Kategorie: Aktuelles

  • NUiF ist ab 2. Januar 2025 wieder da!

    NUiF ist ab 2. Januar 2025 wieder da!

    Das NUiF-Team ist in den Ferien


    Veröffentlicht am: 20.12.2024

    Wir sind ab dem 2. Januar 2025 wieder erreichbar!

    Das NUiF-Team verabschiedet sich in die Weihnachtsferien und wünscht allen ein besinnliches und frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Ab 2. Januar 2025 sind wir wieder im Büro zu erreichen und stehen für alle Fragen und Anregungen bereit – ob per Mail oder Telefon.

  • Aktuelles zur Lage in Syrien

    Aktuelles zur Lage in Syrien

    Aktuelle Situation in Syrien: Was bedeutet das für Geflüchtete und Arbeitgeber*innen in Deutschland


    Veröffentlicht am: 11.12.2024

    In Syrien überschlagen sich die Ereignisse: Eine Aussage, wie sich die Lage im Land entwickeln wird, ist aktuell kaum möglich. Für geflüchtete Syrer*innen in Deutschland sind erste Auswirkungen bereits spürbar: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat aufgrund der unklaren Lage die Bearbeitung der Asylanträge von Syrer*innen vorübergehend eingestellt. Laut BAMF sind rund 47.000 Anträge betroffen. Diese Personen werden sich somit länger im Asylverfahren und damit dem Status der Aufenthaltsgestattung befinden. 

    Für Arbeitgeber*innen hat dies keine direkte Auswirkung: Personen im Asylverfahren, können grundsätzlich weiterbeschäftigt werden. Syrer*innen in Gestattung, die noch nicht in Beschäftigung sind, haben nach einer Wartefrist Zugang zum Arbeitsmarkt.

    Syrische Schutzsuchende in Deutschland

    Ende 2023 lebten laut Statistischem Bundesamt rund 712.000 syrische Schutzsuchende in Deutschland. Als Schutzsuchende gelten dabei Personen, die sich unter Berufung auf humanitäre Gründe in Deutschland aufhalten – also auch Menschen in Aufenthaltsgestattung und Duldung. In den vergangenen Jahren haben Menschen aus Syrien in Deutschland mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit Schutz erhalten. Die Gesamtschutzquote lag laut BAMF 2023 bei über 88 Prozent. Der häufigste Schutzstatus, der in den letzten Jahren vergeben wurde, ist dabei der subsidiäre Schutz. Theoretisch könnte dieser Schutzstatus widerrufen oder nicht verlängert werden. Pläne dazu sind aktuell nicht absehbar. Eine Entscheidung hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich die Situation in Syrien langfristig und dauerhaft verändert.

    Laut Bundesagentur für Arbeit (Stand Mai 2024) sind aktuell circa 222.600 Syrer*innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dazu kommen noch einmal fast 50.000 geringfügig Beschäftigte.

    Pro Asyl hat eine knappe Übersicht erstellt, die verschiedene Formen des Aufenthalts beleuchtet und mögliche nächste Schritte beschreibt: https://www.proasyl.de/hintergrund/hinweise-fuer-syrische-gefluechetete-und-ihre-beraterinnen/

  • Bundesrat stimmt Ukraine-Aufenthaltserlaubnis-Fortgeltungsverordnung zu

    Bundesrat stimmt Ukraine-Aufenthaltserlaubnis-Fortgeltungsverordnung zu

    Bundesrat stimmt der Ukraine-Aufenthaltserlaubnis-Fortgeltungsverordnung zu


    Veröffentlicht am: 27.11.2024

    Bereits im Juni 2024 haben die EU-Staaten beschlossen, die Sonderregelungen für den vorübergehenden Schutz von Ukrainer*innen in der EU um ein weiteres Jahr bis März 2026 zu verlängern. Dieser Beschluss musste bislang noch in deutsches Recht umgesetzt werden.

