UNICBLUE GmbH & Co. KG

I. Förderung im Bereich Beschäftigung

Wie kann ich bei der Feststellung beruflicher Kompetenzen unterstützt werden?

Mit der Maßnahme bei einem Arbeitgeber zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAG) können Unternehmen vorhandene berufsfachliche Kenntnisse eines geflüchteten Menschen feststellen oder solche vermitteln lassen. Die Maßnahme dauert bis zu sechs Wochen. Sie muss vorab bei der Agentur für Arbeit bzw. im Jobcenter beantragt werden. Anfallende Kosten (z.B. Fahrkosten, Kinderbetreuungskosten, bewilligte Sprach- oder Fachkurse) können von der Agentur für Arbeit bzw. vom Jobcenter übernommen werden.

 

Welche Unterstützung gibt es, wenn ich einen geflüchteten Menschen beschäftigen will?

Beim Eingliederungszuschuss (EGZ) handelt es sich um einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für Arbeitnehmer/innen, der auch für Geflüchtete beantragt werden kann. Förderhöhe und -dauer werden individuell festgelegt. Auch der EGZ muss vorab bei der Agentur für Arbeit bzw. beim Jobcenter beantragt werden.

 



Wie kann ich bereits eingestellte Geflüchtete im Betrieb unterstützen?

Auch beschäftigte Personen können Unterstützung bei der Weiterbildung erhalten. Das Programm WEGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter Beschäftigter und Beschäftigter in KMU) der Agentur für Arbeit unterstützt kleinere und mittlere Unternehmen, die ungelernte Beschäftigte während der Arbeitszeit weiter qualifizieren wollen. Zur Förderung gehört unter anderem ein Arbeitsentgeltzuschuss und die (Teil-) Erstattung von Lehrgangskosten.
Nähere Informationen zu WEGebAU finden Sie hier.

 

II. Möglichkeiten der Förderung für den Bereich Ausbildung

Hochmotivierte Menschen an die richtige Stelle bringen: Das klappt mit einer Ausbildung von geflüchteten Menschen. Folgende Maßnahmen unterstützen Sie auf dem Weg dorthin:

Einen guten Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten in der Ausbildung bietet zudem das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA)

 


Kann ich Geflüchtete auf eine Ausbildung im Unternehmen vorbereiten?

Unternehmen haben die Möglichkeit, im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQ) junge Geflüchtete an eine Ausbildung im Betrieb heranzuführen. Sie lernen die künftigen Auszubildenden und ihre beruflichen Leistungen in einem Langzeitpraktikum von sechs bis maximal zwölf Monaten kennen. Eine Antragstellung vorab bei Arbeitsagentur oder Jobcenter ist erforderlich. Inhalte der EQ und Höhe der Vergütung müssen vertraglich festgelegt werden. Die Arbeitsagentur erstattet die Vergütung der EQ bis zu 231 Euro pro Monat, zuzüglich eines Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Die Betriebe tragen die Sach- und Personalkosten der EQ.

Nach erfolgreicher Absolvierung bekommen die Jugendlichen ein IHK-Zertifikat, welches den Übergang in eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit erleichtert. Sechs Monate der EQ können auf eine nachfolgende Ausbildung angerechnet werden.

Weiterführende Information und Praxistipps zur Antragstellung finden Sie hier:

Broschüre des IHK-Praktikumsportals

Informationen auf den Seiten des DIHK zur EQ

 

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten können Geflüchtete in Anspruch nehmen

  • Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH): AbH geben jungen Geflüchteten in EQ oder betrieblicher Berufsausbildung Unterstützung. Diese Einzelfallförderungen werden in enger Absprache mit der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter erbracht und vollständig von diesen getragen. Die Unterstützung reicht dabei von sozialpädagogischer Begleitung bis hin zum Abbau von Bildungs- und Sprachdefiziten.
  • Assistierte Ausbildung (AsA): Bei einer assistierten Ausbildung werden junge Geflüchtete und Unternehmen vor und während einer betrieblichen Berufsausbildung unterstützt. Sie enthält individuelle Unterstützungsleistungen für die Geflüchteten und Hilfestellungen für die Unternehmen. Die Kosten übernehmen die Arbeitsagentur bzw. das zuständige Jobcenter.
  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Die BAB ist ein Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten von Auszubildenden, der vor allem dann Anwendung finden kann, wenn sie nicht bei ihren Eltern wohnen. BAB für Geflüchtete wird gewährt, wenn eine vorherige Ausbildung oder ein Beruf im Herkunftsland in Deutschland nicht anerkannt ist und in Deutschland nicht schon eine andere Ausbildung absolviert wurde.