliche Ideologie missbrauchen, wie dies bspw. der IS oder Boko Haram tun?
Ufuq e.V. ist ein renommierter Träger der freien Jugendhilfe, der sich mit den Themen politische Bildung und Prävention zu den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus auseinandersetzt. Der Verein bemüht sich um Alternativen zu den aufgeregten Debatten um Parallelgesellschaften, religiös begründete Radikalisierung und eine vermeintliche Islamisierung Deutschlands und informiert, berät und unterstützt in den Herausforderungen, die sich in der pädagogischen Arbeit in der Migrationsgesellschaft ergeben können. Der Verein hat uns mit Herrn Dr. Götz Nordbruch einen erfahrenen Referenten zur Verfügung gestellt. Der promovierte Islam- und Sozialwissenschaftler ist Mitbegründer und Co-Geschäftsführer des Vereins ufuq. Von November 2016 bis März 2020 war er Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus.
Bei der Integration von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt stehen Unternehmen sowie Beraterinnen und Berater oft vor der Herausforderung, die ausländischen Qualifikationen in den Lebensläufen richtig einzuordnen. Daran knüpften wir in diesem Webinar an und beantworteten zusammen mit unserer Expertin Frau Kristina Stoewe vom BQ-Portal, dem Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen, folgende Fragen: Welche Bildungsabschlüsse bringen Geflüchtete mit? Wie sind die Bildungssysteme in den Hauptherkunftsländern Geflüchteter, also in Syrien, Afghanistan, Iran, Nigeria und Eritrea? Was sind die wesentlichen Unterschiede zum deutschen Bildungssystem? Unser Schwerpunkt lag dabei auf der beruflichen Bildung.
Frau Stoewe nahm sich nach dem Webinar Zeit die offenen Fragen der Teilnehmer zu beantworten und stellte entsprechende Quellen bereit:
Bildungsstand Geflüchteter aus Nigeria: Über 40% der Geflüchteten haben entweder keine formelle Schulbildung (11%) oder besuchten nur eine Grundschule (30%), ca. 13% besuchten eine Hochschule. Hier geht’s zur aktuellen Analyse des BAMF.