    Am 22. November 2024 hat der Bundesrat nun der Verordnung zugestimmt, schutzberechtigten Personen, die aufgrund des Krieges die Ukraine verlassen mussten und am 1. Februar 2025 im Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Absatz 1 des AufenthG sind, diese bis zum 4. März 2026 zu verlängern. Die Aufenthaltserlaubnisse gelten automatisch fort, es muss dafür kein Antrag auf Verlängerung bei der Ausländerbehörde gestellt werden.


    Weiterführende Links:

    Fachinfo des Paritätischen Gesamtverbands

  • BIB-Studie zu ukrainischen Geflüchteten

    BIB-Studie zu ukrainischen Geflüchteten

    Herausforderungen und Chancen für geflüchtete Ukrainer*innen auf dem Arbeitsmarkt


    Veröffentlicht am: 23.10.2024

    Die Arbeitsmarktintegration der aus der Ukraine geflohenen Menschen zeigt eine positive Entwicklung. Seit ihrer Ankunft in Deutschland hat sich die Erwerbstätigenquote innerhalb der ersten zwei Jahre kontinuierlich auf rund 30 Prozent gesteigert. Diese Zahlen liegen über den prognostizierten Szenarien und spiegeln den Erfolg der bisherigen Integrationsmaßnahmen wider. Insbesondere das höhere Bildungsniveau, die guten Aufenthaltsbedingungen sowie der schnelle Erwerb von Deutschkenntnissen durch Integrations- und Sprachkurse wirken sich positiv aus.

    Studie bereits in der vierten Befragungsrunde

    Diese Ergebnisse stammen aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung (IAB), des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), des Forschungszentrums des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am DIW Berlin, der vertieft zentrale Befunde aus der gemeinsamen Studie „Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland“ vorstellt. Das Projekt läuft seit 2022 und berichtet zum vierten Mal von den Herausforderungen und Plänen der aus der Ukraine geflüchteten Menschen.

    Hürden bei der Arbeitsmarktintegration

    Trotz dieser Fortschritte bestehen weiterhin signifikante Herausforderungen. Zu den größten Hürden zählen Betreuungsprobleme für Mütter mit minderjährigen Kindern, gesundheitliche Einschränkungen bei älteren Schutzsuchenden sowie langwierige Verfahren zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Besonders betroffen sind Ukrainerinnen und Ukrainer, die in ihrer Heimat Berufe ausgeübt haben, die in Deutschland zu den Engpassberufen zählen – etwa im medizinischen Bereich oder in der Pflege.

    Die Studie zeigt, dass die vorhandenen Qualifikationen und Erfahrungen aus Engpassberufen noch nicht vollständig genutzt werden. Ein Grund dafür sind komplexe Anerkennungsverfahren sowie fehlende Sprachkenntnisse. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Potenziale der Schutzsuchenden für den deutschen Arbeitsmarkt dringend benötigt werden. In Branchen wie der Gastronomie oder im Lebensmittelhandel sind erste Fortschritte zu beobachten, doch in anderen Sektoren wie dem Gesundheitswesen bleibt noch viel zu tun.

    Potentiale müssen besser genutzt werden

    Um die Potenziale besser auszuschöpfen, bedarf es größerer Flexibilität der Arbeitgeber sowie gezielter Anstrengungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. Gerade Menschen mit hohen Qualifikationen könnte man durch vereinfachte Verfahren einen schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Darüber hinaus bleiben der Spracherwerb und der Ausbau von Betreuungsinfrastrukturen zentrale Faktoren, um die Teilhabe am Arbeitsmarkt weiter zu fördern.

    Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Arbeitsmarktintegration der Schutzsuchenden nicht nur Stabilität für die Betroffenen bietet, sondern auch den Fachkräftemangel in Deutschland lindern kann. Trotz der Wirtschaftslage ist es essenziell, die Teilnahme der ukrainischen Schutzsuchenden am Arbeitsmarkt weiter zu steigern. Die Unterstützung durch Qualifizierung und gezielte Maßnahmen, etwa durch Sprachkurse oder berufliche Anpassungsqualifizierungen, bleibt der wichtigste Schlüssel, um diese Menschen zu integrieren und dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen.

