10 Jahre NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge

10 Jahre NUiF – 10 Jahre erfolgreiche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zugewanderten


23.03.2026

Kaum zu glauben aber wahr, unser NUiF ist 10 Jahr!

Was vor einem Jahrzehnt mit rund 300 engagierten Betrieben begann, ist heute zu einem starken Netzwerk aus über 4.900 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen, Größen und Regionen in Deutschland angewachsen.

Mit großer Freude und Dankbarkeit blicken wir auf zehn Jahre gemeinsames Engagement für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zugewanderten zurück. Zusammen ist es uns gelungen, zahlreiche Unternehmen auf ihrem Weg zu unterstützen, Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund neue berufliche Perspektiven zu schaffen und Hürden in der Ausbildung, Beschäftigung und der Integration im betrieblichen Alltag zu überwinden.

Wir danken deshalb ganz besonders unseren aktuell 4.900 Mitgliedsunternehmen für ihren Einsatz in der Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten und Zugewanderten. Der stetige Austausch im NETZWERK, der wertvolle Blick in die Praxis der Unternehmen, und das kontinuierliche Voneinanderlernen machen NUiF erst zu dem, was es heute ist: ein Netzwerk, das Integration in der Praxis gestaltet.

Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an die DIHK und das BMWE, für die Idee ein solches Unternehmensnetzwerk ins Leben zu rufen, für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre!

Zum Jubiläum ziehen wir Bilanz und teilen zehn erprobte Praxistipps, wie Unternehmen die Integration im Betrieb erfolgreich gestalten können.

Eine offene Kommunikation im Unternehmen schafft Vertrauen. Betriebe sollten ihre Mitarbeitenden frühzeitig über neue Kolleginnen und Kollegen informieren, Entscheidungen erläutern und Raum für Rückfragen geben. Hintergrundinformationen zu Herkunftsländern und kulturellen Unterschieden oder interkulturelle Schulungen helfen, Missverständnisse und eventuelle Vorbehalte zu verringern.

Eine strukturierte Willkommensphase erleichtert den Einstieg enorm: Eine Willkommensmappe, definierte Kommunikationsroutinen und klare Aufgaben unterstützen das Ankommen. Ebenso wertvoll ist die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben – von der Kontoeröffnung, über die Auswahl der Krankenversicherung bis zur Wohnungssuche.

Erfahrene Mitarbeitende oder ältere Auszubildende können neuen Kolleginnen und Kollegen als Mentor*innen zur Seite stehen. Sie erklären Abläufe, Gepflogenheiten im Betrieb (z.B. zu Kantine, Arbeitszeiten, Krankmeldung) und stehen als vertrauensvolle Ansprechpersonen bereit. Freiwilligkeit ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Zudem sollte den Mitarbeitenden ausreichend Zeit für diese Aufgabe eingeräumt werden und ggf. andere Aufgaben im Team neu verteilt werden.

Die Sprache ist eine der größten Herausforderungen. Betriebe können hier beispielsweise mit Azubi- und Berufssprachkursen des BAMF unterstützen und sollten darauf achten, dass auch die Fachsprache früh geübt wird. NUiF stellt hierfür Vokabelflyer für verschiedene Branchen kostenfrei zur Verfügung. Zudem können zum Start “Einfache Sprache” und Visualisierungen für die Kommunikation mit Kund*innen und Kolleg*innen helfen.

Regelmäßige Gespräche und eine wertschätzende Feedbackkultur helfen, Schwierigkeiten früh zu erkennen und Lösungen zu finden oder Unterstützungsangebote zu organisieren.

Egal ob schlechte Noten in der Berufsschule, sprachliche Hürden oder psychische Belastungen – Geflüchtete oder Zugewanderte stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen. Unternehmen sollten die regional verfügbaren Beratungs-, Förder- und Unterstützungsangebote kennen und Mitarbeitende für deren Nutzung möglichst freistellen.

Integration ist ein Prozess, der nicht immer von Anfang an glatt läuft. Ein Perspektivwechsel kann helfen, mit mehr Empathie, Kreativität und Geduld auf herausfordernde Situationen zu reagieren und neue Lösungen zu finden.

Unsicherheiten und Konflikte entstehen oft aus unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen. Schulungen oder interkulturelle Trainings können helfen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen.

Viele Fragen und Herausforderungen müssen Betriebe nicht allein lösen.
Informationen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Förderinstrumenten oder zur Integration am Arbeitsplatz bieten z. B. die IHKs, Welcome Center oder das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge.

Damit das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muss, hilft der Austausch mit anderen Unternehmen, erprobte Lösungen zu finden, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Herausforderungen – von der Rekrutierung bis zur langfristigen Integration – können so effizienter gemeistert werden.