    Ausführliche Informationen zur Studie finden Sie im BiB.Aktuell:

    Link zur Studie

  • 27% für Vielfalt und Weltoffenheit in der deutschen Wirtschaft

    27% für Vielfalt und Weltoffenheit in der deutschen Wirtschaft

    DIHK-Kampagne für Vielfalt und Weltoffenheit in der deutschen Wirtschaft


    Veröffentlicht am: 08.10.2024

    27-%-Logo zeigt hohen Anteil von Erwerbstätigen mit Migrationshintergrund

    Seit Ostern setzte die DIHK ein Zeichen gegen rechtsextreme Tendenzen – auch NUiF bekam deshalb vorübergehend ein neues Logo. Heute endet die Kampagne.

    „27 Prozent von uns – #KeineWirtschaftOhneWir“ lautete der Titel der DIHK-Kampagne, die mit einer Logo-Kürzung um 27 Prozent deutlich macht, dass diese 27 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland einen Migrationshintergrund haben.

    „Wegen der bis zuletzt enormen Resonanz hatten wir die ursprünglich für sechs Wochen geplante Aktion zwei Mal auf jetzt sechs Monate verlängert“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian.

    An der Aktion haben sich neben den meisten Industrie- und Handelskammern auch viele Organisationen sowie weit mehr als 1.000 Unternehmen intensiv beteiligt.

    „Die deutsche Wirtschaft hat mit der Aktion in den klassischen Medien, in Social Media und auf etlichen Veranstaltungen ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Weltoffenheit gesetzt“, so Adrian zum Abschluss der Aktion.

    Alle Infos zur Kampagne gibt’s bei der DIHK.

  • Jahrestagung der Willkommenslots*innen 2024

    Jahrestagung der Willkommenslots*innen 2024

    Jahrestagung der Willkommenslots*innen und Passgenauen Besetzung: Neue Zielgruppen im Fokus


    Veröffentlicht am: 27.09.2024

    Am 16. und 17. September 2024 fand die Jahrestagung der „Willkommenslotsen“ und der „Passgenauen Besetzung“ in Berlin statt, die wir gemeinsam mit dem BMWK, ZDH, BAFA und IW organisiert und durchgeführt haben. Rund 170 Beraterinnen und Berater der beiden Programme kamen dafür im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zusammen. Neben verschiedenen Impulsvorträgen, Podiumsdiskussionen und Austauschrunden wurden neue Herausforderungen sowie Perspektiven der Projekte diskutiert.

    Am ersten Tag der Konferenz gaben Expertinnen und Experten im Rahmen von kurzen Impulsvorträgen wichtige Einblicke in die Themen der Vorbereitung von Drittstaatsangehörigen in Ausbildung in Deutschland und wie sich psychische Belastungen bei jungen Menschen auf die Berufswahl und den Arbeitsalltag auswirken können und wir hier auch sinnvoll unterstützt werden kann. Anschließend tauschten die Teilnehmenden in einem Barcamp-Format ihre Erfahrungen aus. In insgesamt 21 Sessions diskutierten sie über Themen wie Schulkooperationen, wie Studienzweifler*innen für eine duale Ausbildung gewonnen werden können und weitere relevante Aspekte.

    Am zweiten Tag stand die Ansprache einer besonders schwer erreichbaren Zielgruppe, der sogenannten NEETs (Young people neither in employment nor in education and training), im Mittelpunkt. Präsentationen und Diskussionen beleuchteten innovative Ansätze, um diese jungen Menschen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. In einer anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Fachleute die praktischen Herausforderungen und Chancen der beruflichen Vermittlung.

    Zum Abschluss wurden erfolgreiche Praxisbeispiele, wie etwa der „Tag der Bewerbung“, die „Offene Sprechstunde“ und der „IHK-Elternabend“ vorgestellt. Sie fördern nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Jugendlichen und Eltern, sondern steigern auch die Bekanntheit der Programme. Die Tagung verdeutlichte somit die Bedeutung innovativer Konzepte und regionaler Kooperation. Außerdem zeigte sie, dass der Austausch zwischen den Beraterinnen und Beratern für die berufliche Vermittlung von großem Wert ist.

    Wenn auch Sie auf der Suche nach Azubis mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte sind, finden Sie hier Ihre Willkommenslots*innen in Ihrer Region.

    Weitere Infos zum Programm der Willkommenslotsen finden Sie hier: BMWK – Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen

  • Neue Studie des IW

    Neue Studie des IW

    Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft betont die Wichtigkeit internationaler Arbeitnehmer*innen


    Veröffentlicht am: 11.09.2024

    Internationale Fachkräfte sichern den wirtschaftlichen Fortbestand

    Der Fachkräftemangel gilt als eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft, besonders in den ostdeutschen Bundesländern. Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren noch prekärer, da die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden und die nachfolgenden Generationen diese Lücke nicht mehr schließen können. In einer aktuellen Studie zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) welche Rolle ausländische Arbeitskräfte bereits heute spielen, um diese Entwicklung etwas abzufedern.

    Dringender Bedarf an Fachkräften

    Im Jahr 2023 fehlten deutschlandweit rund 570.000 qualifizierte Fachkräfte. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Deutschland vermehrt auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen ist – vor allem auf Arbeitskräfte aus Drittstaaten, denn auch andere EU-Länder stehen aufgrund des demografischen Wandels vor ähnlichen Herausforderungen.

    Ostdeutsche Bundesländer sind besonders auf internationale Beschäftigte angewiesen

    Wirft man einen Blick auf das Beschäftigungswachstum der letzten Jahre wird schnell klar, dass ausländische Beschäftigte schon jetzt eine zentrale Rolle spielen. Zwischen 2022 und 2023 entfielen 62 Prozent des Beschäftigungszuwachses auf Arbeitskräfte aus Drittstaaten, während deutsche Beschäftigte lediglich 14 Prozent des Wachstums ausmachten.

    Die IW-Studie zeigt, dass es sowohl deutschlandweit einen Zuwachs an internationalen Beschäftigten gibt, als auch, dass besonders in den ostdeutschen Bundesländern die Zahl der deutschen Arbeitnehmer*innen sinkt. In allen ostdeutschen Bundesländern (außer Berlin) und im Saarland ist die Anzahl deutscher Beschäftigter u.a. aufgrund des demografischen Wandels zurück gegangen. Besonders für Sachsen, Brandenburg und Thüringen sind deshalb internationale Beschäftigte unverzichtbar. Hier sorgt der Zuwachs an internationalen Beschäftigten nicht nur für einen Ausgleich des Rückgangs an deutschen Arbeitnehmer*innen, sondern sogar für ein Beschäftigungsplus. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern konnte der Rückgang an deutschen Beschäftigten durch internationale Fachkräfte zumindest annährend ausgeglichen werden.

    Alle Ergebnisse und Details der IW-Studie finden Sie hier!

  • DIHK-Ausbildungsumfrage 2024

    DIHK-Ausbildungsumfrage 2024

    Azubis aus Drittstaaten sind eine wichtige Zielgruppe für Unternehmen 


    Veröffentlicht am: 04.09.2024

    Einblicke in die DIHK-Ausbildungsumfrage 2024

    Pünktlich zum Start des aktuellen Ausbildungsjahres hat die DIHK ihre Ausbildungsumfrage 2024 veröffentlicht.  Dafür wurde den Betrieben eine große Bandbreite an Fragen zu aktuellen Herausforderungen gestellt. Haupterkenntnis der Befragung: Der Azubimangel weitet sich aus – 49 Prozent aller Ausbildungsbetriebe im Bereich der Industrie- und Handelskammern konnte nicht alle Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2023/24 besetzen. Mit 2 Prozentpunkten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr wird damit ein neuer Rekordwert erreicht. Darüber hinaus finden sich auch einige spannende Zahlen zu Azubis aus Drittstaaten: 

    Drittstaatler*innen sind eine wichtige Zielgruppe für Ausbildungsbetriebe  

    Die Nachfrage nach Azubis aus Drittstaaten bleibt unvermindert hoch. Während bislang vor allem große Unternehmen bereits Erfahrungen in der Ausbildung von internationalen Azubis machten, wird diese Zielgruppe nun auch für kleinere und mittlere Unternehmen immer wichtiger. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (48 Prozent) hat bereits Azubis aus anderen Herkunftsländern (EU und Drittstaaten) ausgebildet oder versucht sie für die Ausbildung zu gewinnen. Dabei setzen insbesondere der Gastronomiebereich und die Transport- und Logistikbranche aus Azubis aus dem Ausland. 

    Deutschkenntnisse stellen größtes Einstellungshindernis dar 

    Wenig überraschend: Für die Unternehmen stellen unzureichende Deutschkenntnisse das größte Einstellungshürde dar. Weiterhin werden umständliche und langwierige bürokratische Prozesse als Hindernis ins Feld geführt, wie auch strukturelle Probleme wie mangelnder Wohnraum und fehlende Unterstützungsangebote für ausländische Auszubildende. 

    80 Prozent der Ausbildungsunternehmen packen die Herausforderungen aktiv an und geben förderbedürftigen jungen Menschen eine Chance. Mehr als jeder dritte Betrieb setzt dabei auf firmeninterne Nachhilfe. 

    Alle Ergebnisse der DIHK-Ausbildungsumfrage 2024 mit umfangreichen Grafiken, Tabellen und Infokästen können Sie hier nachlesen! 

  • Christine Floristik ist 4.000stes NUiF-Mitglied

    Christine Floristik ist 4.000stes NUiF-Mitglied

    Christine Floristik aus Salzwedel ist unser 4.000stes Mitgliedsunternehmen


    Veröffentlicht am: 09.08.2024

    Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Sven Giegold, Staatssekretär im BMWK, und Achim Dercks, stv. DIHK-Hauptgeschäftsführer, Christine Floristik als 4.000stes Mitglied am 7. August vor Ort in Salzwedel begrüßen durften.

    Geschäftsführerin Christine Heuer und ihr Mitarbeiter und ehemaliger Azubi Said Farid Sadat sind ein tolles Beispiel, wie die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchtgeschichte gelingen kann. Said Farid Sadat ist 2016 aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet. Nach einem Praktikum hat er seine Ausbildung als Florist bei Christine Floristik in Salzwedel begonnen und 2022 mit Auszeichnung als Jahrgangsbester in seinem Fach in Sachsen-Anhalt abgeschlossen.

    Christine Heuer freut sich über diese tolle Erfahrung und möchte auch andere Betriebe ermutigen, sich für Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte zu öffnen:

    „Die Ausbildung von Said war für das gesamte Team etwas Besonderes. Er hatte bereits in Afghanistan mit Pflanzen gearbeitet, was sich schon während des Praktikums zeigte. Deshalb war für mich schnell klar, dass ich ihm die Ausbildung anbieten möchte. Die Sprache war am Anfang eine große Hürde, die Said mit Unterstützung des gesamten Teams von Christine Floristik mit Bravour gemeistert hat. Zu sehen, mit welchem Fleiß, Ehrgeiz und Begeisterung er diesen Beruf erlernt und jetzt auch ausübt, ist beeindruckend. Auch in der Floristik ist es nicht immer einfach, geeignetes Personal zu finden. Wer den Mut hat, geflüchtete Personen auszubilden, kann aktiv etwas gegen den Fachkräftemangel tun und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Die Mühe hat sich für uns alle definitiv gelohnt.“

    Sven Giegold: „Immer mehr Unternehmen stellen Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte ein. Dies ist mit viel zusätzlichem Engagement und Einsatz verbunden. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen sind wertvoll für die deutsche Wirtschaft. Denn die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte sind eine zentrale Stellschraube gegen den Arbeitskräftemangel und helfen auch bei ihrer Integration. Jedes Unternehmen, das sich für die Integration Geflüchteter engagiert, profitiert nicht nur selbst, sondern verdient auch den Dank von uns allen. Leider dauern die Verfahren bei der Einstellung von Geflüchteten oft zu lange und sie sind zu bürokratisch. Deshalb wird die Bundesregierung, wie in der Wachstumsinitiative beschlossen, die bisherigen Arbeitsmarktregeln für Geflüchtete grundlegend vereinfachen. Das ist gut für die Betriebe, die oft die passenden Leute haben, aber bislang viel zu lange auf die Arbeitserlaubnis warten müssen. Geflüchtete sollen für ihren Lebensunterhalt auch arbeiten können.“

    Achim Dercks ergänzt dazu: „Christine Heuer und ihr Mitarbeiter Said Farid Sadat sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte in den Arbeitsmarkt gelingt. Auch hier zeigt sich, dass die duale Berufsausbildung dafür ein erfolgversprechender und in vielen Fällen idealer Weg ist – sie bietet einen perspektivenreichen Start ins Arbeitsleben, erleichtert durch viele zwischenmenschliche Kontakte die weitere Integration und ermöglicht es Unternehmen, den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern. Die Politik kann wichtige Weichen stellen, damit dieses positive Zusammenspiel noch öfter gelingt: Flexiblere und stärker digitale Azubi-Berufssprachkurse wären ein wichtiger Baustein dafür

    Die Ausbildungslage in der Region Magdeburg

    2.447 junge Menschen haben 2024 bislang in der IHK-Region Magdeburg bei einem Industrie-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieb ihre Berufsausbildung gestartet. 11% der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge entfallen dabei 2024 auf Menschen mit Zuwanderungshintergrund – Tendenz steigend. Die Top 3 der Herkunftsländer sind Vietnam, Marokko und Syrien.

    „Menschen mit Flucht- und Zuwanderungsgeschichte sind in den letzten Jahren für viele Unternehmen eine wichtige Zielgruppe geworden, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Auch für die Betriebe der IHK-Region Magdeburg wird die Zielgruppe immer wichtiger. Über alle Ausbildungsjahrgänge hinweg haben inzwischen über 9% der Azubis einen Zuwanderungshintergrund“, ergänzt Stefan Korneck, Vizepräsident der IHK Magdeburg und geschäftsführender Gesellschafter scm energy GmbH.

    Impressionen des Tages

  • 5 Fragen an unsere Integrationsscouts Varrunan Namasivayam und Nico Staupe

    5 Fragen an unsere Integrationsscouts Varrunan Namasivayam und Nico Staupe

    5 Fragen an unsere Integrationsscouts Varrunan Namasivayam und Nico Staupe


    Veröffentlicht am: 26.07.2024

    Azubi Meeting

    Was ist die Idee?

    Auszubildende des Betriebs treffen sich regelmäßig, um über Herausforderungen, Probleme, aber auch positive Erlebnisse aus dem Ausbildungsalltag zu sprechen. Das Treffen wird protokolliert.  

    Was bewirkt die Idee?

    Der regelmäßige Austausch führt dazu, dass Konflikte frühzeitig zur Sprache kommen und gelöst werden können. Das Azubi-Meeting soll ein geschützter Raum sein, in dem auch sensible Themen angesprochen werden können, ohne dass man Konsequenzen befürchten muss. Außerdem lernen sich die Auszubildenden besser kennen und entwickeln ein besseres Verständnis für die Situation ihrer Kolleg*innen.

    Welches Problem wird adressiert?

    Kleine Missverständnisse oder Probleme zwischen den Mitarbeitenden werden manchmal nicht zeitnah angesprochen und gelöst, sodass sich daraus größere Konflikte entwickeln können. Es fehlt an Kommunikation untereinander. 

    Wie kann die Idee umgesetzt werden?

    Die Integrationsscouts sprechen mit der Geschäftsführung, um die Erlaubnis für einen regelmäßigen Austausch während der Arbeitszeit zu bekommen. Wichtig ist vor allem, dass die Auszubildenden der verschiedenen Bereiche (Büro & Werkstatt) zur Teilnahme motiviert werden. Darüber hinaus ist der organisatorische Aufwand gering. 

    Durch das Projekt haben wir gelernt, …

    … dass Reden und Austausch immer helfen, auch wenn man manchmal nur zuhört. Der intensive Austausch in den Workshop-Tagen hat ein neues Gefühl der Verbundenheit mit anderen Auszubildenden geschaffen.  

    Lust auf noch mehr Ideen?

    Alle unsere Scouts lernen Sie hier kennen.